Guten Tag, Opa Kay


Ich habe normalerweise das Glück, dass ich für wesentlich jünger gehalten werde, als ich bin. Verstehe ich zwar nicht, wieso, aber die Komplimente hört man sich gerne an.
»Ich dachte, du wärst so alt wie ich«, sagte mir ein Arbeitskollege (29)
»Wie jetzt, ich dachte, du wärst gerade mal ein oder zwei Jahre älter als ich«, schätzte eine Kollegin (32)
»Sind Sie der Sohn von …?« (damit wäre ich 21 gewesen)
»Ihr könntet Brüder sein« (was schon wieder 21 bedeuten würde
»Ach, ich dachte, Sie wären der älteste Sohn« (21?)

Nun, heute endlich musste ich fesstellen, dass es auch anders geht. Als ich mit unserem Hund draußen war, begegneten mir drei Kinder. Sie sahen den Hund und dann kam folgender Dialog.
»Ist das nicht Shakira?«
»Ja«, sagte ich.
»Der Hund von Carina?«
»Nein«, meinte ich, denn das war nicht korrekt.
»Von ihrer Tante«, sagte ein Junge.
»Richtig.«
»Geht Carina jetzt auf die Soundso Realschule?«
»Das weiß ich nicht.«
»Und wer sind Sie?«, fragte mich der Knabe. »Der Opa?«

Ich schaue entsetzt, schlucke und versuche die richtigen Worte zu finden. Der Kleine hat mich doch tatsächlich mit seiner Frage überrascht. »Nein, nein, ich bin der Freund der Tante«, presse ich mühsam hervor und treibe den Hund an, um weiteren peinlichen Fragen aus dem Weg zu gehen.

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