Vigilante: Man stirbt nur zweimal

Im dritten Vigilante-Abenteuer lasse ich jemanden über die Klinge springen, der bereits in einem anderen meiner Romane gestorben ist – genauer gesagt in einem der Hannigan-Romane.

Wer das ist und warum jemand zweimal sterben kann – das erfahrt ihr in VIGILANTES GESETZ.

Stay tuned.

Oops … I did it again

Eigentlich hatte ich nur ein bisschen mit ein paar neueren Themes/Designs bei WordPress experimentiert. Es gibt da einen Button, der heißt AKTIVIEREN – leider ohne Rückfrage, drückt man drauf, ist es geschehen.

Eigentlich wollte ich nur den Button Live-Vorschau und an einer Seite testen nutzen, doch als ich dann so zwischen zwei, drei Themes hin und her gewechselt bin … war es geschehen. Versehentlich aktivieren gedrückt, statt probieren und anpassen. Und ausgerechnet bei einem Theme, das nun überhaupt nicht ging, weil es meine ganze Menüführung und die Seitenleiste nicht dargestellt hat.

Ich wollte wieder zu meinem alten Theme zurückwechseln, doch das war leider nicht mehr in der WordPress-Bibliothek verfügbar. So blieb mir nichts anderes übrig, als fix, bevor es jemandem auffällt, ein Thema zu suchen, das einigermaßen passt.

Ich hoffe, es passt für euch 🙂

Von meinem Schreibtisch: Vigilante und die Tanke

Manchmal überschlagen sich die Dinge im Kopf und so schnell kann man gar nicht tippen, wie der Film abläuft.

In solchen Fällen hilft es, als Autor entweder seine Gedanken in Kurzform und Stichworten nieder zu schreiben – oder zu zeichnen. Ich mache beides. Letzteres eher nur angedeutet, Hauptsache, ich weiß wo ich bin, wo sich meine Protagonisten befinden und wen ich an welche Stelle positioniere.

Früher auf Papier, mittlerweile seit langem schon digital auf einem Tablet-PC. Ein paar alte Skizzen finde ich noch im Samsung-Format unter meinen Evernote-Notizen. Die neueren sind alle an einem iPad Pro entstanden, weil die Stifteingabe dort einfach am Präzisesten ist.

Bei der Skizze bin ich nicht wählerisch … oder eigentlich schon, denn Skizze ist nicht Skizze. Beispiel: Die erste Skizze, die ich in meinem Notizbuch zu VIGILANTES GESETZ finde, ist der Grundriss eines Apartments, weil ich mich innerhalb der Wohnung orientieren musste, wo sich Vigilante befindet, wo der Gegner, wo die Unbeteiligten.

Ja, ich gebe zu, ich habe erst mit dem Gedanken gespielt, einen Wohnungsgrundriss in DIE SIMS 4 zu erstellen – aber das war mir dann doch zu aufwändig und zeitraubend. So habe ich in Google nach Apartment-Skizzen gesucht, eine für mich passende ausgesucht und sie in Evernote abgelegt.

Anders sah es bei der Darstellung eines Überfalls auf einen Army-Stützpunkt in der Nähe von Washington aus. Hierzu habe ich aus Google Maps eine Areal-Ansicht in der Satellitendarstellung in meine Notiz-App GoodNotes kopiert und dann fleißig mit dem Stift darin rumgekritzelt.

Relativ rudimentär wurde es dann bei einem Hubschrauberangriff auf einem Feld. Ein paar Figürchen, Bezeichnungen dazu, fertig. Ich musste hier nur wissen, wer wo steht und die Anzahl der handelnden Personen nicht aus den Augen verlieren.

Im aktuellen Szenario, einer fiktiven Tankstelle an einem Waldrand in South Dakota, sieht die Sache dann so aus:

Kapitel 14 „Durch die Büsche“ aus VIGILANTES GESETZ

Zugegeben, in jedem Vorschulkindergarten sind die Zeichnungen präziser, frischer und erquickender anzusehen, als mein Gekritzel, aber es soll mir ja auch nur helfen, die Orientierung zu bewahren.

Als Appetithappen, worum es im dritten Vigilante-Soloabenteuer geht, bekommt ihr einen völlig unkorrigierten und unlektorierten Klappentextentwurf, der in der Form nicht unbedingt die finale Version darstellt und eher als Pre-Alpha Version anzusehen ist:

Sein Name ist Mark Jedediah Vigilante. Er war Agent beim United States Secret Service, bis er nach einem Komplott gegen die amerikanische Regierung als Sündenbock auf die Straße gesetzt wurde. 
Jetzt verdient er sein Geld als Troubleshooter, privater Ermittler und Schlichter. Wenn diplomatische Lösungen versagen, Krisen unausweichlich sind und militärische Konflikte die einzigen Alternativen zu sein scheinen, ruft man Vigilante.


In seiner dritten Mission macht er sich auf die Suche nach einem Regierungsprojekt namens Sentinel – einer mutmaßlichen Such- und Steuerungssoftware, die in jedes vernetzte System dringen kann. Kaum jemand in den Behörden, die mit Sentinel arbeiten, weiß, dass sich dahinter eine lebende Person verbirgt. Die geniale Hackerin Karma Prakash wird seit Jahren von der NSA in künstlichem Koma gehalten, während ihr Bewusstsein digitalisiert durch globale Netzwerke eilt, um Aufträge der amerikanischen Regierung und von Nachrichtendiensten zu erledigen.
Sentinel ist die ultimative Waffe im Cyberkrieg gegen Terrorismus, militärische Konflikte mit anderen Nationen und Rettungsoperationen, doch sie kann auch dazu verwendet werden, Kriege zu beginnen – und zu gewinnen.


Bei seinen Recherchen zu Sentinels Aufenthaltsort wird Vigilante einmal mehr mit Aletha Neely konfrontiert, die ihn zwingt, zum Mörder zu werden und seine entführten Freunde als Druckmittel benutzt. Neely verrät Vigilante, wer in den höchsten Regierungskreisen an einer Verschwörung um das Projekt Sentinel beteiligt ist – einer Verschwörung, die eine ganze Nation stürzen kann.

Die Zukunft des Smartphone-Designs

Immer perfomantere Prozessoren, mehr Arbeitsspeicher, bessere Kamera – was bieten Smartphones in Zukunft an einem MEHR als nur immer noch ein Update der bisherigen Komponenten zu liefern?

Blickt man Zurück auf die Geschichte der heutigen Smartphones (beginnend mit Apples iPhone in 2007) hat sich auch optisch einiges getan.

Während zuvor Mobiltelefone immer kleiner wurden („Sie machen Sie immer kleiner, und warum? Damit man sie verliert! Damit man sich ein neues kauft!“, Leo Getz in Lethal Weapon III) ist das Display von Smartphones über die Jahre deutlich angewachsen.

Auch wenn einige Menschen jammern, dass ihnen alles zu groß wird, muss man aber auch bedenken, was auf einem Smartphone konsumiert wird. Ganze Webseiten, Bücher, vielleicht sogar die Arbeit mit Tabellen und Texten, das Anschauen von kompletten Spielfilmen und vieles mehr. Viel Inhalt passt nicht auf kleine Bildschirme.

Aus Androiden-Anfängen von 2,7 – 2,8″, dem 3,5″ iPhone wurden dann schon bald die 4″ Größe und später die 5″ Größe überschritten.

Heute bewegen wir uns jenseits der 6″ und es wird gejammert, das sei alles viel zu groß. Oft ist es jedoch nur der Wert auf dem Papier, der die Menschen irritiert. Denn machen wir uns nichts vor: Die Smartphones von heute haben zwar wahnsinnig große Displaygrößen, sind aber im Verhältnis in ihrer Bauweise nicht angewachsen. Neue Technologien ermöglichen es uns, mehr Fläche zum Sehen zu generieren und dafür Überflüssiges wie Seitenränder zu eliminieren.

Zum Vergleich: Das Nexus 6, seinerzeit von Motorola für Google produziert, besaß 2014 eine Bildschirmdiagonale von 6″. Mit seinen äußeren Abmessungen und seiner Dicke ist es aber größer gewesen als ein iPhone Xs Max mit 6,5″ Displaydiagonale oder einem Huawei P30 Pro mit ebenfalls 6,5″.

Selbst das neue Oneplus Pro 7, das von vielen als vieeeel zu groß bezeichnet wird, misst nur 2 Millimeter in der Höhe mehr als das Nexus 6 von 2014, ist in der Breite jedoch um 7 Millimeter schmaler und 1,3 Millimeter dünner – und das mit einer Diagonale von gut 6,67″.

Der Trend, der sich in der Geschichte des Smartphones abzeichnet ist hier klar erkennbar: Wir wollen Display und keine Ränder und keine überflüssigen Knöpfe.

Nachdem Homebuttons & Co verschwunden sind, Fingerabdrucksensoren auf die Rückseite verbannt wurden, kam Samsung 2017 mit einem kleinen Design-Kunststück auf den Markt. Extrem wenig Rand, gerade im oberen und unteren Bereich und viel Display-Fläche. Sicher galt das auch für das bereits 2016 erschienene Mi Mix von Xiaomi, das aber hierzulande nur in Szenekreisen populär wurde, da Xiaomi noch nicht so tief im europäischen Markt verwurzelt war, wie heute.

Apple ging einen ähnlichen weg. Der Displayformfaktor änderte sich vom typischen 16:9 auf ein 18:9 Format und man brachte 2017 das iPhone X als fast randloses Smartphone auf den Markt – musste jedoch Abstriche machen. Statt den Fingerabdrucksensor auf die Rückseite zu legen, entschied man sich in Cupertino für eine neue Sicherheits-Identifikation des Nutzers: Face-ID. Bis heute unerreicht durch andere Geräte, denn nur Face-ID setzt auf eine dreidimensionale Gesichtserkennung. Die Kameras und Infrarotsensoren, die dafür in die Front verbaut werden mussten, nahmen wieder einen Teil des Displays weg, sodass die berühmte Notch (Einkerbung) entstandt.

Mit diesem technischen Dilemma setzte Apple allerdings einen neuen Trend. Fast alle namhaften Hersteller setzten zunächst sehr schnell auf die Notch (bis auf Samsung in den Flaggschiffgeräten, um nicht als Copycat dazustehen). Unter Android ließ sich die Notch zumindest ausblenden, sodass man sie nicht wahrnahm und dennoch rechts und links neben ihr einen Mehrgewinn durch die Anzeige von mehr Informationen bekam.

Da die meisten Hersteller auf die Tiefeninformationen bei der Gesichtserkennung verzichtete, musste man nicht ein großes Kamerasetup installieren – es reichte also quasi eine Selife-Cam auf der Front. Die Technologie ermöglicht es heute, andere Sensoren, wie den Umgebungslicht-Sensor oder den Annäherungssenor unter das Display zu bringen, sodass der Nutzer ihn gar nicht sieht.

Voilà, geboren war die Tropfennotch. Wieder mehr Display für den Anwender, dafür weniger Sicherheit bei einer Entsperrung per Gesichtserkennung. Doch die Android-Geräte nutzen weiterhin Fingerabdrucksensoren auf der Rückseite, sodass man hier keine Abstriche machen musste.

Doch auch der Tropfen kann stören. Der Traum, das Ziel hinter allen Bestrebungen ist ein komplett randloses Display, ohne stören Einkerbung und ohne Kameraloch, wie Samsung es mit dem Galaxy S10 eingeführt hat.

Die Chinesen kamen dann mit einer neuen Idee um die Ecke. Vivo griff mal so richtig in die Trickkiste und stellte ein Konzept mit einem Fingerabdrucksensor unter dem Display vor, somit konnte man den Sensor wieder nach vorne verlegen, wo er eher gebraucht wird, als auf der Rückseite. Und damit nicht genug, es war meines Wissens auch Vivo, die dann die erste Selfie-Kamera zum Ein- und Ausfahren präsentieren, um noch mehr Display-Fläche einzusparen.

Inzwischen sind sie nicht mehr die einzigen. Auch Huawei präsentierte mit dem P smart Z bereits eine Kamera, die im Gehäuse verschwindet und nur auftaucht, wenn man sie aktiviert. Asus geht mit dem Zenphone 6 sogar den weg eine rotierende Kamera zu integrieren, die dann sowohl Haupt, als auch Selfie-Kamera darstellt. Ansatzweise ähnlich macht es Samsung mit dem A80.

Das anfängliche Gespött, mechanisch-elektrische Bauteile würden schnell kaputt gehen, wich mittlerweile Neugier und Faszination. So bestätigte OnePlus das die ein- und ausfahrbare Kamera des Oneplus 7 Pro eine getestete Lebensdauer von 300.000 Kamerafahrten hat. Genug also, um jeden Tag 200 Selfies auf 4 Jahre Nutzung zu machen.

Oneplus 7 Pro mit fast nur Display-Fläche. Die Frontkamera befindet sich im Gehäuse und fährt bei Bedarf automatisch ein und aus.

Aber auch die Mechanik ist nicht die Königslösung. Der Clou liegt unter dem Display. Wir haben mittlerweile alle Sensoren inklusive Fingerabdruck unter dem Display (egal ob mit Licht oder Ultraschalltechnologie), was liegt näher, als auch die Linse der Frontkamera unter das Display zu verlagern – so wie ich es schon 2017 mal in den Raum gerufen habe.

Skeptiker fragten sofort: Wie soll das denn gehen?

Über das Wie sollen sich Ingenieure die Köpfe zerbrechen – zwei Unternehmen haben es getan und bereits Prototypen gezeigt, die eine Möglichkeit offerieren, die Kamera unter dem Display zu verstecken. Sowohl Oppo als auch Xiaomi kamen quasi zeitgleich mit neuen Technologien um die Ecke.

Sie Zukunft des Smartphones wird also im nächsten Schritt „Ganz Display“ heiße, ohne Kompromisse. Spätestens 2020 werden die ersten Smartphones mit In-Display-Kameras herauskommen und 2021 Standard sein.

Das bedeutet allerdings nicht, dass wir dort stehen bleiben werden. Es gibt noch so viele Möglichkeiten. Falt- und Rolldisplays, wenn echte Einsatzmöglichkeiten dafür gefunden werden und nicht nur ein „Weil wir es können“-Effekt präsentiert wird, transparente Geräte, projizierende Geräte – schaut euch mal die Ideen von SF-Autoren in der TV-Serie Westworld oder im Remake von Total Recall an 🙂

Podcasts & Co. – warum sie für mich auf Spotify und anderen Diensten nicht funktionieren

Podcasts sind ein alter Hut, aber gerade heute wieder so modern, dass sie wie Pilze aus dem Boden schießen und jeder, der hip sein will, einen Podcast betreibt oder veröffentlicht.

Zugegeben, ich selbst habe Podcasts für mich auch erst in den letzten beiden Jahren entdeckt.

Die Frage ist, wann bietet sich die beste Gelegenheit, einem Podcast oder auch einem Hörbuch zu folgen? Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Sicherlich mag es die eine oder der andere zu Hause gemütlich auf der Couch beim Chillen. Oder bei Routineaufgaben, die keine große Aufmerksamkeit erfordern, wie zum Beispiel Hausarbeit, wie Spülen, Wäsche aufhängen, Bügel oder was auch immer.

Für mich ist die beste Zeit zu lauschen während ich unterwegs bin. Da ich am Steuer eines Fahrzeugs sitze, muss ich mich auf das reine Lauschen beschränken.

Umso unverständlicher erscheint mir, warum in letzter Zeit immer wieder Podcaster auf die Idee kommen, ihren Podcast mit Video zu produzieren und ihn dann primär auch für Youtube zu veröffentlichen. Des Öfteren müssen sich die Podcaster selbst daran erinner, dass sie auch nur Hörer haben, die nicht sehen können, was gerade in die Kamera gehalten wird, die das Setup der Aufnahme nicht sehen oder die Location, in der aufgenommen wurde.

Genauso wild wird es, wenn dann der Podcast über Streaming Apps beworben wird – ihr könnt uns jetzt über Spotify & Co. hören.

Was ich früher nie getan habe: Ein Hörbuch von CD hören. Warum nicht? Ganz einfach: Die Gelegenheit, bei der ich es hören kann, beschränkt sich auf eine zeitlich begrenzte Autofahrt. Die meisten CD-Spieler haben sich die Stelle, an der man stoppt nicht gemerkt. Das heißt, auf der Rückfahrt hätte ich wieder bis zu der Stelle vorspulen müssen. Oder man ist doch in den Verkehr vertieft und hat etwas nicht verstanden und will mal eben zurückspulen? Track Back hätte aber gleich ein ganzes Kapitel zurückgesetzt.

Genauso geht es mir heute damit, Hörbücher oder Podcasts innerhalb einer Musik-App hören zu müssen. Ein Hörbuch über 7 Stunden oder ein Podcast über 90 Minuten, ganz egal. Sicher kann ich auf Pause drücken, aber zwischendurch möchte ich vielleicht mal Musik hören oder suche auch nur etwas im Bereich Musik – schon ist die letzte gespielte Stelle meines Podcasts oder meines Hörbuchs weg. Und wenn man weiterhören will, beginnt die große Suche. Wo war ich noch mal stehen geblieben?

Noch schlimmer wird es, wenn man seine Sachen über mehrere Geräte verteilt hören möchte. Unterwegs mit dem Smartphone, zu Hause weiterhören auf dem Smart-Homespeaker? Funktioniert in der Regel mit den wenigstens Apps.

Deshalb habe ich dedizierte Apps für Hörbücher und Hörspiele oder eben für Podcasts zu schätzen gelernt. Selbst wenn ich einen Podcast unterbreche, um zunächst einen anderen zu hören, oder eines Hörbuchs überdrüssig wurde und mich entscheide, es später zu Ende zu hören und erst ein anderes vorziehe – die Stelle merkt sich die App und synchronisiert sie sogar über mehrere Geräte hinweg.

Daher, liebe Produzenten, verdrehe ich jedes Mal die Augen, wenn ihr damit werbt, dass euer Podcast auch auf Spotify oder Soundcloud oder eben in Videoform auf Youtube zu finden ist. Ich will ihn hören, nicht sehen und ich möchte an der Stelle weitermachen, an der ich aufgehört habe.

Die nächste Stufe des Wahnsinns: Bezahle mit deinem Namen und deiner Story

Ihr kennt das sicherlich aus mehr oder minder guten Filmen: Eine einflussreiche Persönlichkeit kommt in ein Restaurant und wird von vorne bis hinten fürstlich bedient, speist und trinkt königlich und verlässt das Lokal, ohne zu bezahlen.

Im Film geht sowas, gell? Aber im wirklichen Leben ist sowas doch unvorstellbar, richtig?

Falsch. Was sich bei der Schilderung im Krewkast von Felix Bahlinger und Julian Völtzke noch unverschämt anhörte, ist dennoch möglich und findet mehr und mehr Akzeptanz.

Die beiden schilderten in ihrem Podcast eine Geschichte des Influencers Luca, der in einen Club einkehren wollte und dort mit zwei oder drei Instagram-Stories „bezahlen“ wollte. Tatsächlich gewährte ihm der Manager freien Eintritt und kostenlosen Zugang zum VIP-Bereich. Für die geforderte „Flasche“ (Sekt/Champagner) und andere Getränke sollte er dann aber zahlen.

Man beachte hier die populäre Bezeichnung „Influencer“ für die Idole (nicht zu verwechseln mit Idealen) der heutigen Zeit mit der oben erwähnten „einflussreichen“ Persönlichkeit.

Nun scheint die Realität uns schneller einzuholen, als uns lieb sein kann. Tatsächlich hat Luca vielleicht auch nur Pech gehabt. Denn offenbar ist es möglich in einigen Fällen doch ganz kostenlos durch eine Nummer zu kommen. Indem man einfach mit seinem (guten) Namen und seinem Einfluss (Reichweite / Anzahl Fans, i.e. Follower) bezahlt.

Die Krew hat eine neue App namens Freachly entdeckt, eine Wortkombination aus Free (Kostenlos) und Reach (Reichweite), mit der es tatsächlich möglich ist, in teilnehmenden Geschäften und Lokalen mit seinen „Followern“ zu bezahlen, indem man von der Lokalität eine Instagram Story oder einen Instagram Feed postet.

In dem Video dazu zeigen sie eindrucksvoll, was heute tatsächlich schon möglich ist. Sie bezahlen in einer Londoner Pizzeria mit ihrem „Einfluss“.

Was denkt ihr? Legitim, eine Modeerscheinung, die Zukunft oder unverschämt?

We made America great again – Trumps Entscheidung und die Auswirkungen

Ich möchte mich nicht zu politischen Themen in diesem Blog äußern, sondern nur ein wenig zum Nachdenken anregen. Daher lasse ich die politischen Hintergründe des Themas außen vor.

Trumps Wahlkampfkampagne beinhaltete „Make America great again“. Wie groß im Sinne von machtvoll die Vereinigten Staaten sind und wie stark auch wir in Europa von amerikanischen Technologien sind, hat der Fall Huawei jüngst gezeigt.

Die Hintergründe zu dem, was geschehen ist, könnt ihr überall in den Nachrichten nachlesen. Nur so viel, um euch eventuell auf die Spur zu bringen: Im Zuge des Handelsstreits mit China hat Präsident Donald Trump den chinesischen Konzern Huawei, der a) mit der chinesischen Regierung verbandelt (sein soll) und b) den die USA bisher immer den möglichen Einsatz von Spionagetechnologien in ihren Produkten vorgeworfen haben (bisher wurden keine Beweise dazu veröffentlicht) auf eine Blacklist gesetzt.

Demzufolge darf kein amerikanisches Unternehmen Handel mit Huawei betreiben. Eine erste Resonanz aus der Order per mufti zog Google. Als amerikanisches Unternehmen stellte es die Geschäftsbeziehungen zu Huawei ein und ließ verlauten, dass Huawei für zukünftige Smartphones nicht mehr auf die Ressourcen von Googles Betriebssystem Android zugreifen könne:

Das bedeutet keine neuen Smartphones oder Tablets mit Android Betriebssystem mit den entsprechenden Google Services, wie dem Playstore, Maps, Play Protect, Gmail usw.

Interessant ist hier, ob es nicht eine Hintertür gegeben hätte. Ja, Google ist ein amerikanisches Unternehmen. Aber das ist Amazon auch. Dennoch sind nachwievor Huawei Geräte bei Amazon Deutschland zu finden. Hätte Google UK oder Deutschland nicht die Geschäfte mit Huawei weiterführen können?

Wahrscheinlich nicht, denn selbst nicht mittelbar betroffene Firmen, wie die britische ARM, die für die mobile Prozessorarchitektur lizenziert (kein Smartphone ohne ARM-Technologien) oder auch Toshiba haben die Zusammenarbeit mit Huawei eingestellt – weil man mit Technologien arbeitet, die amerikanischen Ursprungs oder Patents sind – aus Angst vor Sanktionen oder Einstellen der Geschäftsbeziehung mit amerikanischen Unternehmen.

Wo sind denn die großen Unternehmen beheimatet, die es möglich machen, dass ihr diesen Artikel lesen könnt, damit ihr täglich auf euer Smartphone schauen und in Kontakt mit euren Freunden stehen könnt?

„Das kommt doch heute alles aus China“ – „Ist doch alles Made in China“.

Nein, ist es eben nicht. Ja, viele große Konzerne lassen günstig in China produzieren und wenn ihr ein iPhone bei Apple bestellt, dann wird es euch sogar direkt aus Shenzhen geliefert – aber die Technologien in so einem Mikrocomputer, die kommen in den meisten Fällen aus den USA.

Google, Microsoft, Intel, Nvidia, Qualcomm, die Bluetooth Special Interest Group (auch wenn letztere ein Zusammenschluss diverser Unternehmen ist, so hat die BSI Group ihren Sitz in den USA), alles in den Vereinigten Staaten beheimatete Unternehmen. Ihre Produkte, ob Hard- oder Software stecken heute in fast jedem Gerät, das sich im weitesten Sinne als Computer benennen lässt.

Schnipst so ein Trump-Thanos also mit den Fingern, dann verschwindet nicht die Hälfte der Menschheit, aber die Katastrophe könnte ähnlich ablaufen.

Spinnen wir den Gedanken weiter, wie sehr wir Thano… äh Trump ausgeliefert sind. Nimmt der Handelsstreit größere Ausmaße an und wird generell ein Handelsembargo mit China angestrebt, dann …

  • gibt es auch keine Smartphones mehr von OnePlus, Xiaomi, Oppo
  • könnten amerikanische Unternehmen nicht mehr in China produzieren, ergo
  • müssten Firmen wie Apple sich andere Produktionsstandorte suchen, was deftige Einbußen in deren Gewinnmarge zur Folge hätte

Was, wenn sich ein Handelsstreit auch auf andere asiatische Märkte auswirkt? Südkorea beispielsweise.

Ja, die meisten Smartphones kommen nunmal aus dem asiatischen Raum, auch wenn sie amerikanische Technologien benutzen.

Kein Samsung mehr, kein LG, kein ASUS … was bleibt dann am Ende noch?

Nur noch Apple und Motorola? Ach halt, Motorola gehört ja mittlerweile zu Lenovo und das ist ein chinesisches Unternehmen …

Dear Mr President … leg den Streit bei, damit mein Huawei P30 Pro auch weiterhin mit Updates versorgt wird. Danke!