Hotel Ibis – kein Luxus, den man sich leisten sollte


Ich war die letzten zwei Tage geschäftlich in Kelsterbach und verbrachte eine Nacht im Hotel Ibis. Da es sich um eine Firmenveranstaltung handelte, kann ich mir die Unterbringung nicht aussuchen, sondern muss damit vorlieb nehmen, was man für mich bucht.

Beim Mietwagen hatte ich da noch die volle Kontrolle. Oh ja 😉 Gebucht war Golf-Klasse mit Navigationssystem. Da kein Fahrzeug dieser Kategorie verfügbar war, gab es von der Mietwagenfirma ein nettes Upgrade auf einen Mercedes E-Klasse – zum Preis der Golf-Klasse natürlich. Als erklärter Mercedes-Gegner wurde ich dann doch positiv von dem Gefährt überrascht. Mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche hätte ich den Wagen glatt gekauft, aber daran mangelt es. Schönes Fahrgefühl jedenfalls. Tatsächliche 160 km/h kommen einem wie läppische 80 km/h vor und man wundert sich, warum man so schnell am Ziel ist. Nässe-, Helligkeits und Annäherungssensoren machen einfach Spaß. Der kleinste Regentropfen auf der Windschutzscheibe löst automatisch den Scheibenwischer aus. Bei Dunkelheit und starkem Lichteinfall durch Scheinwerfer von hinten, blenden Innen- und Außenspiegel automatisch ab, die Einparkhilfe weiß man bei einem Wagen mit diesen Dimension schnell zu schätzen.

Ein Graus war dagegen das Hotel. Für 20 Euro die Übernachtung hätte ich nicht gemeckert, aber bei 72 Euro plus 9 Euro fürs Frühstück, hört der Spaß auf. Ein Bad, gerade mal größer als eine Telefonzelle, kein Fön, keine Minibar, ein alter Holzstuhl als einzige Sitzgelegenheit, keine Getränkeautomaten. Sie werben groß mit »klimatisiert«, aber eine Air Conditioning brauche ich im Oktober nicht wirklich. ‚Ne kalte Cola hätt’s aber getan, wenn man abends keine andere Einkaufsmöglichkeit mehr hat.

Der Helge Schneider-Ersatz an der Rezeption war auch nicht gerade eine Aufmunterung und die Parkplätze auf einem verwilderten Gelände auf der gegenüberliegenden Straßenseite machten keinen Vertrauen erweckenden Eindruck. Gerne denke ich da an meine Unterbringung im Hotel an den Grugahallen in Essen im letzten Jahr zurück. Das hatte wenigstens Klasse.

Bei aller Meckerei über das Hotel konnte ich außer der Fahrt auch mit dem Meeting selbst zufrieden sein. De facto haben sich die zwei Tage auf jeden Fall gelohnt!

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