Ich muss schimpfen!

Ich komme heute nicht umhin, zwei Herren an den Pranger zu stellen. Die Herren Carel Halff und Steve Jobs. Starker Tobak, oder?

Widmen wir uns Herrn Halff, seines Zeichens Geschäftsführer der Firma Weltbild. Bei seiner Firma bestellte ich Anfang des Jahres eine DVD Box, die Anfang Februar erscheinen sollte. Der Preis war heruntergesetzt, eine komplette Serienstaffel für eine Differenz von 60 Euro gegenüber den beiden Boxen für jeweils die halbe Serienstaffel. Drei Wochen nach meiner Bestellung wurde der Preis nochmals um 10 Euro gesenkt, somit 70 Euro Preisvorteil gegenüber dem Kauf der beiden Einzelboxen. In meinem Bestellstatus stand jedoch noch der alte Preis. Ich schrieb Weltbild an, wies darauf hin, dass der Preis meiner Vorbestellung gesenkt wurde und bat um Angleichung. Keine Reaktion. Selbst nach einer Woche nicht. Ich wiederholte meine Anfrage in einem etwas schärferen Ton und drohte mit Storno der Sendung. Daraufhin erreichte mich Tags drauf eine Mail, dass man selbstverständlich den Preis angleichen würde und dies auch jetzt in der Datenbank zu sehen sei.

Der Liefertermin wurde von Anfang Februar auf den 24.02. verschoben (dafür kann Weltbild nichts!). Seit dem 01.03. steht in meiner Lieferstatus-Anzeige, dass man die
Sendung DHL übergeben hätte. Bis dato erschien jedoch keine Paketnummer und eine Sendung erhielt ich auch noch nicht. Ich schrieb gestern Weltbild an und bat um Aufklärung über den Verbleib der Sendung. Heute antworte man mir, man hätte die Sendung am 01.03. DHL übergeben und ich würde sie "in den nächsten Tagen" erhalten. Komisch, wenn Amazon eine Sendung seinem Versandpartner übergibt (und das ist auch DHL) ist die Lieferung am nächsten Tag bei mir. Aber bei Weltbild benötigt DHL fast zwei Wochen? Da stimmt doch was nicht.

Der Ärger ist umso größer als das Weltbild die Sendung nun nicht an die von mir angegebene abweichende Versandadresse verschickt hat, sondern an meine Packstation. Dorthin lasse ich für gewöhnlich aber nichts mehr schicken, da die Packstation durch meinen Umzug vor zwei Jahren sich nun dermaßen weit entfernt von mir befindet, dass sich die Fahrt dorthin nicht lohnt. Jetzt darf ich 15 Kilometer quer durch Dortmund gurken, um mir mein Paket abzuholen (plus 15 Kilometer Rückweg!).

Eine Frechheit ist das, Herr Halff. Gerade in Zeiten, wo sich jede Firma rühmt, mit Qualitätszertifikat zu arbeiten.

Der Spruch "Amazon, and you’re done" kommt nicht von ungefähr. Da sollten Sie sich mal ein Beispiel dran nehmen.



Der zweite Prangerkandidat ist Steve Jobs mit seiner Firma Apple. Ich habe das Musikprogramm iTunes sehr schätzen gelernt und arbeite eigentlich nur noch damit. Nun habe ich aber vor, Musikeinkäufe per Firstgate zu tätigen, eine neue Möglichkeit, die iTunes anbietet. Ich bin den Hinweisen auf iTunes gefolgt und habe mich für Firstgate (deren Kunde ich schon seit Jahren bin) freigeschaltet. Dennoch lassen sich die Zahlungsoptionen in iTunes nicht ändern. Ich lande immer wieder auf der Firstgate-Seite, um mich freischalten zu lassen, wogegen Firstgate mir sagt, dass ich doch längst freigeschaltet bin.

Ergo schrieb ich iTunes an und beschrieb den Fehler. Außer einer automatisierten Nachricht, dass man mir innerhalb von 24 Stunden antworten würde, ist bisher nichts geschehen. Nicht nötig zu erwähnen, dass die 24 Stunden vor 24 Stunden abgelaufen sind.

So wird das nichts, Herr Jobs. Verstehen Sie jetzt, warum Ihr Busenfreund Bill Gates die Nase vorn hat, trotz aller Unkenrufe gegen Microsoft?

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