Milla haut wieder drauf


Sie ist zierlich, hat nach eigenem Bekunden keine Brüste, macht aber dennoch eine gute Figur und sie gut aus: Milla Jovovich, Ex-Model, und seit Luc Bessons Das fünfte Element an der Seite von Bruce Willis jedem als Schauspielerin ein Begriff.

Die Rollen scheinen ihr auf den Leib geschneidert zu sein. Die toughe Frau, die kämpft wie eine Furie, gab es nicht nur in oben besagtem Film, sondern auch in der Computerspielverfilmung Resident Evil, in der Jovovich die Hauptrolle spielte, zu sehen.

Nun ist sie in einer Comicverfilmung namens Ultraviolet zurück. Härter, schneller und stärker als je zuvor, aber auch sensibler und mit einem Gewissen.

In naher Zukunft entwickeln die Militärs ein Virus, das Soldaten zu Superwesen mutieren soll. Der Schuss geht nach hinten los. Das Virus entpuppt sich als unzuverlässig und gelangt über einen jungen Wissenschaftler aus den Sicherheitslabors an die Öffentlichkeit. Infizierte, sogenannte Hämophagen, die wegen ihrer mutierten, verlängerten Zähne auch als Vampire verspottet werden, werden ausgesondert und in Lagern zusammengepfercht, wo sie irgendwann in Vergessenheit geraten und schließlich verschwinden.

Nur wenige überlebende Hämophagen sammeln sich zum Kampf und versuchen eine ultimative Waffe der Menschen gegen sie an sich zu bringen. Es liegt an Violet, diese Waffe zu bergen, doch sie entpuppt sich als ein kleiner Junge, der offenbar das Antigen gegen die Virusinfektion in sich trägt.

Ultraviolet kann man sehr stark mit Aeon Flux vergleichen. Die Heldin ist eine Frau, die Menschheit wird durch ein Virus bedroht, beides ist in der Zukunft angesiedelt und beide Heldinnen verfügen über übermenschliche Fähigkeiten. Und zu beiden Filmen gibt es Comicvorlagen (die MTV-Zeichentrickserie, auf der Aeon Flux fußt). Was bei Aeon Flux jedoch noch halbwegs nach einer Story klang, artet bei Ultraviolet beinahe schon in einen Non-Stop-Showdown à la Kill Bill aus. Action satt, nur selten gibt es Ruhepunkte. Der Film hetzt von einem Spektakel zum nächsten.

Das begrenzte Budget lässt manche spektakuläre Szenen leider nur lächerlich erscheinen, beispielsweise die Motorradjagd an der Hauswand entlang, wo sich Bluescreen und Matte die Hand reichen. Der milchige Anstrich des Films erinnert an die frühen Zwischensequenzen bei Computerspielen, lässt die Darsteller zwar jünger aussehen, gleichzeitig aber auch unwirklicher.

Wer auf fetzige Action im SF-Genre und eine heiße Heldin steht, wird mit Ultraviolet sicherlich gut unterhalten. Wer Anspruch sucht, ist hier an der falschen Stelle.

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