Was’n da draußen los?

 

»Neeeein, es schneit heute nicht«, sagte Frau Schwarz nach der Mittagspause in beschwörendem Tonfall. »Morgen. Morgen soll es schneien. Heute nicht.«

Dass zwischen „soll“ und „haben sie angesagt“ und der Realität ein parsecweiter Unterschied liegt, haben die meisten Wetterberichtgläubigen leider noch nicht mitbekommen.

Da ich meine S-Bahn verpasst habe und nicht 20 Minuten in der Kälte warten wollte, habe ich einfach die in die Gegenrichtung genommen und bin (mit gutem Lesestoff bewaffnet) bis zur Endstation gefahren. Die befindet sich in einem Tunnel, in dem die Bahn ungefähr 15 Minuten pausiert.

Vor der Tunneleinfahrt war es zwar draußen kalt, aber trocken. Die Straßen sind seit Samstag so gut wie frei. Kein Schnee weit und breit in Sicht, nur Salzränder oder Granulathügelchen.

Als die S-Bahn nach 15 Minuten wieder losfuhr und aus dem Tunnel düste, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Es schneite. Und zwar so heftig, dass bereits an der nächsten Station eine dünne Schneeschicht auf dem Boden lag.

Knapp eine halbe Stunde später lag an meiner S-Bahnstation bereits 1 – 1 1/2 Zentimeter Schnee und die Schneedecke, durch die ich dann bis nach Hause stiefelte stieg mehr und mehr an. Nicht nur gefühlte, sondern tatsächliche 2 Zentimeter.

Was’n eigentlich da draußen los?

2 Gedanken zu “Was’n da draußen los?

  1. Winter 2.0!
    Eine GUTE halbe Stunde Autofahrt von der Steinstraße (Hauptwache) bis zum Süggelberg.
    Evinger Straße in beiden Richtungen ZU. Schleichfahrt angesagt. Gesäßglatt, im zweiten Gang wollen die Räder sogar noch durchdrehen. Schliddernde Taxen (!) und blecherne Auffahrunfälle an jeder 5. Kreuzung am Wall. Dortmund glitscht.
    Ich blättere zurück:
    16.50 Uhr – wir ziehen je ein Fahrkarte Preisstufe A an Schulte-Rödding. Bahn läuft pünktlich ein.
    Ankunft 18.00 Reinoldikirche. Straße trocken, leichter Wind, die Frisur sitzt.
    Abmarsch Richtung Burger King (gegenüber Reinoldikirche) und Einsammeln der übriggebliebenen Feuerwehr-Weihnachtsfeier-Männer. 18.15 Uhr Besichtigung des Märchenwaldes vor der Reinoldikirche (10 Minuten Zuhören am Märchenbaum – Rotkäppchen). Gegenüber schüttelt Frau Holle die Kissen und hier und da fällt auch ein Schneeflöckchen vom dunklen Nachthimmel. 18.30 Uhr Waffelstand Alter Markt. Die Schneeflocken werden mehr und dichter. 18.43 Uhr Schneetreiben – die Frisur wird unter der Kapuze versteckt. 18.50 Uhr die Straßen sind weiß, es schneestürmt.
    Ankunft an Feuerwache 1 gegen 19.10 Uhr – wir sehen aus wie Pinguine nach einem Blizzard und tropfen die nagelneue Fahrzeughalle voll. Auto abfegen und Abfahrt Richtung Eving. 19.50 Ankunft Kirdorf. Die Frisur muss neu.
    Morgen will ich nicht raus! Ich bleib im Bett und warte bis Ende März, dann taut’s hoffentlich….

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  2. Ich koch mir jetzt einen Tee und schaue mir unter einer warmen lauschigen Decke mit Weihnachtsbeleuchtung und Kerzenschein im Wohnzimmer den Extended Cut des A-Teams an. Ich glaube, da kann ich bei dem Wetter nichts verkehrt machen.

    Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

    Alpha Mike Foxtrot!

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