Amazon and you’re done – or not


Sie bestellen bei Amazon? Prima.
Sie wollen aber auch von Amazon beliefert werden? Nicht immer einfach.

Amazon hat sich zu einem riesigen Marktplatz von Drittanbietern entwickelt, auf dem es nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich ist, wer was wann wo liefert.

Sie werden sagen, das ist Ihnen gleichgültig?
Aber was ist mit der Garantie? Der Qualität?

Wenn Sie bei Amazon einkaufen und eine Reklamation haben, können Sie diese dort bequem abwickeln. Haben Sie aber bei Hans-Franz gekauft, könnte es schwierig werden. Wenn Sie bei Quelle, Neckermann oder Otto bestellen, wollen Sie ja auch von dort beliefert werden, oder nicht?

Hinzu kommt, dass der Einkauf bei Amazon direkt einige Vorteile bietet:

– schnelle Lieferung
– ab 20 Euro (oder knapp darunter) versandkostenfreie Lieferung
– Sie sammeln Paybackpunkte? Unbedingt die Amazonseite über payback.de ansteuern, denn dann gibt es für jeden Kaufeuro einen Paybackpunkt. Das ist auf Dauer gesehen bares Geld.

Leider ist die Suchfunktions- und Produktanbiet-Politik von Amazon schwammig bis undurchsichtig. Vermutlich ist alles so automatisiert und nicht so sauber programmiert, dass folgende Fehler auftreten:

1. Sie suchen ein Produkt und finden es zu einem Preis eines Drittanbieters, der aber höher angesetzt ist, als der Amazon-Preis selbst. Das geht so nicht! Entweder sollte auf der Produktseite Amazon stehen oder der günstigste Anbieter, aber nicht ein x-beliebiger, der auch noch teurer ist. Das verwirrt die Kunden nur, lässt sie entweder unachtsam teurere Produkte bestellen oder versehentlich von einem Drittanbieter oder ganz vom Kauf zurückschrecken.

2. Sie wollen aus den vorgenannten Gründen bei Amazon direkt bestellen, aber Amazon hat das Produkt gar nicht im Sortiment? Auch das ist nicht zwangsläufig gesagt. Beispiel: Sie geben in die Suchmaske USB Stick ein, filtern danach nach Hersteller, z.B. SanDisk und dann nach Anbieter. Sie werden feststellen, Amazon taucht in der Liste gar nicht auf. Ergo schlussfolgern Sie, dass Amazon selbst keine SanDisk Speichersticks anbietet. Richtig?

Weit gefehlt. Setzen Sie nämlich zuerst den Suchfilter auf Anbieter und wählen Amazon aus und anschließend filtern Sie nach SanDisk Produkten, werden Sie feststellen, dass Amazon sehr wohl auch SanDisk Speichersticks verkauft. Wären Sie darauf gekommen?

Oder ein anderes Beispiel. Sie suchen die neue Netbook-Reihe von MSI, klicken auf die Kategorie Computer, dann auf Netbooks und lassen sich alle Netbooks vom Hersteller MSI anzeigen. Das U110, U115 und U120, die drei Geräte der neuen Generation tauchen dort nicht auf. Also gibt es die nicht bei Amazon?

Wieder falsch. Geben Sie in die Suchmaske U110 ein, finden Sie das Netbook unter der Kategorie Elektronik und Foto. Das passt wiederum nicht.

Damit vergrault man Kunden, denn die haben nicht endlos Zeit, sich durch alles durchzuwurschteln und endlos zu wühlen, bis sie das Gesuchte gefunden haben.

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