Vampire mit komischen Namen

Sie heißen nicht Vlad, Lestat, Louis, Victor oder Kraven. Ihre Namen wirken klingen eher wie die Gestalt gewordene Wut, die sie verkörpern. Wenn sie sich teilweise auch etwas anders schreiben. Ihre Namen sind Wrath, Rhage, Phury, Vishous, Tohrment und Zsadist – zu sechst stellen sie die letzte Bastion zum Schutz ihrer Rasse dar: Die Bruderschaft des Black Dagger. Kriegervampire, die Ihresgleichen gegen einen unheimlichen, seelenlosen Feind verteidigen. Und das alles unerkannt vor den Augen der Menschen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Klingt nach der immerwährenden Fehde zwischen Vampiren und Werwölfen. Aber Black Dagger ist anders. Mit ihrem Erstlingswerk "Dark Lover" … Vampire mit komischen Namen weiterlesen

Jessica Bird bringt’s halb

Ich weiß nicht, was passiert ist. Normalerweise brauche ich für 150 Seiten eine Woche, da ich nicht kontinuierlich durchlese, sondern mir das Vergnügen im Zug auf dem Weg zur Arbeit und zurück nach Hause gönne. Irgendwie hat mich der erste (halbe) Black Dagger Roman jedoch so gepackt, dass ich die 264 Seiten bereits nach vier Tagen durch hatte. Leider hat hier die Verlagspolitik von Heyne etwas quer geschlagen und das Original Buch "Dark Lover" in zwei Teilen herausgebracht. Die einen nennen sowas Geldmacherei, die anderen Vorsicht. Leid tragende sind aber die Leser, die mitten im Roman die letzte Seite vorfinden … Jessica Bird bringt’s halb weiterlesen

Mein erster Rollins

Auf der Suche nach weiteren Action Thriller Autoren stieß ich unweigerlich auf den Tierarzt Jim Czajkowski, besser bekannt unter seinem Pseudonym James  Rollins. Rollins schuf 2004 eine neue Actionserie mit mystischen Elementen. Die Reihe läuft unter dem Titel Sigma Force, wenn es dafür auch kein offizielles Label gibt. Einziger Wiederkennungswert auf den Titelbildern ist der griechische Buchstabe Sigma im "o"  von Rollins Namen. Die Sigma Force ist eine strenggeheime Unterabteilung innerhalb der DARPA. Diese wiederum existiert tatsächlich und ist die Defense Advanced Research Projects Agency, eine Einrichtung des amerikanischen Verteidigungsministerium zur Beschaffung und Sicherung neuer Technologien. Auf die DARPA stießen … Mein erster Rollins weiterlesen

Rätselraten bei Buchformaten

Die Politik Blanvalets in Sachen Sigma Force muss ich nicht verstehen. Leider weiß ich nicht, wie James Rollins Bücher im Original erschienen sind, kann mir aber nicht vorstellen, dass der amerikanische Verlag ebenfalls so einen Murks fabriziert hat. Der erste Roman erscheint bei Blanvalet als Jumbo Paperback. Soweit so gut. Doch der zweite ist als Taschenbuch herausgekommen. Macht sich super im Regal so mit den unterschiedlichen Formaten. Dass ab dem zweiten Band ein Fettes "Sigma Force" hinten drauf prangt, ist da noch zu verschmerzen. Aber hallo, der dritte Roman erscheint wieder als Jumbo-Paperback. Toll, ne? Aber die Krönung setzt Blanvalet … Rätselraten bei Buchformaten weiterlesen

Nur zwei Männer überlebten eine Kernwaffenexplosion auf Ground Zero

Der Eine ist Indiana Jones im vierten Film. Geschützt wird er durch einen popeligen Kühlschrank. Der Zweite heißt Major Mike O’Neal und überlebte im Gepanzerten Kampfanzug bereits zum zweiten Mal die Detonation eines Nukes in unmittelbarer Nähe. Inzwischen hab ich den "nur" 460 Seiten starken vierten Roman der Invasions-Reihe von John Ringo durch. Die Rettung setzt konsequent am dritten Roman an, was kein Wunder ist, da John Ringo ursprünglich nur eine Trilogie geplant hat. Die finale Schlacht in den Vereinigten Staaten findet in der Nähe der Stadt Franklin statt. General Jack Horner hat die GKA in ein Tal geschickt, das … Nur zwei Männer überlebten eine Kernwaffenexplosion auf Ground Zero weiterlesen

Sorry, John.

Da muss ich mich doch für die barsche Überschrift im letzten Eintrag bei John Ringo entschuldigen.Leider bestand das Nachwort zum dritten Invasions-Roman nur aus pathetischem Geschwafel ob 9/11. Erst im Nachwort zum vierten Roman erklärt er, warum von Mike O’Neal nur so wenig zu lesen ist und warum der eigentliche Angriff der GKA nicht fortgeführt wird. Ursprünglich hatte Ringo vor, eine Trilogie zu schreiben. Wegen der Anschläge zum 11. September 2001 war er jedoch ein paar Monate nicht in der Lage, weiterzuschreiben. Daher hat der Verlag nach einigen Terminverschiebungen entschieden, das Buch jetzt rauszubringen, wie es war und wo es … Sorry, John. weiterlesen

Lass ihn doch gleich ganz raus, Herr Ringo!

Es begab sich zu einer Zeit, da Außerirdische die Menschheit vor einer großen Gefahr warnten und sie um Hilfe baten. Im Gegenzug lieferten sie ihnen Unterstützung in Form von hoher Technologie. So geschehen im Auftaktband "Der Aufmarsch" von John Ringos Military-SF-Serie "Invasion." Der Held hieß in dem Roman Mike O’Neal. Während Mike O’Neal im zweiten Roman "Der Angriff" weiß Gott wo herumschwirrte, waren die Helden des gleichen gänzlich andere. Aber auch im dritten Buch, dem 776 Seiten-Wälzer "Der Gegenschlag" tritt O’Neal nur als Randfigur in wenigen Kapiteln auf. Die wahren Helden sind Col. Mitchell und die Crew eines mobilen Geschützes; … Lass ihn doch gleich ganz raus, Herr Ringo! weiterlesen

Gelesen: Weltensturm von Scott Westerfeld

»Westerfeld schreibt epische Space Operas der Meisterklasse in der Tradition von Dune« – so die New York Times über Westerfeld Roman »Weltensturm«, der in den vereinigten Staaten in zwei Teilen unter den Titeln »The risen Empire« und »Killing of worlds« erschienen ist, weil das Ursprungsmanuskript mit dem Titel »Succsession« zu lang war und keine guten Verkaufsaussichten auf einen überlangen Roman bestanden. So episch und Space Opera-lastig wie die New York Times oder Mike Resnik die Sache beschreiben, ist aber Weltensturm gar nicht. Worum geht’s? Seit 1.600 Jahren existiert ein menschlisches Imperium aus 80 Welten, das ihren Ursprung bei der alten … Gelesen: Weltensturm von Scott Westerfeld weiterlesen

Ein magisches Finale

Trudi Canavans Trilogie um den Schwarzen Magier ist eng miteinander verwoben. So sind die deutschen Titel, die außer dem mittleren kaum etwas mit den englischen Originalen zu tun haben, recht passend, denn alle drei Bücher zeichnen die Entwicklungsgeschichte von Sonea, von der aufmüpfigen Rebellin, über die scheue Novizin, bis hin zur Meisterin. Im letzten Roman "Die Meisterin" wendet sich das Blatt zwischen Sonea und dem Hohen Lord Akkarin. Während Sonea für den Mann bisher nur Hass empfunden und sich vor ihm gefürchtet hat, offenbart er ihr die Gründe für sein Tun und lässt sie an seinem bisherigen Leben teilhaben. Hass … Ein magisches Finale weiterlesen

Harry Potter lässt grüßen, Sonea

Alles hätte gut werden können. Sonea, die Magierin aus den ärmlichen Hüttenvierteln, beginnt ihre Schulzeit an der Magieruniversität der Gilde. Sie weiß, dass sie als einfaches Mädchen, ohne Herkunft von adeligem Geblüt, keinen leichten Stand haben wird, doch dass er so schwer wird hat sie sich nicht träumen lassen. Der Junge Regin setzt ihr am heftigsten zu, verspottet sie, hänselt sie und lauert ihr mit seinen Bewunderern immer wieder auf, um ihr die übelsten Streiche zu spielen. Doch damit nicht genug: Sonea, wie auch ihr Mentor Rothen und der Administrator der Gilde, Lorlen, wissen um das Geheimnis des Hohen Lords, … Harry Potter lässt grüßen, Sonea weiterlesen