Mark Zuckerberg hat auf den Tag genau vier Jahre nach dem Rauswurf Donald Trumps von Facebook nun eine große Ankündigung zur Faktenprüfung gemacht. Mit seinen Worten kriecht er dem nun bald wieder amtierenden US-Präsidenten so tief in den Allerwertesten, dass einem allein bei dem Gedanken übel wird.
Nach Trumps Aufruf zur Stürmung des Kapitols vor vier Jahren zog Meta die Konsequenzen und verbannte Trump von seinen Plattformen, ebenso wie Twitter es tat.
Doch wie die Fahne im Wind dreht sich Zuckerberg jetzt und öffnet Hassreden, Rassismus und vor allen Dingen Fake News Tür und Tor auf seinen Plattformen. Denn die Faktenchecks durch externe Prüfungen fallen demnächst unter den Tisch. Vielmehr sollen „Community Notes“ dazu beitragen, dass Falschinformationen richtiggestellt werden.
Ihr wisst, wie das läuft. Wer eine der Plattformen als Newsquelle mit einbezieht, wird oft nur die Headline lesen und sich nicht um die Kommentare kümmern. Das, was derzeit auf dem ehemaligen Twitter (ich weigere mich den unsinnigen Einzelbuchstaben zu nennen, den Herr Musk für sich proklamiert) passiert, wird demnächst auch auf den Meta-Plattformen wieder vermehrt und verstärkt Einzug erhalten.
Ich trage sehr dick auf, wenn ich gehässig sage: Wer jetzt noch Twitter unterstützt, der wählt auch eine Partei, deren Abkürzung ich hier nicht nennen mag, die aber brauner als die Kloake ist, die sie verbreiten – ja, das ist schon extrem spitz und verschärft ausgedrückt, soll aber zum Nachdenken anregen, warum sich überhaupt noch jemand auf Twitter tummelt und nicht wie alle Vernunftbegabten sich von diesem rechtsextremen Schmand abwendet und klare Zeichen setzt. Das gilt auch für unsere Politiker und für unsere Medien, die Musks Hassbude und Fakenewsschleuder jetzt noch durch aktive Konten unterstützen.
„Ich hab da noch einen Account, gucke aber nicht rein“, zählt da nicht als Ausrede.
Handeln!
Das gleiche Spielchen gilt jetzt für Facebook, Instagram und Threads, denn die drei Plattformen (die längst kartelltechnisch hätten zerschlagen werden müssen!) sind Informationsportale, in die durch „gesponsorte Beiträge“ und „Anzeigen“ und „Empfohlene Beiträge“ immer wieder ungewollte desinformierende Nachrichten in die Timeline gespült werden, die jetzt nicht mal mehr geprüft werden.
Meinungsfreiheit ist eine Sache. Bewusste Desinformation, Falschaussagen und verkappte Verschwörungstheorien sind aber kein Bürgerrecht, sondern eine beschissene Straftat. Aber wo kein Kläger, da kein Richter.
Angesichts dessen appelliere ich auch an euren gesunden Menschenverstand – trennt euch von diesen sozialen Medien. Wenn ihr mit anderen kommunizieren wollt, gibt es immer noch genug Alternativen – und selbst, wenn es ein Forum ist, in dem man sich wieder zusammen einfindet.
Ich habe jedenfalls die Reißleine gezogen und meine Konten bei Facebook, Instagram und Threads nun aufgeben. Die Arschkriecherei Zuckerbergs und seine Angst jetzt Trump erneut ein Dorn im Auge zu sein, ist mir zuwider. Allein das schon hätte gereicht, aber die Verbreitung von Portalen, in denen jeder ungezwungen und vor allen Dingen ungestraft Lügen und Hassreden verbreiten und Desinformation streuen kann, werde ich nicht unterstützen!
Es gibt keinen Grund und keine Ausrede, sich jetzt dort noch zu tummeln.
Falls euch meine Worte nicht reichen, habe ich euch entsprechende Beiträge von Menschen, die sich seit Jahren mit sozialen Medien beschäftigen, zusammengestellt.
Zum Lesen habe ich hier einmal die fachliche Expertise von Gavin Karlmeier, der mit seinem Podcast „Haken dran!“ bereits den Niedergang von Twitter täglich (!) dokumentierte:
https://gavinkarlmeier.medium.com/zuckerberg-schiebt-facebook-und-instagram-n%C3%A4her-zu-trump-5889207ad85a
Die entsprechende Podcast-Epsiode von „Haken dran!“ könnt ihr euch hier:
https://hakendran.podigee.io/381-zuckerberg-schiebt-meta-zu-trump-mit-frederik-von-castell
anhören. Oder ihr sucht in der Podcast-App eures Vertrauens nach dem Podcast „Haken dran!“
Den ausufernden Rant von Sascha Pallenberg (sorry, Palle!) findet ihr hier:
Viel Emotion bei Sascha, aber er hat nunmal recht.
Falls ihr mich in anderen sozialen Medien sucht, ich bin derzeit bei Bluesky unterwegs. Ihr findet mich dort unter dem Handle: @jedvigilante.bsky.social

Ein Gedanke zu “Warum ihr mich auf Facebook, Instagram und Threads nicht mehr findet”