Dass etwas geht, heißt nicht, dass es auch funktioniert

Manchmal treiben mich Meldungen in Technikblogs in den Wahnsinn. „Ab sofort … ist dieses und jene Feature verfügbar“, heißt es oft und aus dem „Ab sofort“ wird dann eine Wartezeit, bis man selbst letztendlich das angepriese Feature nutzen kann.

In der Regel liegt das oft an dem wellenweisen Ausrollen von Updates. Gerade im Google Playstore aber mitunter auch in Apples App Store werden Versionsänderungen von Apps nicht jedem immer sofort angeboten. Man braucht also bei diesem „Ab sofort“ ein wenig Geduld, bis die entsprechende Appversion auch einen selbst erreicht.

Schlimmer wird es jedoch, wenn ein Feature tatsächlich mit einer App freigeschaltet wurde, die App sich in der korrekten Version auf eurem Gerät befindet und das Feature jedoch nicht funktioniert.

So geschehen bei mir bei Googles Gmail und dem Dark Mode unter iOS. Ich habe M O N A T E nach dem offiziellen Rollout darauf gewartet, bis sich mein Gmail endlich der dunklen Umgebung des Betriebssystems anpasste. Und das auf insgesamt vier (!) iOS-Geräten. Interessanterweise haben meine iPads dann dieses Feature als erste bekommen.

Dank Jean-Claude Frick vom Apfelfunk weiß ich mittlerweile, dass nicht alle Neuerungen direkt mit einer App-Version freigeschaltet werden, sondern dass dahinter auch ein Ausrollen seitens der Appserver stecken kann. Allen voran den Google-Servern, die erst nach und nach Änderungen wellenweise freigeben.

Seit iOS 13.4, das bereits im Frühjahr dieses Jahres erschien, ist es beispielsweise möglich, auch die Google Maps oder andere Navigations-Apps im Dashboard von Apples CarPlay anzeigen zu lassen. Im August 2020 geisterte dann die Meldung durchs Netz, dass Google mit der Version 5.5 dieses Feature nun auch für Google Maps verfügbar gemacht hat.

Auf meinen iPhones befindet sich seit zwei Wochen die Version 5.53 von Google Maps. Und seit iOS 13.5 versuche ich immer wieder Mal, Maps ins Dashboard zu bringen. Bisher erfolglos. Auch direkt nach dem Start von iOS 14 wagte ich es erneut: Maps aufrufen, zurück ins Dashboard hüpfen und … nichts. Apple Karten ließ sich nicht verdrängen.

Gestern auf ein Neues, just for fun probiert und siehe da, es klappt plötzlich.

Ob meiner Freude, dass es endlich klappt, berichtete ich via Twitter darüber, nur um mich aufklären lassen zu müssen, dass die Sache doch schon seit Mitte August funktioniert. Fast zwei Monate hat es also gedauert, bis der Google Server entschieden hat, auch meine iOS-Geräte zu beliefern, obwohl die entsprechende Appversion längst installiert war.

Kannste dir nicht ausdenken.

Also, wenn ihr mal auf etwas wartet, es liegt nicht an der Appversion allein.

2 Kommentare zu „Dass etwas geht, heißt nicht, dass es auch funktioniert

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