"Die sind mir da alle zu schnell und hektisch", sagte letztes Jahr mal Marc "Dr. Paynehill" Wehberg in Bezug auf eine Online-Partie von Unreal Tournament. Recht hatte er. Ich hab es versucht und keine Schnitte gehabt. Die anderen Game waren einfach besser.
Seit ich mich auf der X Box 360 in Unreal Tournament III eingespielt und meinen Lieblingslevel "Facing Worlds" schon bis zum Erbrechen gegen den Computer mit 16 KI-Gegnern gespielt habe, dachte ich mir, es wird mal Zeit, das auch gegen Online Gamer zu versuchen. Immerhin hatte ich bei Battlefield Bad Company schon einige Kills vorzuweisen, warum nicht auch bei UT.
Die ersten Partien waren eher ernüchternd, auch wenn ich mich selbst schon etwas besser anstellte, als bei dem alten UT.
Heute gelang es mir dann, aus einer Deathmatch Partie als Sieger hervorzugehen. Gegen 20 Online-Mitstreiter trat ich an Bord eines Containerschiffes im Nordpolarmeer an. Während Wind und Schnee um mich herumtanzen werfe ich mich mit der Flakkanone und dem Link-Gewehr ins Gefecht und rase durch die Meute.
Am Anfang lege ich gut los, dann werde ich schwächer und immer wieder selbst erschossen. Als dann die freundliche Computerstimme vermittelt "Noch ein Kill verbleibt", denke ich mir, dass ich doch ziemlich gut mitgemischt habe, wenn ich auch nicht gewinne.
Die Flakkanone beendet das Leben eines Mitspielers und kurz darauf heißt es: "Du gewinnst das Spiel."
Was? Ich???
Tatsächlich. Der anschließenden Auswertung nach habe ich 40x meine Mitspieler über den Jordan geschickt, bin allerdings selbst auch 37 x draufgegangen. Macht nix. Sieg ist Sieg!
Yeah!
