Wie man sich legt, so fährt man


Neulich sagte mir eine Bekannte (die selbst Motorrad fährt), sie sähe den Unterschied zwischen Quad- und Rollerfahren nicht – abgesehen von den vier Rädern.

Aber genau bei diesen vier Rädern fängt es an. Und hört es lang nicht auf. Was macht unterscheidet denn nun das Fahren eines Quads oder ATVs von einem Motorroller?

Nach zweieinhalb Wochen der Fahrpraxis will ich mal kurz berichten.

Zunächst einmal sind da tatsächlich die vier Räder. Immerhin verhindern sie, dass man beim Stehen, einen Fuß aufsetzen und den Roller in der Geraden balancieren muss. Die vier Räder verhindern auch, dass man sich in eine Kurve legen kann und bei Schnee oder nasser Fahrbahn einfach wegrutscht. Des Weiteren befähigen einen die vier Räder auch durchs Gelände zu brettern, was mit einem Roller nicht unbedingt zu empfehlen ist.

Einen Nachteil gibt es allerdings bei eben diesen vier Rädern. Während man Schlaglöchern mit dem Roller ausweicht und Bodenunebenheiten umfährt oder nur im Fahrtschwerpunkt zu spüren bekommt, sackt ein ATV je nach Bodenwelle zu einer Seite weg, der Körper geht mit und man muss versuchen, während der Fahrt mit dem Körpergewicht die Welle wieder auszugleichen.

Was haben wir noch? Das Lenkverhalten ist ein gänzlich anderes und weder mit Motorroller oder -rad und auch nicht mit einem Auto vergleichbar. Wie gesagt, entfällt das in die Kurve legen. Dennoch muss man sein Körpergewicht verlagern, wenn das Gefährt nicht hinten ausbrechen soll und man sich damit auf die Nase legt. Hier ist schon etwas Übung notwendig, will man Kurven schnell nehmen.

Darüber hinaus gibt es keinen Gasdrehgriff. Gas gegeben wird mittels eines Daumenhahns. Das trägt zur Sicherheit bei, da man beim Bremsen den Gashahn loslassen kann, während der drehbare Griff bei einem Roller weiterhin festgehalten wird, wenn man die Bremse zieht.

Die Breite eines ATV befähigt den Fahrer, sich etwas mehr Platz auf der Straße zu verschaffen. Man wird nicht von den überholenden Fahrzeugen an den Straßenrand gedrängt, im Gegenteil, die trauen sich i.d.R. nur, wenn kein Gegenverkehr kommt, zu überholen. Natürlich stellt man dadurch eine Art Verkehrshindernis dar, aber ich bitte Sie, mit 45 km/h bei Strecken, auf denen ohnehin nur 50 km/h erlaubt sind, dürfte das nicht allzusehr ins Gewicht fallen.

Viele Quads besitzen keine Tankanzeige. Man ist also selbst gezwungen entweder auf Verdacht was nachzutanken oder ständig mit der Taschenlampe in den Tank zu leuchten, um zu schauen, wieviel noch da ist. Aber keine Sorge, ist der Tank unterwegs leer, geht der Motor aus, man dreht den Reservehahn auf und kann gleich wieder durchstarten.

In der Regel geht einem der Sprit an einer Ampel aus *seufz*.

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