Der Roman, an dem ich aktuell arbeite, gliedert sich in zwei größere Szenarien. Am Freitag war es soweit, dass der erste Teil abgearbeitet und in den zweiten übergleiten sollte. Je mehr ich schrieb, desto verzweifelter wurde ich, denn plötzlich wusste ich nicht, wohin mich das Ganze führen soll.
Das ist nicht zu verwechseln mit einer Schreibblockade. Ich hätte entlos weiterschreiben können, aber das Ziel vor Augen fehlte. Ich hatte zwar ein Ende vor Augen, wusste aber nicht, wie ich dorthin kommen sollte, ohne jetzt allzu platt etwas an den Haaren herbeizuzaubern oder etwas zu wiederholen, das schon oft genug zuvor geschrieben war.
Ich pausierte über das Wochenende. Heute Morgen im Bad küsste mich dann die Muse der Eingebung. Feucht und flüchtig, wie es ihre Art ist. Aber sie schenkte mir genau das, was ich brauchte. Eine Idee. Ich lächelte, rief ein Strike aus und ballte die Becker-Faust.
So ist das, wenn man hängt. In der Regel komme ich da auch wieder raus ![]()
