Nach der »Firefly«-Serienbox blieb nun noch der Kinofilm zur Serie übrig. »Serenity« von Joss Whedon ist im Verleih der Universal Pictures erschienen, der nach dem Einstellen der Serie den Kult derselbigen entdeckte und sich mit Whedon auf die große Leinwand wagte (»Firefly« wurde von 20th Cent Fox produziert).
»Serenity« führt die Serie an der Stelle fort, an der sie eingestellt wurde. Nun, nicht ganz. Der Film spielt etwa sechs Monate nach der letzten Episode. Die Crew um Captain Malcolm Reynolds ist wieder einmal zu einem zweifelhaften Auftrag unterwegs. Nicht mit dabei sind Inara, die sich bereits in der letzten Serienfolge zurückziehen wollte sowie Shepherd Book, der auf einer der zahlreichen Welten Missionarsarbeit leistet.
Gleich zu Beginn des Films werden einige Lücken der Serie geschlossen. Wo befindet sich das Firefly-Universum, über welche Dimensionen erstreckt es sich und wie gelang Simon und River Tam die Flucht vor der Allianz?
Auch die anderen offenen Fäden aus der Serie versteht es »Serenity« geschickt miteinander zu verknüpfen. So wird Rivers Herkunft und Natur geklärt, des Weiteren erfährt der Zuschauer, woher die kannibalistischen Reaver her stammen.
Somit stellt der Film eine Ode an die Fans da, für die die Fernsehserie viel zu schnell abgesetzt wurde. In knapp 114 Minuten bringt Joss Whedon sein Projekt zu einem würdigen und zufrieden stellenden Finale, auch wenn dabei zwei der lieb gewonnenen Charaktere ihr Leben lassen müssen. Verpackt in actionreichen und ebenso rührigen Szenen macht der Film Lust auf mehr, auch wenn wohl nach dem Flop im Kino keine Fortsetzung mehr kommen wird.
Den Fireflysong habe ich ebenso vermisst wie das Genre »Weltraumwestern«, das im Kinofilm selbst etwas zu kurz gekommen ist. Vielmehr wurden hier die Science Fiction Elemente in den Vordergrund gestellt.
Fazit: »Serenity« ist quasi eine mit Tricktechnik und mehr Action aufgepeppte 3-teilige Serienepisode, die »Firefly« den runden Schliff zum Abschluss gibt. Sehenswert nicht nur für Fans.

