Herzlichen Dank, Herr Cameron

Danke schön für 3D Kino. Sie kamen und alle machen es plötzlich nach. Kein Blockbuster mehr, der nicht in 3D gefilmt wird. Kampf der Titanen, Tron Legacy und Resident Evil Afterlife. 3D ist mittlerweile in aller Munde. Fernseher die 3D-tauglich sind. Laptopdisplays, die das ebenfalls können.

Wie bescheuert muss ich sein, um mir jetzt jedes Mal eine olle Brille aufzusetzen, um einen Film in räumlicher Tiefe (wohl eher zweifelhaft) genießen zu können?

Ich brauch das nicht. 3 D ist, wenn ich die Augen auf etwas richte und es plastisch erscheint – ohne Hilfsmittel. Springt mich aus der Leinwand etwas an, ohne dass ich dazu eine Brille aufsetzen muss oder befinde ich mich wie in einer holografischen Simulation mitten im Geschehen, das ist dann 3D, nicht dieses simulierte Augentäuschungsverfahren, das zwar heute besser gelingen mag, als vor 20 Jahren mit Rotgrünbrillen, aber immer noch das bleibt, was es ist: eine Hirntäuschung.

Dazu überteuerte Kinopreise. Logenzuschlag, Überlängenzuschlag und dann auch noch 3D-Zuschlag. Ohne Popcorn und Cola ist man bei einem Film wie Avatar mit etwa 15 Euro dabei. Den Parkplatz in der Tiefgarage nicht mitgerechnet. Das sind 30 alte D-Mark, um sich einen Film anzuschauen, wer keine Brille besaß durfte für diese auch noch einen Euro drauflegen.

Da freue ich mich doch so richtig auf den Kinostart des Films "Das A-Team". Hannibal Smith und seine Getreuen in Aktion. In klassischem aber wirkungsvollem 2D. Mit meiner eigenen Brille und ohne Kopfschmerzen, wenn der Abspann abläuft.

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