Mit Tinnitus zu Vampiren und Rettungskreuzern – ein Conbericht

Frisch zurück aus Köln.
In der Regel fahre ich zu Cons, um die Leute, die ich kenne, wiederzusehen und neue Leute kennenzulernen. Am Programm selbst liegt mir normalerweise nicht so viel. Das war heute anders, denn heute hatte ich selbst einen Programmpunkt.

Das dürfte mein erstes Panel seit dem Trinity-Con 1999 in Dortmund gewesen sein, auf dem ich mit Dario Vandis über die Fortführung der neuen Dorian Hunter Abenteuer referiert habe.

Aber von vorn: Harald Rosenkranz aka Hector Landers war so freundlich Annukka und mich am Flughafen in Dortmund aufzulesen. Gegen 09:00 Uhr ging es los über die A1 nach Köln. Ein paar Baustellen und etwa eine Stunde später befanden wir uns auch bereits im Zeichen des Doms. Mit Hilfe modernster Technik und mobilen Internets nochmals kurz die Website des Colonia Cons gecheckt und den Anfahrtsweg überprüft. Doch einmal verfransen muss man sich einfach mal – zumal irgendwie alle Wege zur Kölnmesse führen.

Gegen 10:30 Uhr, also pünktlich zur Eröffnung des Cons, waren wir vor Ort! Jaja, ich weiß, das gab es noch nie. Normalerweise werden Wetten auf mich abgeschlossen ob ich vor 15 Uhr oder erst nach 16 Uhr eintreffe 😉 Diesmal gings aber nicht, da ich bereits um 11 Uhr den Programmpunkt hatte.

10:45 Uhr: Achim Mehnert hält die Eröffnungsrede, die allerdings nicht so flammend war, wie der Programmtext im Vorfeld versprochen hatte. MEHR FEUER, ACHIM!

11:00 Uhr: Dirk van den Boom hat wie versprochen seinen Laserbeamer mitgebracht. Und seinen Laptop. Das war nicht abgesprochen. Denn dann hätte ich mir das Herumschleppen, des eigenen ‚Schlepptops‘ sparen können. Im Vertrauen erklärte mir Dirk: »Du, Martin, ich muss dir was sagen. Mein Beamer und mein Laptop gehören zusammen.«

Wir starteten pünktlich. Dirk legte vor, ich durfte dat Knöppsche an seinem Laptop zum Weiterschalten der Rettungskreuzer Ikarus Präsentation drücken. Es gibt Menschen, die können mit Dirks Moderationen nichts anfangen, ich dagegen liebe sie: Dirk van den Boom hat das Format eines Harald Schmidt mit noch mehr Elan und Power.

Nahtlos ging es zum Vampir Gothic-Panel über. Dirk und ich wechselten die Plätze und er durfte nun an meiner Präsentation dat Knöppsche drücken, leider nicht immer rechtzeitig, bzw. zweimal auch zu früh, aber gut, konnte er nicht wissen. Ich weiß nicht, wie meine Präsentation rüber gekommen ist, da ich mit dem Tinnitus auf dem linken Ohr kaum meine eigene Stimme höre und es ungewohnt war, so zu moderieren. Aber ich vertraue mal auf die Stimmen, die mir sagten, es wäre gut gewesen.

Nach dem Panel war erst einmal Sichtung angesagt. Und natürlich Treffen von alten Bekannten. Guido Latz vom Atlantis Verlag, Heinz Mohlberg vom gleichnamigen Verlag, Joachim Otto, Werner Kurt Giesa, Norbert Seufert, Christian Spließ, Andreas Balzer, Alfred Bekker, Ralf Zimmermann, Achim Mehnert, Claudia Kern, Volker Krämer, Gunther Arentzen, Des Romero, Walter Appel, Uwe Köhl und und und … besonders gefreut hat mich, Dennis Rohling vom Label Hörplanet, das die Hörspiele zu Rettungskreuzer Ikarus produziert, vis-à-vis kennenzulernen. Der Mann ist einfach gut drauf!

Neben dem üblichen Smalltalk besuchte ich noch das Rex Corda-Panel, Walter Appels Vorstellung der Serie Gentec-X, Des Romeros Programmpunkt zur Serie Höllenjäger und natürlich das Panel zu Professor Zamorra.

Die Neuigkeiten, zumindest wie sie mich betreffen, in Kürze:
– »Montreal« ist ein Einzelroman zur Serie Professor Zamorra
– ich habe Heinz Mohlberg einen Rex Corda-Roman versprochen
– zu Vampir Gothic ist ein Hörbuch in Planung
– der bisher noch nicht preisgegebene Titel für Band 8 von Vampir Gothic wird »Die Namenlose« lauten
– Vampir Gothic 1 geht in die dritte Auflage
– Vampir Gothic 2 befindet sich jetzt in der zweiten Auflage
– Vampir Gothic 4 erscheint Mitte Juni

Kurioses am Rande:
– Ein nicht namentlich genannter Verleger huschte zwischendurch mal mit leeren Händen auf die Toilette und kehrte mit einem Becher Wasser wieder zurück, was zu wilden Spekulationen führte.
– Walter Appel besitzt noch immer kein Navigationssystem im Auto und hat sich gründlich verfahren
– Dirk van den Boom kauft immer noch bei Robert Vogel DVDs und wird arm dabei
– Oliver Naujoks war nicht da (Hm …)
– Ralf Zimmermann war schon um 10:05 Uhr sichtlich mit den Nerven runter.
– Es wurde zu wenig Senf eingekauft
– Vegetarier haben beim Colonia Con schlechte Karten
– Der Hiptop hat eine kleinere, benutzerunfreundlichere Tastatur als der Ogo – dafür aber die bessere Web-Darstellung

Gegen 19 Uhr verließen Harald und ich das Congelände (Annukka war bereits am Nachmittag aufgebrochen, ich hoffe, nicht aus purer Langeweile) und fuhren zurück Richtung Dortmund. Herzlichen Dank fürs Mitnehmen, Harald. Dank an Dennis für Holgers Weltreisen (mein Sohn wird sich freuen!) und für Fragmente! Danke, Dirk! Für den Beamer. Danke Annu, für die Cola. Und danke ans Veranstaltungsteam!

Die Fotos stammen von Dirk van den Booms Hiptop. So hip ist das Gerät allerdings nicht, da die eingebaute Kamera kein Blitzlicht besitzt, sodass sie vor Unschärfe glänzen. Zu sehen sind Dennis Rohling (Hörplanet), Guido Latz (Atlantis Verlag) und meine Wenigkeit. Das letzte Foto ist von Norbert Seufert und zeigt wieder einmal den strahlenden Effekt der Westen des Rettungskreuzer Ikarus Teams.

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