Gestern kam ich auf die spontane Idee, meinen aktuellen Roman OTRUS INFERNO vielleicht doch in Google Docs weiterzuschreiben. Eigentlich ging es mir hier nur um die Verwendung der Schriftart Lexend Deca und die Möglichkeit, auch Dokumente Offline zu speichern.
Letzteres ist ein Knackpunkt bei der Webversion von Word. Sie benötigt eine Internetverbindung, während man Google-Dokumente offline verfügbar machen kann und sie sich synchronisieren, sobald eine Verbindung besteht.
Also habe ich mein Manuskript in die GSuite geladen und dann meine Schreibanpassungen vorgenommen. Leider war dieses Experiment nicht so erfolgreich, wie ich es eigentlich in Erinnerung hatte.
Während Word bei den Einstellungen „An Fenstergröße anpassen“ und der Vollbildansicht von ChromeOS sowie des ausgeblendeten Menübands zwar immer noch Informationen von Word einblendet, ist der Text als ganzer aber besser auf der Seite verteilt.

Bei Google Docs kann ich ebenfalls die Funktion „An Fenstergröße anpassen“ auswählen, habe hier aber noch wesentlich mehr Platz um mich herum. Ich könnte hier noch manuell mit der Schriftgrößendarstellung herumexperimentieren, bis das Blatt gefüllt wird, aber das wäre eine Einstellung, die ich jedesmal händisch vornehmen muss, wenn ich wieder am Dokument arbeite. Hinzu kommt, dass die Menüleiste bei Google Docs nur durch „Vollbildansicht“ verschwindet, während sie bei Word automatisch ausgeblendet werden kann.
Vollbildansicht in Google Docs (nicht zu verwechseln mit der Vollbildansicht von ChomeOS für die es eine extra Taste gibt) besitzt keinen Tastaturshortcut. Man muss explizit in die Menüleiste gehen und dies unter Ansicht auswählen.
Es kommt jedoch häufig vor, dass ich Einstellungen aus der Menüleiste benötige, Kursivschrift, Textausrichtung, Absatzformate und mehr. Dazu muss ich jedes Mal die ESC-Taste drücken, um die Menüleiste wieder zu aktivieren. Hinzu kommt, dass jedes Mal beim Aktivieren der Vollbildansicht ein nerviger Hinweis erscheint, dass man diese mit ESC wieder deaktivieren kann. Dieser Hinweis muss aktiv weggeklickt werden, sonst bleibt er stehen.

Von daher bleibe ich nun doch vorerst bei Word Online. Vielleicht gibt sich Microsoft einen Ruck und lässt irgendwann doch wieder die Android Apps für Chrome OS zu oder stellt dedizierte Chrome-Apps zu Verfügung – okay, das Wunschdenken war jetzt fehl am Platz, denn Microsoft beweist mit seinen Versionen „Das neue Outlook“ und „Das neue Teams“, dass sie ohnehin eher Webversionen bevorzugen.
