Spannendes Wochenende: Saarbrücken, Luxemburg ein Doktor und eine Prinzessin


Am Samstag war Party. Gut, das erscheint nicht weiter ungewöhnlich. Die Party war allerdings in Saarbrücken.

Dirk van den Boom, Schriftstellerlegende, Starlaudator und Bundeskanzler in spe, hat in die selbstbeweihten Räumlichkeiten in seiner Wahlheimat Saarbrücken eingeladen. Anlässlich seines 40. Geburtstag ließen wir es uns nicht nehmen, die Einladung an- und den weiten Weg in Kauf zu nehmen.

Pünktlich um 07:00 Uhr wurde ich durch ein leise und verführerisches »Mach die Augen auf … mach die Augen auf …« sanft geweckt, folgte dem Duft von Kaffee und frischen Brötchen ins Esszimmer und setzte mich an einen reich gedeckten Tisch. Wir brachen pünktlich um 9 Uhr im Chevrolet auf, um bereits um 12 Uhr noch vor Ankunft des Starverlegers Guido Latz auf der Matte zu stehen.

Schmarrn. Selbstverständlich sind wir zu spät gekommen. Ich habe getrödelt, konnte nicht genug von den Schnitzelbrötchen kriegen, musste mich erst mit der Arbeitsweise eines Bremsscheibenschlosses vertraut machen, wieder trödeln, die Fahrtroute ausdrucken, die Hotelreservierung drucken, meine Klamotten zusammenpacken und wieder trödeln.

Na ja, Sie wissen ja: Wer pünktlich ist, weiß mit seiner Freizeit nichts anzufangen 😉

Also kamen wir erst gegen 15 Uhr auf die Autobahn, waren gegen 18:30 Uhr im Saabrückener Raum und haben uns erstmal gründlich verfranst, da man sich bei Wegbeschreibungen strikt an diese halten sollte und nicht Autobahnschildern folgen darf, auch wenn sie vorzeitig das Ziel ankündigen. Das Navigationsgerät in Form eines Ogo lag natürlich zu Hause, aber wir haben dann noch einmal die Kurve gekriegt und checkten kurz nach 19 Uhr im Hotel ein.

Kaum die Sachen abgelegt, bimmelte mein Handy mit dem berühmten Babylon 5-Satz »Eine Audionachricht geht für Sie ein.« Es war Doc van den Boom, der sich so langsam Sorgen um unseren Verbleib machte. Gut für uns: Sein Domizil liegt nur zwei Gehminuten vom Hotel entfernt. Also ließen wir den Wagen dort stehen und machten uns zu Fuß auf.

Die Hütte war natürlich schon proppevoll. In der Menge sichtete ich zwei bekannte Gesichter. Wilfried A. Hary und Guido Latz. Während ich meiner Angetrauten noch erklärte, dass Wilfried ungewollt zum Erfolg meiner SF-Serie DUST beigetragen hat, wartete der Chef des Atlantis Verlages mit schlechten Neuigkeiten auf. Druckereiprobleme verschieben Dirks »Tentakelschatten«. Darauf brauchte ich erstmal einen Sekt.

Der Abend wurde sehr lustig, da Dirks vierjährige Tochter Rachel (eine echte Prinzessin, wie ich hörte) die Show übernahm und es ausgezeichnet verstand, die Menge ergiebig zu unterhalten.

»Mama, ich will Chips.«
– »No, Rachel, later.«
»Nix later!«

Nun gut, Chips gab es nicht, dafür aber reichlich anderer Leckereien. Überraschenderweise waren Helga und ich dann auch die letzten, die sich gegen 23:30 Uhr von den van den Booms verabschiedet haben. Allerdings nur bis zum nächsten Tag, denn wir waren herzlich auf ein Frühstück eingeladen, was wir natürlich nicht ablehnen konnten.

Nach besagtem Frühstück konnte ich noch mein Können beim Spiel »Burnout Takedown« an der Playstation 2 unter Beweis stellen … ich hatte keine Schnitte gegen Dirks Sohn. Muss an dem Controller gelegen haben, da ich als passionierter X-Boxler eine andere Steuerung gewöhnt bin … *hust*

Gegen Mittag verabschiedeten wir uns und fuhren weiter nach Luxemburg. Da wir dort noch nie waren, nutzten wir die Nähe des Großherzogstums zu Saarbrücken und machten einen Abstecher.

Viel mehr war auch nicht drin, denn außer Banken, Hotels, Einbahnstraßen, Baustellen und Botschaften scheint Luxemburg-Stadt nicht viel zu bieten. Das Benzin war mit 1,01 Euro pro Liter Super sehr günstig, aber ansonsten hätten wir uns auch die Fahrt dorthin sparen können. Einzig meine Meinung über die Größe Luxemburgs habe ich jetzt revidiert. War ich früher der Auffassung, das Land würde aus einem Willkommen- und Auf-Wiedersehen-Schild bestehen, muss ich jetzt doch anerkennen, dass es doch etwas größer ist.

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