Lange mussten Leser auf die Auflösung des Cliffhangers aus »Die Macht der Sechs Steine« warten.
In »Der Fünfte Krieger / Five greatest warriors« geht die Story um Jack West und den dunklen Stern, der die Erde bedroht, nahtlos weiter. Noch immer bekämpft Jack West jr. seinen Vater Jack West sen., doch inzwischen taucht mit einem Abkömmling der russischen Zarenfamilie ein weiterer, unerwarteter Mitspieler auf den Plan.
Während alles danach trachtet, die Erde vor der Vernichtung zu bewahren und die großen Belohnungen, die nach Aktivierung jeden Steines auf einen warten, einzuheimsen, will das ehrwürdige Japan die Erde eher zerstört sehen und alle mit in den Untergang reißen.
Am Ende kann es nur einen großen Krieger geben und Vater und Sohn stehen sich in der finalen Schlacht gegenüber.
Matthew Reilly treibt in »Der Fünfte Krieger« die Story gnaden- und atemlos dem Ende zu. Doch man merkt beim Lesen schnell, dass sich der Roman nicht vom Vorgänger abhebt und kaum etwas Neues bietet. Die Aktiverung der Steine, die Fallensysteme mit denen die Pyramiden geschützt sind, alles schon im Vorband und auch beim Tartarus-Roman schon dagewesen.
Statt fortzusetzen hätte ein komplett neuer Einzelplot dem Roman gut getan (dann hätte allerdings der Vorroman in sich abgeschlossen sein müssen), so wie es beispielsweise die Romane um Shane Scarecrow Schofield sind.
»Der Fünfte Krieger« ist momentan in der HC-Ausgabe von List erhältlich. Die Taschenbuchausgabe ist für August 2011 angekündigt.
Ich hoffe, Matt Reilly streicht Jack West jetzt aus seinem Leben und widmet sich entweder etwas ganz Neuem oder bringt wieder einen seiner berüchtigten Schofield Romane.

