Durchgespielt: HALO 3


Eine der letzten großen SF-Sagen der letzten Jahre ist nicht notwendigerweise etwas, das in Buchform oder im Film/TV erschienen ist, sondern eine Story, die einem Computerspiel entstammt. Zwar sind auch Bücher zum Spiel erschienen, doch die Hauptstory wird in drei Spielen erzählt.

Zum Start der klassischen X-Box im Jahr 2002 überraschten uns Microsoft und Bungie mit dem Spiel HALO.
Die Story erzählt von der Auseinandersetzung der Menschheit gegen die Covenant, einer echsenähnlichen Spezies mit verschiedenen Rassen/Kasten. Im ersten Teil von HALO scheint der Krieg gegen die Covenant hoffnunglos verloren zu sein. Zwar konnte man die Erde noch aus den Kampfhandlungen heraushalten, jedoch wurden die großen Flotten der Menschheit fast vernichtet.

Auf der Flucht vor den Covenant fällt die Fregatte Pillar of Autumn in einem unbekannten Sonnensystem aus dem Hyperraum. Sie ist schwer beschädigt und wird auch gleich darauf von den Truppen der Covenant geentert, sodass Captain Keyes die Evakuierung befiehlt. Die Notlandung sowohl des Mutterschiffs als auch der Evakuierungskapseln erfolgt auf einem Kunstplaneten in Form eines gigantischen Ringes. Die Innenseite des Ringes beherbergt eine planetenähnliche Oberfläche mit freundlichen Lebensbedingungen für Menschen und unterschiedlichen Klimazonen. Wegen der Ringform wird diese Kunstwelt HALO genannt.

An Bord der Pillar of Autumn befindet sich auch ein Spartaner, der letzte seiner Art. Die Spartaner sind konditionierte Supersoldaten mit Körperpanzer und Schutzschildgenerator, die ihre Große Stunde und auch ihr Ende in der Schlacht um Reach fanden. Der Masterchief ist der Letzte und damit auch die letzte Hoffnung der Menschen gegen die Covenant.

Nach dem Eintauchen ins Mysterium von HALO entdeckt der Masterchief zusammen mit der künstlichen Schiffsintelligenz Cortana, dass der HALO-Ring nur zu einem einzigen Zweck erschaffen wurde. Seine Erbauer wollten sich damit gegen eine invasive, parasitäre Spezies namens Die Flood verteidigen, die aus jedem Lebewesen zombieartige Geschöpfe macht. In einem unterirdischen Komplex auf HALO ist die Flood bereits ausgebrochen und hat sowohl Covenant als auch menschliche Marines infiziert.

Im zweiten HALO Spiel wird der Krieg gegen die Covenant zur Erde getragen. Auslöser des Konfliktes ist ein fanatischer Prophet, der sein Volk gegen die Menschheit aufhetzt. Doch der wahnsinnige Prophet führt größeres im Schilde. Er sieht HALO als Geschenk einer größeren Macht an, die dazu benutzt werden soll, das Universum neu zu ordnen. Der Masterchief und Cortana finden heraus, dass es quer in der Galaxis verstreut unzählige HALOs gibt, die einen Ausbruch der Flood verhindern sollen. Die Zündung all dieser Kunstringe würde die komplette Galaxis auslöschen.

Gemeinsam mit einem Gebieter der Covenant kämpft der Masterchief gegen die Truppen des Propheten und gegen die Flood. Am Ende scheint die Schlacht gewonnen, doch der Prophet kann fliehen und der Masterchief scheint beim Kampf umgekommen zu sein.

Im dritten Teil erfahren wir, dass der Spartaner überlebt hat. Er landet auf der Erde, trifft dort wieder mit dem Covenant-Gebieter an und schickt sich an, die Erde vor den Invasoren zu befreien. Doch der Krieg führt sie wieder in den tiefen Raum. Auf der Suche nach dem Propheten und der verschwundenen künstlichen Intelligenz Cortana finden sie einen weiteren HALO-Ring, der noch nicht komplett fertiggestellt ist.

Inzwischen hab ich den dritten und letzten Teil der HALO-Saga durchgespielt. Die Story ist wieder schön ausgefeilt, das Szenario perfekt und die Grafik in High Definiton schlägt nahezu alles, was man an virtuellen Welten auf einem PC oder einer Spielkonsole gesehen hat. Es macht teilweise einfach Spaß am Strand stehen zu bleiben und sich den Sonnenuntergang anzugucken. Warum die Welt retten, wenn man sich auch einfach nur schöne Landschaft ansehen kann? 😉

HALO bietet wieder ein Höchstmaß an Action und übertrifft seine Vorgänger in puncto grafischer Darstellungen wie sich der Tag von der Nacht scheidet.

Leider ist der von Peter Jackson produzierte Kinofilm vorerst auf Eis gelegt worden. Die Meinung, dass ein Film mit einem stets behelmten Helden, keine Identifikation bietet, kann ich hier nicht gelten lassen. Das hat mit Darth Vader und RoboCop auch funkioniert. Und in HALO gibt es Dutzende von Charakteren, deren Gesichter man sieht und die als wiederkehrende Charaktere in allen drei Spielen auftauchen.

HALO 3 ist der letzte Teil seiner Art. Als nächstes erwartet uns das Echtzeitstrategiespiel HALO Wars, zu dem bereits ein beeindruckender Trailer existiert.

Ein Gedanke zu “Durchgespielt: HALO 3

  1. Ich bin kurz vor Schluss des Spiel diesen endlos verschachtelten Höhlen hängengeblieben, ohne (viel) Munition, mit den falschen Waffen und reichlich orientierungslos. Ich habe mit solchen Spielen nicht sehr viel Geduld, wenn ich einfach nicht weiter komme, lasse ich das Spiel ganz bleiben.
    HALO 3 macht sicherlich Spaß, ist mir aber zu bunt und zu albern. Das sind keine Aliens sondern Karikaturen von Außerirdischen! Zu einem Spiel, dass sich so bierernst nimmt und eine selbst für Fachleute nicht nachvollziehbare Story präsentiert, passt das nicht.
    Und: Es gibt viele Spiele, die besser aussehen. Uncharted (Drakes Schicksal) zum Beispiel. Oder "Heavenly Sword", oder aber der berüchtigte Epic-Shooter, der im Ab-16-Film "Stirb langsam 4.0" auftaucht, in Deutschland aber nicht erwähnt werden darf…

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