Die Mühlen der Gerichtigkeit mahlen langsam …

… aber sie mahlen immerhin. Dieser Tage ist der berüchtigte Abmahn-Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth zu einer halbjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Von Gravenreuth hat in den 90ern die Interessen einer Firma vertreten, die sich den Begriff ‚Explorer‘ haben schützen lassen und Lizenzgebühren von jedem verlangte, der den Begriff in irgendeiner Form im Internet benutzte. Auch wenn letztendlich Privatnutzer keine Lizenzen zahlen mussten, kosteten die Abmahnschreiben selbst schon ein Heidengeld.

Weiters soll von Gravenreuth unter falscher Identität junge Leute dazu geködert haben, lizensierte Produkte zu tauschen. Sobald jemand auf den Tausch einging, folgte eine Abmahnung.

Hat hier nicht die Justiz eher versagt? Ist Anstiftung zum Verbrechen nicht selbst strafbar?

Wie heißt es so schön: Die Justiz mag blind sein, aber sie kann im Dunkeln sehen. Recht so. Ich hoffe, wir hören nie wieder etwas von diesem Mann.

Näheres über die Anklage unter anderem bei Heise Online.

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