Nein, nicht was Sie jetzt vielleicht denken. Mein Schwarm braucht weder Aus- noch Halbzeit. Gemeint ist Frank Schätzings »Der Schwarm«, das Buch, das ich seit einigen Monaten (meine Güte, ist es wirklich schon so lange her, da ich es anfing?) lese. Ich bin mittlerweile bei Seite 500 und habe damit die Hälfte des Romans durch. Zeit, um vielleicht schon mal eine Zwischenmeinung abzugeben.
Schätzing nimmt sich nicht nur sehr, sehr viel Zeit, seine Story einzuführen, sondern packt diese Zeit auch noch bis oben hin zu mit wissenschaftlichen Details. Für Unterhaltungslektüre ist es aus meiner Lesersicht aber nicht notwendig, bis ins Detail jeden noch so kleinen Vorgang durchzukauen. Das bremst die Handlung aus und liest sich streckenweise sehr zäh. Nach 500 Seiten verstehe ich die Leute nicht, die das Buch quasi an einem Wochenende (ja, die gibt es!) oder auch nur in einer Woche durchgelesen haben. Die Sogwirkung bleibt für mich da vollkommen aus. Dennoch ist der Roman insgesamt flüssig und interessant geschrieben, sodass zu keiner Zeit der Anubis-Effekt beim gleichnamigen Roman von Wolfgang Hohlbein auftreten konnte. Dort nämlich hatte ich die Nase nach achtzig Seiten gestrichen voll, dass ich das Buch wieder vertickt habe.
Irgendjemand meinte neulich,
»Der Schwarm« lese sich auf den ersten 500 Seiten zäh, aber danach wird es viel besser. Na, dann schauen wir mal, wie es jetzt weiter geht. Ich hoffe eigentlich immer noch, dass ich ihn bis Weihnachten durchhabe.