Was gibt es sonst noch?


Die wichtigste Faustregel in einer Gesellschaft, die sich mit quasi Überlichtgeschwindigkeit durch den Tag bewegt, sollte man sich im Dezember nichts vornehmen.

Gar nichts.

Der Trubel holt einen sowieso ein und das Jahr ist schneller zu Ende, als man denkt.

"Und haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen?", höre ich in der U-Bahn jemanden fragen. Hallo? Es ist Anfang Dezember. Dieser Konsumrausch und Kaufzwang sind fürchterlich. Am Schlimmsten finde ich dann die Einstellung, man hätte im Sommer schon alles gekauft und macht sich zu Weihnachten gar keinen Stress. Muss man das wirklich schon ein halbes Jahr im Voraus planen?

"Nein", antwortet die Angesprochene. "Aber ich habe nächste Woche Urlaub, da werde ich mächtig reinhauen."

Urlaub als Stressbewältigung? Nee, Urlaub als Stressgenerator.

Knuffig fand ich dann die Auskunft von derselben Frau, dass ihr Sohn den Adventskalender schon komplett geplündert hat. Richtig so! Nieder mit den Regeln. Braver Junge.

Aber ich stelle fest, dass ich mir selbst auch schon wieder viel zu viel vorgenommen habe. Bis Ende Dezember will ich noch eine Military-SF-Kurzgeschichte verfasst haben. Dabei läuft es gerade so schön rund mit Vampir Gothic 10. Und im Hintergrund werkel ich an dem ersten Roman einer Action-Thriller Reihe.

Aber lohnt es sich eigentlich, noch zu schreiben?

Wenn man nach den Aussagen von Michael Schönenbröcher, seines Zeichens Redakteur beim Bastei Verlag, in einem heute veröffentlichten Interview auf Phantastik-News.de geht, wohl nicht. Denn dort spricht er von Leseverkümmerung bei Jugendlichen. Und dass TV, Computer und DVD dem geschriebenen Wort den Rang abgelaufen haben.

Wo bitteschön lebt der Mann? Ich kenne eine Menge Jugendliche. Die lesen alle. Klar, die gucken auch fern und spielen Computer, aber sie lesen. Und wenn ich morgens in die U-Bahn oder S-Bahn steige, sehe ich genauso viele Menschen mit Büchern in der Hand, wie mit Kopfhörern auf den Ohren. Irgendwas kann da nicht stimmen. Mag vielleicht sein, dass sie keine Heftromane lesen. In der Tat, mit Heften sehe ich tatsächlich niemanden in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber das zu wenig gelesen wird, kann nicht stimmen.

Ansonsten war ich heute bei dem Besuch eines Fechttrainings, das mir sehr gefallen hat. Ich werde da in zwei Wochen noch einmal reinschauen und dann mal gucken, ob ich regelmäßig daran teilnehmer. Leider ist mein Katana auf einem meiner Umzüge verschollen. Da müsste dann über kurz oder lang etwas Neues her.

"Die schwere Klinge, Sir Bassett, ich flehe Euch an, die schwere Klinge!"

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