Es gibt wenig gute Fantasy-Verfilmungen. Entweder platte B-Movies oder größere Streifen, die aber an den Sets sparen. Wo haben Sie je eine Fantasy-Stadt gesehen, wenn nicht in Herr der Ringe? Richtig, gibts sonst auch fast nirgends. Nur Dörfer oder Burgen.
"Es gibt nicht viele gute Fantasy Filme", sagte Oliver Naujoks noch neulich. "Daher: Zugreifen und anschauen."
Er meinte damit die Uwe Boll Verfilmumg "Die Schwerter des Königs" mit der für Boll üblichen Starbesetzung wie Jason Statham, Burt Reynolds, Ray Liotta, Matthew Lillard, Kristanna Loken sowie Ron Perlman und John Rhys-Davies.
Die Epik der Story hält sich in Grenzen: Ein Königreich wird von einem finsteren Magier bedroht, der eine Horde Tiere zu mordgierigen Kriegern macht und die umliegenden Dörfer überfällt. Ein Farmer (mit gleichem Namen) kämpft für die Rache um seine bei einem Überfall ermordete Familie und um seine verschollene Frau wiederzufinden.
Das war es. Dazwischen gibts dann drei größere Gemetzel von denen das letzte im Dunkeln und Regen stattfindet.
Ich weiß bisher nicht, wo ich die Leistung in der Regie finden soll. Das Ganze ist für mich etwas lieblos in Szene gesetzt worden, wenn auch die Schauspieler deutlich besser agieren, als in Bloodrayne. Aber irgendwie sprang kein Funke über. Und zur Krönung gab es zur Untermalung einen fürchterlich nervigen Chor, der gerade mal an zwei Stellen wirklich zur Handlung passen zu schien und ansonsten einfach überarrangiert war. Stille Szenen scheinen die beiden Komponisten nicht zu kennen.
Auf die Gefahr hin, dass ich gesteinigt werde: Eragon und Dungeons & Dragons (um mal zwei der weniger gut bewerteten Fantasy-Streifen zu nennen) haben mir wesentlich besser gefallen, als das neueste Bollwerk (Achtung, Wortspiel *g*).
Sorry, Herr Doktor, aber ich glaube aus dieser mageren Story hätte ein anderer Regisseur weit mehr rausgeholt und auch mich dann unterhalten.
Nichtsdestotrotz steht Bloodrayne 2 auf meinem Schauplan. Und Far Cry werde ich auch auf keinen Fall verpassen.

