Und wieder einen Döner

Bei mir in der Hauptstraße gibt es auf einer Strecke von etwa 400 Metern zwei Imbissbuden (hier als Pommesbuden oder Frittenschmieden bezeichnet), drei Pizzerien, zwei Dönerbuden und fünf Bäcker.

Sie sehen, hier muss niemand hungern. Welchen Teufel dann den Besitzer eines Kiosk geritten hat, noch ein Döner- und Pizzahaus einzurichten, vermag ich beim besten Willen nicht zu sagen. Da der Laden mal kurzzeitig für ein paar Monate geöffnet hatte, dann wegen Renovierung schloss und nun wieder geöffnet hat, muss das Geschäft wohl einträglich sein. Immerhin ist die Döner-Tasche 50 Eurocent günstiger, als die meines Stammdönerbäckers.

Dafür gibt es allerdings eine Dönerschale für 3,50 Euro „ohne alles“ (auch ohne Döner?). Warum sollte ich mir eine Schale Pommes dort holen, wenn sie nur etwa sieben Schritte weiter 30 Cent günstiger ist? Und was im Namen aller Pizzabäcker ist eine Pizza Spaghetti/Bologn? Vielleicht ist „ese“ ja ausgegangen. Aber immerhin gibts diese mit „Flesichsauce“, von der ich schon mein Leben lang geträumt habe.

Einen fantastischen Lieferservice bietet das Pizza & Dönerhaus auch, getreu dem Motto: Anrufen – Bestellen – Abholen. Worin jetzt der Lieferpart besteht, entzieht sich nicht nur meiner Kenntnis.

Süß finde ich übrigens die Pizza Patrick, die irgendwie so ganz aus dem Rahmen italienischer Namen fällt. Offenbar war man von Pizza Spinaci so begeistert, dass man sie gleich zweimal in die Speisekarte mit aufgenommen hat – allerdings in unterschiedlicher Zusammenstellung. Über eine Pizza „Vier Jahrzeiten“ sehen wir noch trocken hinweg.

Dafür gibt es jeden Tag ein Angebot, wie zum Beispiel mittwochs: Jede große Pizza nur 3,90 Euro. Dabei ist schon interessant, dass die ein paar Schritte weiter nur 3,50 Euro kostet. Regulärer Preis. Direkt aus dem Holzofen.

Vielleicht hätte man aus dem Ladenlokal einfach einen Aufenthaltsraum machen sollen, damit diejenigen, die offenbar kein Zuhause haben und vor dem Kiosk mit frisch geköpften Bierflaschen sich irgendwo niederlassen können, statt am Straßenrand herumzulungern und Passanten dumm anzumachen.

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