Wenn Neues schnell ausläuft


Im März war er in Deutschland erhältlich: Der Sony Reader PRS-505. Für 299 Euro konnte man ihn bei Libri, Thalia oder der Mayerschen Buchhandlung kaufen.

Inzwischen ist der Preis gefallen und er geht für 249 Euro über die Ladentheke. Ein Schnäppchen? Oder sollte man lieber warten?

Im Gegensatz zu manch anderen Geräten ist der Sony PRS-505 recht schwer (250 Gramm) und langsam beim Umblättern von Seiten. Und die Preissenkung nach vier Monaten wirft ihre Schatten voraus, denn der 505 ist ein Auslaufmodell.

Für den Herbst hat Sony bereits zwei neue Geräte angekündigt. Den PRS-300 mit einem 5" Display, nur 220 Gramm Gewicht und einer Preislage von um die 200 Euro und den PRS-600, der voraussichtlich einen Touchscreen haben wird.

Nach einigen informativen Diskussionen mit meinem Verleger Thomas Knipp von story2go und meinem Interesse, in naher Zukunft auch selbst Ebooks zu lesen (ich verweise hier auf meinen Blogeintrag aus März des Jahres und muss an dieser Stelle anfügen, dass die Verlage sich stellenweise mittlerweile dazu durchgerungen haben, Ebooks ca. 20% günstiger als das Gedruckte Werk anzubieten (wenn es auch noch Ausnahmen gibt)), habe ich mich für das neue Lesegerät von dem französischen Hersteller Bookeen entschieden. In Deutschland ist es zurzeit noch nicht erhältlich, was sich aber diesen Monat ändern soll. Die unverbindliche Preisempfehlung Bookeens selbst liegt bei 249 Euro, also dem gleichen Preis für ein Neugerät, was derzeit der Sony Reader kostet.

Vorbestellbar ist das Cybook Opus genannte Gerät derzeit bei buecher.de oder bol.de – allerdings hat BOL den um 25 Euro günstigeren Vorbestellertarif heute wieder auf die unverbindliche Preisempfehlung hochgesetzt. Wer hier in der letzten Woche schnell war, wird das Gerät zu dem günstigeren Preis bekommen.

Was wir wohl in nächster Zukunft nicht erwarten dürfen, ist ein Amazon Kindle in Deutschland. Denn dieses Projekt scheint an den überzogenen Forderungen der Mobilfunkprovider erst einmal gescheitert zu sein. Da Vodafone jedoch einen eigenen E-Reader auf den Markt bringen wird, der mit Büchern über 3G (UMTS) gefüttert wird, könnte es natürlich sein, dass T-Mobile um der Konkurrenz Willen dazu bemüßigt fühlt, das Angebot an Amazon zu revidieren und evtl. doch noch mit dem Online-Händler ins Geschäft zu kommen.

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