Karamba! – Anthony haut noch einmal gewaltig rein!


Als ich Band 5 und 6 der epischen Fantasy-Saga Die letzte Rune ausgelesen hatte, dachte ich "toll, die Luft ist raus. Was soll jetzt noch kommen?". Der Fahle König war endlich besiegt worden, Travis Wilder starb und wurde neu geboren, um als neuer Weltenschmied die Rune Eldh zu brechen und neu zu binden, damit die Welt Eldh weiter existieren konnte. Eigentlich war alles aufgelöst, die finale Schlacht gegen den Fahlen König geschlagen und jetzt konnte sich jeder zur Ruhe setzen:
Grace als Königin von Malachor, Travis kehrt mit Beltan zur Erde zurück, Aryn bleibt als Königin mit ihrem neuen Gemahl Terevian auf Calavere, der gute Sir Durge ist leider von uns gegangen. Was kann also noch kommen?

Ich habe mich erschrocken, als ich gleich im ersten Band (= Nr. 11 der deutschen Ausgabe) erkennen musste, wie viele Rätsel noch ungelöst waren. Was ist mit Morindu der Finsteren? Und der Prophezeiung, dass Travis Wilder, der Runenmeister, sie aus der Wüste heben wird? Was ist mit Deirdres geheimnisvollen Philosophen, der immer wieder geholfen hat? Wer sind die Philosophen und woher kommen sie? Und zu guter Letzt: Nähern sich die Welten Erde und Eldh nicht weiterhin?

Mark Anthony greift all diese Fragen auf, verbindet und löst sie in einem faszinierenden Showdown, der auch nichts von seinem Tempo verliert, als der Leser über 100 Seiten hinweg die Geschichte der Philosophen und des niedergebrannten Lokals Surrender Dorothy erfährt.

Einziger Wehrmutstropfen an den beiden Romanen: Einige der lieb gewonnenen Charaktere kommen zu kurz, wie beispielsweise Lirith oder Aryn, dafür widmet sich Anthony stärker Deirdre Falling Hawk, Grace Beckett und Travis Wilder.

Der Klappentext spricht jeweils von einer unwiderstehlichen Mischung aus Stephen King, Robert Jordan und Guy Gavriel Kay – spannend bis zur allerletzten Seite.

Und das war es! Abschließend und rückblickend war Die Letzte Rune für mich die beste Fantasy Reihe, die ich gelesen habe, mit viel Hingabe und Herzblut geschrieben, dass man mit dem Helden lachen und weinen konnte, wann immer man wollte.

In Deutschland erschien The First Stone als letztee Teil der Saga in zwei Bänden: Nr. 11 Das Blut der Wüste und Nr. 12 Die letzte Schlacht bei Knaur.


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