Das steht es nun, das neue MacBook Neo, der „günstige“ Einstieg in den Apple-Kosmos. Tatsächlich gab es für mich zwei Gründe, warum ich mein MacBook Pro verkauft habe: Es war overpowered und hatte eine schlechte Tastatur.
Jetzt schreien die Apple Fanboys und -jünger auf. Ist mir Latte. Fakt ist: Ich habe an dem MacBook Pro das getan, was ich sonst auch an einem Laptop mache: Meine Manuskripte schreiben, mailem, recherchieren. Punkt. Ach, vielleicht noch mal kurz bei Youtube reingeschaut. Ausrufezeichen! Kein Videoschnitt, keine Bildbearbeitung, kein Coding, nichts was die Power eines M1 Pro brauchte.
Und die Tastatur? Tatsächlich hat eine Apple-Tastatur (so lange es keine Butterfly-Variante ist) für mich einen sehr tollen Anschlag, auf dem ich mit Lichtgeschwindigkeit tippen kann. Der Haken: die Tastaturbeschichtung. Gerade bei den schwarzen Tasten auf MacBooks sorgt der Abrieb in Verbindung mit Hautfett für eine Politur, die nicht schön, sondern einfach kurzfristig nach Abnutzung aussieht. Und das kriegt man auch nicht gesäubert, weil die Tasten dann einfach wie Klavierlack glänzen.
Das wurde mir nicht erst bewusst, als ich ein Foto auf Instagram postete und jemand kommentierte „wenigstens sieht die Tastatur genauso abgenutzt aus wie meine“. Ja, das ist nicht schön für so ein Gerät. Witzigerweise ist das bei den weißen Tastaturen (Magic Keyboard oder auch dem Magic Keyboard fürs iPad in weiß) nicht so krass.
Also MacBook Pro weg und einen Surface Laptop gekauft. Das ist jetzt zwei Jahre her und ich bin extrem gut damit gefahren, denn der Qualcomm Snapdragon Elite Plus mag zwar ebenso overpowered sein, wie ein M-Prozessor, aber die Tastatur sieht auch nach Millionen von getippten Zeichen noch aus wie fast neu. Und es lässt sich auf Surface-Tastaturen extrem gut tippen.
Nicht minder gut lässt es sich auch auf Lenovo-Tastaturen tippen, aber das ist eine andere Geschichte (wenn ich zu meinem Chromebook hinüberschiele).
Ja, ich bin in mehreren Betriebssystemwelten unterwegs und habe einen Rhythmus der gleichmäßigen (Ab-)Nutzung eingeschlagen, der es mir erlaubt, fit in allen OS-Varianten zu bleiben, meinen Spaß an der Benutzung der Geräte zu haben und einen regelmäßigen Tapetenwechsel zu erfahren. So wird es nicht langweilig. Alle drei Wochen wechsle ich die Geräte.
Zum Surface Laptop 7 und dem Lenovo Chromebook Plus gesellt sich nun also ein weiteres ARM-basiertes Arbeitsgerät, das für meine Anwendungszwecke (siehe oben) absolut ausreichend ist und eben nicht mehr overpowered. Von der Konfiguration her dürfte es dem Lenovo sogar noch wegen des geringeren Speichers unterlegen sein.

Bei der Ersteinrichtung des MacBook Neo bin ich natürlich schnell dabei erstmal die Apple-Bloatware zu entfernen, die ich nicht nutze. Was soll ich mit 4GB iMovie und Garageband oder Apps wie Keynote, Numbers und Pages, die ich einfach nicht anrühre.
Aber hier kommt der Knackpunkt, der mir bei den vorherigen Geräten nicht bewusst war, da sie nicht direkt mit macOS 26, sondern mit Vorversionen ausgeliefert wurden: Einige der mitgelieferten Apps im Signed System Volume lassen sich nicht ohne Weiteres löschen. Weder das Ziehen aus „Apps“ in den Papierkorb, noch das Aufsuchen im Programmordner und „In Papierkorb verschieben“ (wird im Kontextmenü gar nicht erst angezeigt) haben einen Effekt.
Um die Apps dennoch loszuwerden und ein wenig Speicher auf der SSD freizuschaufeln, gibt es einen anderen Trick.
Dazu geht ihr in die Systemeinstellungen, wählt den Punkt Allgemein und anschließend Speicher. Dort klickt ihr auf das i hinter dem ersten Punkt Apps und gelangt im nachfolgenden Menü in eine Aufstellung aller installierten Programme.
Hier können Apps wie iMovie angeklickt und über einen Löschen-Button entfernt werden. Es gibt einen Warnhinweis, ob man das denn wirklich tun wolle, und anschließend muss der Vorgang noch mit dem Konto-Passwort (Mac-Anmeldepasswort) bestätigt werden. Kurz darauf ist die App verschwunden.
Der Vorgang muss leider mit jeder einzelnen zu deinstallierenden App durchgeführt werden. Die Sache funktioniert freilich nur bei Apps, die man entweder selbst über eine .dmg oder .pkg installiert hat, und bei denen, die aus dem AppStore wieder heruntergeladen werden können. Ein Löschen von „Schach“ oder „Aktien“ oder „Karten“ ist hier nicht möglich.
Davon abgesehen, wie sieht der erste Praxistest des MacBook Neo aus? Hervorragend!
Browser mit 20 geöffneten Tabs. Zweite Browser Instanz mit GoogleSheets und meinem Manuskript, TIDAL als Musikzuspieler. Upnote für meine Recherchenotizen. Im Hintergrund laufen Dinge wie Raycast, der Raycast AI Chat, Stats – alles absolut flüssig ohne die geringste Einbuße.
Die Tastatur ist wie gewohnt hervorragend, und die ersten 15.000 Zeichen, die ich darauf getippt habe, haben keine Spuren auf der Tastatur hinterlassen. Diese ist zwar nicht beleuchtet, aber durch das helle Tastenlayout auch bei Dämmerlicht noch gut sichtbar.
Meine Rotation der Geräte bleibt natürlich bestehen: MacBook Neo, Surface Laptop 7 und Lenovo Chromebook Plus wechseln sich alle drei Wochen ab.
