Aktuell lese ich den zweiten Roman der Millennium-Trilogie und weiß jetzt schon, dass es mein letzter sein wird. Ich werde mir den dritten Roman nur noch als Film ansehen, dafür aber sowohl in der schwedischen als auch in der amerikanischen Version.
Warum? Ich hatte bereits zum ersten Roman angemerkt, dass er gut um die Hälfte kürzbar und dadurch lesbarer geworden wäre. Die ausschweifende Erzählweise Larssons führt auch im zweiten Roman eher zu Langeweile. Zwar merkt man nach 150 Seiten, dass es einen Faden gibt, der interessant werden könnte, aber zunächst muss man sich in aller Ausführlichkeit die sexuellen Gelüste und Triebe der Protagonisten erklären lassen. Lisbeths bisexuelle Neigungen, Erika Bergers (boah, warum musste es ausgerechnet _dieser_ Name sein, ich hab da immer ein gewisses Bild vor Augen) Fantasien mit ihrem Mann, dessen bisexuelle Neigungen und natürlich das Schwein Mikael Blomkvist, der einfach mit jeder ins Bett springt. Dabei geht es nicht um das „Show“, sondern mehr um das „Tell“ – es wird gähnend langatmig beschrieben, zu sachlich, als dass es wirklich jemanden interessieren könnte.
Nun, ich bemühe mich trotzdem dem Stoff zu folgen, auch wenn das Thema „Mädchenhandel“ bisher in komprimierter Form in Tom Cains Roman „Assassin“ wesentlich rühriger und emotionaler behandelt wurde. Bisher, aber ich habe ja erst einen Bruchteil des Larsson-Romans gelesen. Mal schauen …
