Von Feuer und Nacht


Die epische Sternensaga Kevin J. Andersons geht weiter. Nach einigen Scharmützeln zwischen Ildiranern und Hydrogern und Menschen gegen Hydroger, kommt es im fünften Roman endlich zur alles entscheidenden Schlacht gegen die Hydroger. Dabei stehen die Aussichten alles andere als rosig. Die Soldaten-Kompis an Bord der terranischen Sternenschiffe revoltieren und übernehmen Dreiviertel der gesamten Flotte. Damit scheint die Terranische Hanse schutzlos den Hydrogern ausgeliefert zu sein.

Auch auf Ildira scheinen die Verhandlungen mit den Hydrogern gescheitert zu sein. Trotz der menschlichen Brücke in Gestalt von Jora’hs Tochter Osira’h, scheinen die Hydroger keinen Frieden mit den Ildiranern zu wollen. Sie setzen dem Weisen Imperator ein Ultimatum – entweder vernichtet er die Menschheit oder das ildiranische Volk wird ausgelöscht.

Die Verzweiflung scheint groß zu sein, doch da erscheinen unerwartete Verbündete in Form von Verdani, Wentals, Roamern und Ildiranern. Der Kampf um die Erde gegen eine Übermacht von über tausend hydrogischen Kugelschiffen entbrennt.

Kevin J. Anderson fährt in »Von Feuer und Nacht« alle schweren Geschütze auf, die ihm zur Verfügung stehen. Zuerst reißt er den Leser in einen tiefen Schlund der Hoffnungslosigkeit, doch dann erscheint einem Leuchtfeuer gleich die Rettung am Horizont. Fast drängt sich der Verdacht auf, es könne sich um den Abschlussband der fulminanten Saga handeln, denn am Ende scheint alles getan und gesagt, mit genug Freiraum für den Leser, der sich den Rest denken kann.

Doch weit gefehlt. Die Serie hat so viel Romane wie Sonnen am Himmel von Majistra scheinen: Sieben. Was uns erwartet, erfahren wir gegen Ende des Romans.

Eine Bedrohung steht noch aus: Die Faeros, die gegen die Hydroger kämpften, aber damit nicht gleich zu Verbündeten der Feinde der Hydroger wurden, scheinen eigene Pläne mit dem Universum zu haben.

Und zu guter Letzt kehrt jemand zurück, von dem alle glaubten, er wäre bereits im ersten Roman verstorben.

Fazit: Kurzweilige und solide SF aus Kevin J. Andersons Feder, der sich stilistisch mittlerweile deutlich von seinen früheren Star Wars Romanen abhebt. Wenn auch das Prinzip von Elementaraliens (4 Elemente, 4 Lebensformen) klischeehaft wirkt, die Umsetzung ist grandios gelungen.

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