Jubiläum: 25 Jahre Schriftsteller

Wer auch das Blog meine Freundes Dirk van den Boom verfolgt, dürfte neulich auf einen Eintrag seiner 25jährigen Tätigkeit als Autor gestoßen sein. Ich habe mir beim Lesen nichts dabei gedacht, bis ich im Hauptberuf bei einem Meeting einem Designstudio erzählte, dass ich 1998 mein erstes Buch veröffentlicht habe.

„Oh, Jubiläum“, sagte dann der Chef des Studios. „Ich hab auch vor 25 Jahren mit dieser Firma angefangen!“

Tatsächlich. Ich habe also wirklich dieses Jahr meine 25 Jahre des freiberuflichen, schriftstellerischen Schaffens auf der Uhr. Mein erster Roman, der 1998 erschien, war ENGELSZORN im Zaubermond Verlag, den ich gemeinsam mit Dario Vandis schrieb.

Meine damals beginnende Tätigkeit wurde als „umtriebig“ bezeichnet, denn ich schrieb was das Zeug hielt und beteiligte mich in jedem der gängigen Kleinverlage an den dort veröffentlichten Serien: Dämonenkiller bei Zaubermond, Rettungskreuzer Ikarus bei Atlantis, Ren Dhark Projekt 99 im Mohlberg Verlag, Professor Zamorra bei Bastei, Raumschiff Titan bei Blitz, Caine – Der Dunkle Prophet im Basilisk Verlag, das Volk der Nacht bei Zaubermond und im Selbstverlag und Druck brachte ich damals als Heftromanreihe meine Serie DUST heraus.

2004 erhielt ich dann die Gelegenheit etwas komplett Neues und Eigenes zu schaffen, als die Romantruhe, die bis zu dem Zeitpunkt nur als Händler aufgetreten war, sich ins Verlagsgeschäft vorwagte. Man trat an mich heran, eine Vampirserie mit einer weiblichen Hauptfigur zu entwerfen. Geboren war Vampir Gothic zu dem ich zehn Romane schrieb.

Gleichzeitig durfte ich meine SF-Serie BOUNTY unter dem Namen LEX GALACTICA ebenfalls in der Romentruhe veröffentlichen und meine drei bereits geschriebenen Storys in Buchform sehen.

2010 kam dann ein Wendepunkt. Die Vampire hingen mir zum Hals heraus, ich schrieb den letzten Roman WELTENRISS in der Reihe Vampir Gothic und widmete mich dann etwas völlig Neuem: einem High-Tech-Thriller im Stil der Serie Alias und der James Bond Filme. Ich wollte „Achterbahnlesen“ haben, Actionkino für den Kopf. Das hing sicherlich auch damit zusammen, dass ich zu der Zeit einige Dan Brown Romane und die von Matthew Reilly verschlungen habe.

Den Anfang machte ein Episoden-Roman um meinen Helden Mark Jedediah Vigilante. Ein Jahr, nachdem ich DAS VIGILANTE PRINZIP als Self-Publisher bei Amazon herausbrachte, schrieb und veröffentlichte ich KALTE SPUREN, den ersten Hannigan Roman, im Atlantis Verlag.

Aus hauptberuflichen Gründen konnte ich nun nicht mehr so viel schreiben, dazu fehlte nicht nur die Zeit, sondern auch die Energie. Immerhin waren in den folgenden Jahren 3 weitere Hannigan-Romane sowie zwei folgende Vigilante-Romane drin. DUST erfuhr inzwischen im Atlantis Verlag eine Neuauflage, nachdem zuvor der Story2Go-Verlag meine Hefte in Ebook-Form veröffentlicht hatte.

Der Wendepunkt folgte dann 2019. Durch eine berufliche Veränderung wurde die Last von Personal- und Umsatzverantwortung von mir genommen. Ich sammelte mich erneut und begann neu zu konzipieren. Zunächst ging es im Hanniganverse weiter. Mit DAS VIGILANTE KOMPLOTT erschien der letzte Vigilante-Roman, der gleichzeitig den Beginn der Serie SWORD markierte. Mit SWORD kehrte auch die Lust zurück, an Hannigan weiterzuarbeiten, da ohnehin alles im selben Serienuniversum spielt.

Von 2020 bis heute schrieb ich einen Vigilante-, 18 SWORD und einen Hannigan-Roman. In Zeichen mit Leerzeichen ausgedrückt sind das 5.140.340. Nochmal zum Mitschreiben: Fünf Millionen einhundertvierzigtausend dreihunderundvierig.

Das sind in etwa 2.855 Manuskriptseiten. Hinzu kamen noch drei Romane der neuen Reihe DIE FLAMME VON ETAN, die noch einmal 1.636.710 Zeichen oder gut 900 Manuskriptseiten einnehmen.

Ich werde oft gefragt: Wann schreibst du das alles?

Nun, eine Menge schaffe ich morgens, bevor ich ins Büro fahre. Ich stehe jeden Werktag um 6:15 Uhr auf, sitze ab 6:30 Uhr am Rechner, ziehe Kopfhörer auf, genehmige mir einen heißen Kaffee und lege bis 7:30 Uhr los, ehe ich mich fertig mache und ins Büro fahre. In dieser Stunde entstehen je nach Knutscherei der Muse zwischen 5.000 und 8.000 Zeichen. Je nachdem wie viel Lust und Energie ich noch am Abend nach Feierabend habe, schreibe ich auch hier noch einmal die gleiche Summe, sodass ich, wenn es gut läuft auf 10.000 – 15.000 Zeichen am Tag komme. Dazu gesellen sich noch die Wochenenden, vornehmlich der Samstagmorgen, an dem ich auch noch einmal etwas in die Tastatur hämmere.

25 Jahre – und wie sieht der Plan aus?

Aktuell schreibe ich nach dem dritten Roman um DIE FLAMME VON ETAN wieder an der SWORD-Reihe weiter. Die vierte Staffel umfasst wieder sechs Romane, von denen bisher noch keiner wirklich inhaltlich geplant ist. Will sagen: Ich schreibe mal wieder einfach drauflos.

Auch die Titel stehen diesmal noch gar nicht fest. Bisher habe ich mit STYLEZ 3.0 nur einen für den ersten Roman, der in dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, zur Hälfte geschrieben ist.

Wenn ich die vierte Staffel von SWORD im Kasten habe, widme ich mich wieder DER FLAMME VON ETAN. Da brennt es mir richtig unter den Nägeln und ich will das weiterführen.

Ein weiterer HANNIGAN-Roman steht auch auf meinem Zettel. Ursprünglich hatte ich mal sieben Romane geplant, von denen fünf geschrieben wurden.

Es ist also noch genug Stoff vorhanden, der niedergeschrieben werden will.

In diesem Sinne werde ich jetzt an dieser Stelle auch abbrechen, denn Frau Collier wartet auf dem Mond auf mich und muss schwierige Verhandlungen führen …

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