Zwei Honigwaben entdeckt

Eines muss man Apple lassen: Mit dem iPad haben sie lange Zeit die Nase vorn gehabt im Bereich Tablet-PC-ähnlichem Gerät. Trotz aller Ankündigungen des Wettbewerbs ist die Konkurrenz erst weit über ein Jahr später in der Lage, Produkte auf den Markt zu bringen, die vergleichbar mit einem iPad sind.

Mit Konkurrenzprodukten sind keine Tablets mit Telefonbetriebssystemen (Android 1.6 oder 2.2) gemeint und erst recht keine Pseudotablets, die mit Windows 7 daher kommen (Windows kann man überall draufklatschen, selbst auf Bankautomaten, das heißt aber nicht, dass es sich für einen Touchscreen optimal eignet).

Was leistungstechnisch mit einem iPad vergleichbar ist, ist das Android Betriebssystem 3.0 mit dem Codenamen Honeycomb, das speziell für Tablets mit höherer Auflösung auf einem 10″ Display entwickelt wurde.

Angekündigt wurde in der Presse vieles, doch tatsächlich erhältlich sind in Deutschland bisher nur zwei Geräte, weltweit sogar nur drei.

– Das Motorola Xoom ist nun in der 3G Variante zu überteuerten iPad-Preisen als „auf Lager“ gelistet.

– Acer macht es da schon etwas schmackhafter, allerdings sind 499 Euro für ein reines Tablet von einem Hersteller, der sonst durch Günstigprodukte punktet immer noch eine Stange Geld. Das Iconia Tab scheint jedoch momentan die beste Alternative eines Android Tablets zu sein.

– Bereits in Produktion und zeitweile in USA, England und Taiwan lieferbar ist das Asus EeePad Transformer, der bisher aussichtsreichste Kandidat im Honigwabengeschäft. Im Gegensatz zum Acer Iconia A500 soll das Transformer in Sachen Farbbrillanz und Blickwinkelabhängikeit punkten und wird preislich hierzulande vermutlich zum Start im Juni 100 Euro günstiger sein als Acer. Dazu gibt es ein optionales Tastaturdock, das im Bundle mit dem Tablet voraussichtlich 50 Euro günstiger sein wird, als im Einzelkauf. Im Gegensatz zu optional erhältlichen Tastaturen für das Iconia und andere Tablets, verschmilzt das Transformer zu einer Einheit und macht aus dem Tablet ein zusammenklappbares Netbook-ähnliches Gerät mit Android als Betriebssystem.

– der vierte ernstzunehmende Kandidat, der sicherlich in Sachen Displayqualität unschlagbar sein wird, ist das Samsung Galaxy Tab 10.1 – das voraussichtlich allerdings erst ab Sommer 2011 lieferbar sein wird. Zwar ist heute im Vodafone Shop das Galaxy Tab 10.1v für den überzogenen Preis von 659 Euro ohne Vertrag als lieferbar angegeben worden, doch dieses Tablet ist eine Art Prototyp, der nur in geringen Stückzahlen produziert wurde und in Deutschland exklusiv vorab nur bei Vodafone erhältlich ist. Das „echte“ 10.1 Pad wird dünner und leichter sein als die v-Version und wenn man anfänglichen Ansagen von Samsung Glauben schenken mag, zu Kampfpreisen auf den Markt geworfen. Lassen wir uns überraschen.

Die momentane Auswahl ist jedenfalls immer noch sehr mau.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s