… gibt man die Schuld einfach … nun, dem Vulkan.
Ja, für manche ist so ein Ereignis wirklich ein gefundenes Fressen.
Eine Ägypterin meinte heute, sich für die verspätete Lieferung von Dokumenten entschuldigen zu müssen, aber wie wir ja alle wüssten, gibt es da diese besonderen Umstände eines Vulkanausbruchs auf Island, der Tonnen von Rauch in den Himmel gepustet hat und alle europäischen Flughäfen wären ja geschlossen, somit stünden die Aussichten, die Dokumente zu erhalten momentan schlecht.
Dumm nur, dass die Dame von Dokumenten spricht, die bereits vor dem 26.03.2010 hätten vorliegen müssen.
Es ist schön, wenn Dienstleister ihre Kunden informieren, dass es Lieferverzögerungen wegen der aktuellen Vulkanlage geben kann. So habe ich heute von Amazon eine Nachricht bekommen, dass meine Lieferung XXX sich aufgrund der Vulkanereignisse verzögern könnte.
Die Lieferung wurde am 14.04. von einem Drittanbieter verschickt und traf am 15.04. wohlbehalten bei mir ein :o)
Irgendwann merken die Gefrusteten dann, dass so ein Vulkan sich nicht wehrt, dass er sich nicht duckt, nicht heult, nee, der steht einfach stoisch da und macht was er will. Rauchen oder nicht. Also muss ein anderer Schuldiger her. Die Bewohner Islands vielleicht?
Und schon kommen die wütenden Leute auf die Idee eine gigantische Rauchwolke mit Hilfe all ihrer PKWs zu erzeugen und diese dann nach Island rüberwehen zu lassen.
Oh ja, Rauch für Island statt Brot für die Welt!
Denn Island ist jetzt um einiges an Rauch ärmer.
Öffnen Sie das Fenster, zünden Ihre Zigarette an und blasen den Rauch nach draußen. Rauch für Island! Da tut man was.
Willkommen im größten Kindergarten des Universums – auch Erde genannt.
