Spiderman 3 war der erste der drei neuen Sam Raimi Filme um die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, den ich vor dem DVD-Release im Kino gesehen habe.
Nachdem mir Teil 2 besser als Teil 1 gefallen hat, habe ich meine Erwartungen an den dritten Teil dennoch stark zurückgeschraubt. Warum?
Nun, das lag sicherlich an der Thematik und der Einfallslosigkeit gegenüber ähnlichen Superheldenfilmen. Irgendwie erinnerte mich alles Stark an Superman.
Im ersten Fim »Superman – The Movie« gab es die Vorstellungsrunde. Im zweiten Film eine Bedrohung bei der Superman seine Kräfte verlor und im dritten Film wurde er böse.
Bei Spiderman schien sich alles zu wiederholen. Teil 1 die Einführung, in Teil 2 verlor er seine Kräfte und in Teil 3 kommt eine dunkle Seite zum Vorschein.
Nichtsdestotrotz wurden meine Erwarungen gestern Abend schließlich übertroffen und ich habe mich gut unterhalten. Die Handlung wie üblich mit ein wenig Gefühl gewürzt, das Drama um verkannte Existenzen, die aus irgendeinem Grund plötzlich über Superkräfte verfügen und diese dann zu ihrem Vorteil und zum Bösen einsetzen. War es in Teil 2 Doc Oc, so kämpft Spiderman im dritten Film gleich gegen drei Schurken: Der neue Grüne Kobold, der dem tragischen Schicksal seines Vaters folgt, der Sandman, der eigentlich nur seine totkranke Tochter retten will und Venom, der eigentlich nur seiner Flamme imponieren wollte.
Alles in allem bietet Spiderman 3 einen heißen Actionmix mit einigen ruhigen Szenen und nie dagewesenen Passagen an Special Effects. Sei es die schnelle Verfolgungsjagd zwischen Spiderman und dem grünen Kobold oder ein außer Kontrolle geratener Kran, der einen Stahlträger durch ein Gebäude schmettert. Dazu eine gehörige Portion Witz, ausgehend von der unfreiwilligen Komik des Jonah J. Jameson, grandios dargestellt von J.K. Simmons – die rolle des cholerischen Chefredakteurs des Daily Bugles konnte man nicht besser besetzen.
Apropos besetzen: Gerade bei den weiblichen Hauptrollen hatte das Casting Studio nach wie vor keine glückliche Hand. Während ich mit Kirsten Dunst als Mary Jane Watson schon von Anfang an unglücklich war und sich dies in drei Teilen um keinen Deut gebessert hat, musste Gwendoline Stacy, mit der Peter Parker in den Comics auch eine Zeitlang liiert war, von Bryce Dallas Howard als blondes Dummchen dargestellt werden – völlig deplatziert.
Interessante Gastauftritte gab es durch James Cromwell, Theresa Russel und Bruce Campbell, der als französischer Ober eines exquisiten Lokals eine amüsante Slapstickaufführung zum Besten gab.
So gut mir Spiderman 3 auch gefallen hat, ich ertappte mich nach dem Verlassen des Kinos an den Teasetrailer zu Stirb Langsam 4.0 zu denken – da freue ich mich schon richtig drauf! 🙂

