Oops … I did it again

Eigentlich hatte ich nur ein bisschen mit ein paar neueren Themes/Designs bei WordPress experimentiert. Es gibt da einen Button, der heißt AKTIVIEREN – leider ohne Rückfrage, drückt man drauf, ist es geschehen.

Eigentlich wollte ich nur den Button Live-Vorschau und an einer Seite testen nutzen, doch als ich dann so zwischen zwei, drei Themes hin und her gewechselt bin … war es geschehen. Versehentlich aktivieren gedrückt, statt probieren und anpassen. Und ausgerechnet bei einem Theme, das nun überhaupt nicht ging, weil es meine ganze Menüführung und die Seitenleiste nicht dargestellt hat.

Ich wollte wieder zu meinem alten Theme zurückwechseln, doch das war leider nicht mehr in der WordPress-Bibliothek verfügbar. So blieb mir nichts anderes übrig, als fix, bevor es jemandem auffällt, ein Thema zu suchen, das einigermaßen passt.

Ich hoffe, es passt für euch 🙂

Podcasts & Co. – warum sie für mich auf Spotify und anderen Diensten nicht funktionieren

Podcasts sind ein alter Hut, aber gerade heute wieder so modern, dass sie wie Pilze aus dem Boden schießen und jeder, der hip sein will, einen Podcast betreibt oder veröffentlicht.

Zugegeben, ich selbst habe Podcasts für mich auch erst in den letzten beiden Jahren entdeckt.

Die Frage ist, wann bietet sich die beste Gelegenheit, einem Podcast oder auch einem Hörbuch zu folgen? Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Sicherlich mag es die eine oder der andere zu Hause gemütlich auf der Couch beim Chillen. Oder bei Routineaufgaben, die keine große Aufmerksamkeit erfordern, wie zum Beispiel Hausarbeit, wie Spülen, Wäsche aufhängen, Bügel oder was auch immer.

Für mich ist die beste Zeit zu lauschen während ich unterwegs bin. Da ich am Steuer eines Fahrzeugs sitze, muss ich mich auf das reine Lauschen beschränken.

Umso unverständlicher erscheint mir, warum in letzter Zeit immer wieder Podcaster auf die Idee kommen, ihren Podcast mit Video zu produzieren und ihn dann primär auch für Youtube zu veröffentlichen. Des Öfteren müssen sich die Podcaster selbst daran erinner, dass sie auch nur Hörer haben, die nicht sehen können, was gerade in die Kamera gehalten wird, die das Setup der Aufnahme nicht sehen oder die Location, in der aufgenommen wurde.

Genauso wild wird es, wenn dann der Podcast über Streaming Apps beworben wird – ihr könnt uns jetzt über Spotify & Co. hören.

Was ich früher nie getan habe: Ein Hörbuch von CD hören. Warum nicht? Ganz einfach: Die Gelegenheit, bei der ich es hören kann, beschränkt sich auf eine zeitlich begrenzte Autofahrt. Die meisten CD-Spieler haben sich die Stelle, an der man stoppt nicht gemerkt. Das heißt, auf der Rückfahrt hätte ich wieder bis zu der Stelle vorspulen müssen. Oder man ist doch in den Verkehr vertieft und hat etwas nicht verstanden und will mal eben zurückspulen? Track Back hätte aber gleich ein ganzes Kapitel zurückgesetzt.

Genauso geht es mir heute damit, Hörbücher oder Podcasts innerhalb einer Musik-App hören zu müssen. Ein Hörbuch über 7 Stunden oder ein Podcast über 90 Minuten, ganz egal. Sicher kann ich auf Pause drücken, aber zwischendurch möchte ich vielleicht mal Musik hören oder suche auch nur etwas im Bereich Musik – schon ist die letzte gespielte Stelle meines Podcasts oder meines Hörbuchs weg. Und wenn man weiterhören will, beginnt die große Suche. Wo war ich noch mal stehen geblieben?

Noch schlimmer wird es, wenn man seine Sachen über mehrere Geräte verteilt hören möchte. Unterwegs mit dem Smartphone, zu Hause weiterhören auf dem Smart-Homespeaker? Funktioniert in der Regel mit den wenigstens Apps.

Deshalb habe ich dedizierte Apps für Hörbücher und Hörspiele oder eben für Podcasts zu schätzen gelernt. Selbst wenn ich einen Podcast unterbreche, um zunächst einen anderen zu hören, oder eines Hörbuchs überdrüssig wurde und mich entscheide, es später zu Ende zu hören und erst ein anderes vorziehe – die Stelle merkt sich die App und synchronisiert sie sogar über mehrere Geräte hinweg.

Daher, liebe Produzenten, verdrehe ich jedes Mal die Augen, wenn ihr damit werbt, dass euer Podcast auch auf Spotify oder Soundcloud oder eben in Videoform auf Youtube zu finden ist. Ich will ihn hören, nicht sehen und ich möchte an der Stelle weitermachen, an der ich aufgehört habe.

Die nächste Stufe des Wahnsinns: Bezahle mit deinem Namen und deiner Story

Ihr kennt das sicherlich aus mehr oder minder guten Filmen: Eine einflussreiche Persönlichkeit kommt in ein Restaurant und wird von vorne bis hinten fürstlich bedient, speist und trinkt königlich und verlässt das Lokal, ohne zu bezahlen.

Im Film geht sowas, gell? Aber im wirklichen Leben ist sowas doch unvorstellbar, richtig?

Falsch. Was sich bei der Schilderung im Krewkast von Felix Bahlinger und Julian Völtzke noch unverschämt anhörte, ist dennoch möglich und findet mehr und mehr Akzeptanz.

Die beiden schilderten in ihrem Podcast eine Geschichte des Influencers Luca, der in einen Club einkehren wollte und dort mit zwei oder drei Instagram-Stories „bezahlen“ wollte. Tatsächlich gewährte ihm der Manager freien Eintritt und kostenlosen Zugang zum VIP-Bereich. Für die geforderte „Flasche“ (Sekt/Champagner) und andere Getränke sollte er dann aber zahlen.

Man beachte hier die populäre Bezeichnung „Influencer“ für die Idole (nicht zu verwechseln mit Idealen) der heutigen Zeit mit der oben erwähnten „einflussreichen“ Persönlichkeit.

Nun scheint die Realität uns schneller einzuholen, als uns lieb sein kann. Tatsächlich hat Luca vielleicht auch nur Pech gehabt. Denn offenbar ist es möglich in einigen Fällen doch ganz kostenlos durch eine Nummer zu kommen. Indem man einfach mit seinem (guten) Namen und seinem Einfluss (Reichweite / Anzahl Fans, i.e. Follower) bezahlt.

Die Krew hat eine neue App namens Freachly entdeckt, eine Wortkombination aus Free (Kostenlos) und Reach (Reichweite), mit der es tatsächlich möglich ist, in teilnehmenden Geschäften und Lokalen mit seinen „Followern“ zu bezahlen, indem man von der Lokalität eine Instagram Story oder einen Instagram Feed postet.

In dem Video dazu zeigen sie eindrucksvoll, was heute tatsächlich schon möglich ist. Sie bezahlen in einer Londoner Pizzeria mit ihrem „Einfluss“.

Was denkt ihr? Legitim, eine Modeerscheinung, die Zukunft oder unverschämt?

We made America great again – Trumps Entscheidung und die Auswirkungen

Ich möchte mich nicht zu politischen Themen in diesem Blog äußern, sondern nur ein wenig zum Nachdenken anregen. Daher lasse ich die politischen Hintergründe des Themas außen vor.

Trumps Wahlkampfkampagne beinhaltete „Make America great again“. Wie groß im Sinne von machtvoll die Vereinigten Staaten sind und wie stark auch wir in Europa von amerikanischen Technologien sind, hat der Fall Huawei jüngst gezeigt.

Die Hintergründe zu dem, was geschehen ist, könnt ihr überall in den Nachrichten nachlesen. Nur so viel, um euch eventuell auf die Spur zu bringen: Im Zuge des Handelsstreits mit China hat Präsident Donald Trump den chinesischen Konzern Huawei, der a) mit der chinesischen Regierung verbandelt (sein soll) und b) den die USA bisher immer den möglichen Einsatz von Spionagetechnologien in ihren Produkten vorgeworfen haben (bisher wurden keine Beweise dazu veröffentlicht) auf eine Blacklist gesetzt.

Demzufolge darf kein amerikanisches Unternehmen Handel mit Huawei betreiben. Eine erste Resonanz aus der Order per mufti zog Google. Als amerikanisches Unternehmen stellte es die Geschäftsbeziehungen zu Huawei ein und ließ verlauten, dass Huawei für zukünftige Smartphones nicht mehr auf die Ressourcen von Googles Betriebssystem Android zugreifen könne:

Das bedeutet keine neuen Smartphones oder Tablets mit Android Betriebssystem mit den entsprechenden Google Services, wie dem Playstore, Maps, Play Protect, Gmail usw.

Interessant ist hier, ob es nicht eine Hintertür gegeben hätte. Ja, Google ist ein amerikanisches Unternehmen. Aber das ist Amazon auch. Dennoch sind nachwievor Huawei Geräte bei Amazon Deutschland zu finden. Hätte Google UK oder Deutschland nicht die Geschäfte mit Huawei weiterführen können?

Wahrscheinlich nicht, denn selbst nicht mittelbar betroffene Firmen, wie die britische ARM, die für die mobile Prozessorarchitektur lizenziert (kein Smartphone ohne ARM-Technologien) oder auch Toshiba haben die Zusammenarbeit mit Huawei eingestellt – weil man mit Technologien arbeitet, die amerikanischen Ursprungs oder Patents sind – aus Angst vor Sanktionen oder Einstellen der Geschäftsbeziehung mit amerikanischen Unternehmen.

Wo sind denn die großen Unternehmen beheimatet, die es möglich machen, dass ihr diesen Artikel lesen könnt, damit ihr täglich auf euer Smartphone schauen und in Kontakt mit euren Freunden stehen könnt?

„Das kommt doch heute alles aus China“ – „Ist doch alles Made in China“.

Nein, ist es eben nicht. Ja, viele große Konzerne lassen günstig in China produzieren und wenn ihr ein iPhone bei Apple bestellt, dann wird es euch sogar direkt aus Shenzhen geliefert – aber die Technologien in so einem Mikrocomputer, die kommen in den meisten Fällen aus den USA.

Google, Microsoft, Intel, Nvidia, Qualcomm, die Bluetooth Special Interest Group (auch wenn letztere ein Zusammenschluss diverser Unternehmen ist, so hat die BSI Group ihren Sitz in den USA), alles in den Vereinigten Staaten beheimatete Unternehmen. Ihre Produkte, ob Hard- oder Software stecken heute in fast jedem Gerät, das sich im weitesten Sinne als Computer benennen lässt.

Schnipst so ein Trump-Thanos also mit den Fingern, dann verschwindet nicht die Hälfte der Menschheit, aber die Katastrophe könnte ähnlich ablaufen.

Spinnen wir den Gedanken weiter, wie sehr wir Thano… äh Trump ausgeliefert sind. Nimmt der Handelsstreit größere Ausmaße an und wird generell ein Handelsembargo mit China angestrebt, dann …

  • gibt es auch keine Smartphones mehr von OnePlus, Xiaomi, Oppo
  • könnten amerikanische Unternehmen nicht mehr in China produzieren, ergo
  • müssten Firmen wie Apple sich andere Produktionsstandorte suchen, was deftige Einbußen in deren Gewinnmarge zur Folge hätte

Was, wenn sich ein Handelsstreit auch auf andere asiatische Märkte auswirkt? Südkorea beispielsweise.

Ja, die meisten Smartphones kommen nunmal aus dem asiatischen Raum, auch wenn sie amerikanische Technologien benutzen.

Kein Samsung mehr, kein LG, kein ASUS … was bleibt dann am Ende noch?

Nur noch Apple und Motorola? Ach halt, Motorola gehört ja mittlerweile zu Lenovo und das ist ein chinesisches Unternehmen …

Dear Mr President … leg den Streit bei, damit mein Huawei P30 Pro auch weiterhin mit Updates versorgt wird. Danke!

Mit Gadgets ins Jahr 2019

Hallo,

ich bin’s wieder. Der Typ mit den vielen Bildschirmen und Displays.

Diesmal bin ich etwas später dran, will es mir aber dennoch nicht nehmen lassen, das Jahr mit der beliebten Rubrik „Mit Gadgets ins neue Jahr“ zu beschließen.

Obwohl ich Ende letzten Jahres vollmundig verkündete, jetzt ist erst einmal Schluss, hat es dann doch eine Menge Bewegung gegeben.

Ich verschone euch mit der Auflistung der Dinge, die ich vom letzten Jahr mit nach 2018 genommen und abgegeben habe und auch mit jenen, die ich zwischenzeitlich gekauft und wieder verkauft habe.

Kommen wir also zu denen Geräten, die mich täglich begleiten und die den Wechsel nach 2019 überstehen werden 🙂

Smartphones

Nach meinem Jahr iPhone-Pause stieß ich im Juni auf gravierende Probleme mit dem Entertainmentsystem meines Dienstwagens. Die Bluetooth-Verbindung funktionierte nicht mehr zuverlässig und Android-Auto hat mehr und mehr Mucken gemacht (eingehende Anrufe wurden plötzlich über das Smartphone wiedergegeben, statt über die Lautsprecher des Fahrzeugs).

Als ich dann das iPhone meines Sohnes via Apple Car Play mit dem Bordsystem verband, war ich hin und weg.

So kam es, dass ich im Juni ein iPhone 8 Plus kaufte (das iPhone X durfte ich nicht, wegen einer Wette, die ich sonst verloren hätte). Da die Samsung Galaxy Gear aber nicht mehr zuverlässig mit dem iPhone arbeitete, wie vorher mit dem Galaxy Note 8 war auch der Weg zur Apple Watch nur noch einen Katzensprung entfernt.

Die Vorstellung der neuen iPhones und iPad Pro ließ mich dann Android fast gänzlich den Rücken zukehren. Nur ein Androide ist mir noch geblieben (pssst … das ist aber ein Guter).

Ich nehme also mit ins Jahr 2019:

Das iPhone Xs Max – beruflich genutzt und mit der Apple Watch Series 4 verbunden für stumme Anrufe am Handgelenk. Meine Probleme mit iPhone-Fotos haben sich inzwischen gelegt. Ich bin von der Displaygröße begeistert. Auch wenn die Notch mich noch etwas stört, mir wäre hier wirklich wohler, man könne sie ausblenden, wie es bei Android-Geräten der Fall ist.

Das iPhone Xr – ist mein privater Daily Driver. Es gibt an dem Gerät absolut nichts auszusetzen und ganz ehrlich, das X oder Xs wäre mir vom Display her zu klein gewesen. Ich bin mit der Kompromissgröße zwischen Xs Max und Xs sehr zufrieden. Zum Display habe ich an anderer Stelle schon etwas geschrieben. Der Akku hält lang, die Kamera ist identisch mit der Single-Lens des Xs – insgesamt ein sehr schönes Gerät mit dem es Spaß macht zu arbeiten.

Das OnePlus 6 – der letzte Androide. Ein geiles Gerät. Sehr performant auch nach einem halben Jahr. Schöne Gestensteuerung, gutes Display, kleine Notch. Einziger Abstrich: Die Kamera, die aber in der Oberklasse mitspielt, wenn dort auch im unteren Bereich. Zumindest ist sie besser als die des iPhone 8 Plus. Sicherlich wäre das OnePlus 6T als Upgrade eine schöne Wahl wegen der besseren Kamera und der Tropfennotch, doch der Fingerabdrucksensor im Display lässt mich da noch zögern. Mal sehen, wie das OnePlus 7 wird.

Tablets

Im Bereich Tablet-PCs habe ich auch alles abgestoßen, was ich aus dem Android-Bereich noch bei mir hatte. Weg sind das Pixel C und das Huawei Mediapad.

Im Einsatz befindet sich das iPad Pro 11″ beruflich und das iPad (2018) als Couch-Tablet.

Punkt. Keine Kompromisse mehr. Alles muss rund laufen und funktionieren.

Notebooks

Nach vielem Ausprobieren habe ich hier einiges umgebaut.

Geblieben ist das Chromebook HP G13 als Schreibgerät für meine Manuskripte, die ich seit zwei Jahren in Google Docs verfasse und nicht mehr in MS Word.

Wieder hinzugesellt hat sich ein MacBook Pro 13″ Retina. Das dient mir beruflich als Hauptrechner und löst damit meinen 2012er iMac am Schreibtisch ab.

Für die Windows-Variante nutze ich ein Huawei Matebook X Pro, das mich wegen seines tollen Designs und dem schmalsten Rahmen in einem Laptop angesprochen hat.

Stationäre Rechner

Im Bereich Hauptrechner zu Hause wurde der iMac von 2014 von einem MacMini abgelöst. Das 3-Bildschirm-Setup mit 21,5″ und 1080p ist von einem 2-Bildschirm-Setup mit 27″ und 1440p abgelöst worden.

Nur zum Gaming nutze ich weiterhin meinen ASUS ROG PC

Sonstige Gadgets

Lesetechnisch bleibe ich hauptsächlich dem Kindle treu und nutze den Kindle OASIS 2 mit dem 7″ Display. Für Epubs, die ich noch habe, habe ich mir einen Tolino mit 7,9″ zugelegt.

Leider komme ich zu wenig zum Lesen und lasse mir viele Bücher beim Autofahren vorlesen.

Täglicher Begleiter ist die Apple Watch Series 4. Es gab eine Zeit, in der ich die Smartwatch-Funktionen nicht genutzt habe. Das änderte sich seinerzeit mit der Galaxy Gear S3. Inzwischen hab ich die Apple Watch mit all ihren Funktionen wieder lieb gewonnen. Neben Uhrzeit, Terminen, Benachrichtigungen nutze ich die Gesundheitsaspekte: Ich achte auf die Aktivitätenringe, nutze die Atem-Achtsamkeits-App, den Pulsmesser und lasse meinen Schlaf tracken.

Im Bereich Smartspeaker habe ich etwas umgestellt und umgeswitcht. Meine SONOS-Anlage ist verschwunden. Rasche Infos zwischendurch gibts von Alexa über den Echo (1. Generation), Musik im Arbeitszimmer über den Echo 2. Generation.

Der Echo Dot tut seine Funktion als Wecker und im Bad als Musiklautsprecher und um morgens das Wetter und die Nachricht vorzulesen, während man sich die Zähne putzt.

Die Musikbeschallung im Wohnzimmer übernimmt ein Apple Homepod, über den ich auch die Heizungsthermostate und einige Smartlampen steuere.

Ausblick

Für 2019 interessiert mich vornehmlich, was OnePlus rausbringen wird. Den Fingerabdrucksensor unters Display zu verbauen und die Notch auf ein Minimum zu reduzieren ist schon mal ein vernünftiger Ansatz gewesen – da geht noch mehr.

Im restlichen Androidenlager sehe ich eher Ladenhüter. Samsungs Notch-Weigerung ist löblich, aber schmalere Displayränder zum Preis eines Kameralochs im Display zu erzielen, wie es wahrscheinlich beim Galaxy S10 sein soll, ist nicht fortschrittlich.

Fortschritt wäre es, nicht nur die vorderen Sensoren (Näherung, Umgebungslicht), sondern auch die Kameralinse unters Display zu verbauen, sodass nichts davon sichtbar ist. Ob das technisch machbar ist, keine Ahnung, aber ich bin SF-Autor – träumen wird man ja noch dürfen.

So sehr ich mir falt- und biegsame Displays wünsche, der Einsatzzweck muss klar definiert und ersichtlich sein. Samsungs Prototyp vom Galaxy F ist da für mich eher eine Machbarkeitsstudie und für mich praktischen Mehrwert. Als Smartphone hat es ein zu kleines Display und ist zu dick, als Tablet ist es letztendlich auch zu klein.

Wenn ich an biegsame Displays denke, dann fallen mir die Designstudien von ASUS Waveface ein. Die sind allerdings schon 9 Jahre alt und leider noch immer nicht umgesetzt worden. ASUS hatte seinerzeit eine Reife von ca. 5 Jahren angekündigt. Bei Waveface handelt es sich um Konzepte wie beispielsweise einen Armreif, der komplett als Display konzipiert ist, ein aufklappbares Display, das dann als Notebook fungiert und ähnliches.

Das wären die Dinge, die mich in der Zukunft reizen. Smartphone-Tablet-Kombinationen wie sie in der neuen Serie WESTWORLD dargestellt werden.

Mal sehen, wo die Reise hingeht.

Euch wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest, bleibt gesund, kommt gut rüber und vorab alles Gute für 2019!

Euer

Martin Kay

Premiere: Google Pay auspropiert

An dieser Stelle berichtete ich euch von dem Workaround, Google Pay über die PayPal-App einzurichten, wenn PayPal in der Google Pay-App nicht erscheint.

Heute konnte ich dann auch einen Feldversuch starten und ausprobieren, wie das in der Praxis klappt.

Von „Das geht noch nicht“ bis „Der Kunde versucht mit seinem Handy unsere Kasse zu manipulieren“ soll ja alles schon dabei gewesen sein.

Nun, ich suchte mit eine relativ leere Kasse, um Peinlichkeiten zu vermeiden. Test-Supermarkt war der Kaufland in Kamen, da ich zumindest dort auch eine Internetverbindung im Laden habe, die in manch anderen Läden nicht gegeben ist.

Der Kassierer war ein junger Mann, sicherlich aufgeschlossen neuer Technik gegenüber. Während er die Waren über den Scanner zog, fragte ich ihn, ob denn bei ihm schon jemand mit Smartphone bezahlt habe.

Mit Telefon nicht, aber mit der Uhr, sagte er. „Mit so einer wie Sie haben.“ Er deutete auf meine Apple Watch.

Okay, Apple Pay ist für Deutschland noch nicht freigegeben, aber mittels Workaround und N26-Karte soll das wohl auch irgendwie nutzbar sein. Ich warte da lieber auf den offiziellen Start von Apple und konzentriere mich jetzt auf Google Pay.

„Meine Uhr ist dafür nicht eingerichtet. Wir probieren das mit dem Smartphone.“

Er weist die Kasse zur Kartenzahlung an. Ich habe mein OnePlus 6 dabei, entsperre das Display und bringe das Telefon in die Nähe des Bezahlterminals. Das Smartphone vibriert kurz. Es öffnet sich die Google Pay App.

„Das hat nicht funktioniert“, sagt der Kassierer.

Ja, das sehe ich, denn in der Google Pay App werde ich zur Interaktion aufgefordert. Ich rechnete mit der PIN-Eingabe, die bei Käufen ab 25 Euro erforderlich ist. Doch ich wurde aufgefordert mich mit Fingerabdruck zu legitimieren. Also kurz den Finger auf den Sensor gelegt und eine erneute Vibration ging durch das OnePlus 6. Dann erschien auf dem Bildschirm die Mitteilung zur aktuellen Transaktion:

Screenshot_20181013-172021Den Screenshot habe ich erst draußen vor dem Laden gemacht, daher weicht die Uhrzeit des Smartphones von der Transaktions-Uhrzeit ab.

Was ist nun passiert? Die Verknüpfung PayPal zu Google Pay hat Google Pay eine virtuelle Mastercard anlegen lassen. Beim NFC-Transfer gaukelt Google Pay dem Bezahlterminal vor, dass mein kontaktlos eine Mastercard ans Terminal gehalten hat. Da Google Pay auch alle Daten wie Deckungsbeitrag und Genehmigung dafür übermittelt erfolgt die Zahlung SOFORT.

Ihr kennt das sicher. Ihr haltet eine EC-Karte vor ein Bezahlterminal oder steckt es in den dafür vorgesehen Schlitz, müsst dann die PIN eingeben und anschließend erscheint auf dem Display ein Wartehinweis. Kontakt wird mit der Bank aufgenommen, eine Genehmigung eingeholt. Das dauert ein paar Sekunden, ehe dann „Zahlung erfolgt“ auf dem Display des Terminals erscheint.

Bei Google Pay ist das alles innerhalb der Sekunde erledigt, in der man das Smartphone aufs Terminal legt. Für mich bedeutet das beim nächsten Einkauf: Ich öffne beim Bezahlen direkt die Google Pay App statt nur das Smartphone ans Terminal zu halten. Eventuell geht es dann noch schneller.

 

Evernote für Pfiffige: Der Screenshot-Trick

Ich bediene mich mal Herbert Hertramph Evernote-Slogan, er möge mir verzeihen, sollt es nicht in seinem Sinn sein. Am Ende des Textes verlinke ich selbstverständlich zu seinem Blog.

PDF. Ein Zauberwort. Erzeugt man ein sauberes Portable Document Format lassen sich darin Buchstaben so skalieren wie Vektorgrafiken, sprich es ist egal, wie groß ihr sie heranzoomt, sie bleiben gleich scharf und werden nicht ausgefranst. Tolle Sache.

Heute stand ich vor der Aufgabe für eine Intranetseite einen in Excel erzeugten Strukturbaum aus einem PDF als Bild zu extrahieren.

Sicherlich führen verschiedene Wege nach Rom. Der nahe liegendste für manch unbedarften Anwender ist sicherlich, einen Screenshot zu erstellen. Doch die Bildschirmfotografie ist oft unsauber und dann auch nicht sauber skalierbar.

Da ich ein Creative Cloud Abo habe gönne ich mir den Luxus, mir Adobes Acrobat einmal näher anzuschauen. Im Gegensatz zu meinem Standard-PDF-Werkzeug PDF-Expert unterstützt der Acrobat auch das Exportieren einer PDF als Bilddatei.

Hierbei habe ich die höchsten Qualitätseinstellmöglichkeiten gewählt und für die Auflösung auf meinem Bildschirm (1440p) und der Darstellung auf der Webseite (in etwa 900p) reicht das dicke aus. Doch je nachdem welche Auflösung andere Nutzer haben und wie nah sich gegebenenfalls dieses Bild noch über die Browser-Zoom-Funktion vergrößern, um Namen innerhalb des Baumes genauer zu erkennen, passiert es rasch, dass gerade die Schrift pixelig wirkt.

Adobe gab da nicht viel her und hochauflösender als die 900p ließ sich das Dokument auch nicht als Bild abspeichern.

Also doch mal den Screenshot-Trick angewandt. Sicherlich kann man hier auch andere Methoden anwenden, bei mir ist Evernote jedoch immer geöffnet und ich kann rasch einen sauberen Rahmen um ein Screenshotobjekt ziehen, um es in Evernote zu speichern.

Das Dokument habe ich im Vollbild aufgerufen und so weit vergrößert, dass so gerade eben noch alles auf den Bildschirm passt. Dann mit dem Evernote Ausschneidewerkzeug einen Screenshot gefertigt und anschließend das in der Evernote-Notiz befindliche Bild als JPEG abgespeichert. Das Ergebnis: Ein sauberes Bild in 1440p das sich sogar noch mehrfach reinzoomen ließ, ehe die Schrift begann auszufransen.

Und hier der versprochene Link zu Herbert Hetramphs Evernote für Pfiffige.