Ein bisschen was für die Augen


Da ich die letzten zwei Wochen grippig krank war und den größten Teil davon wie ein Häufchen Elend im Bett oder dick eingemummt (bei den Temperaturen!) auf der Couch lag, blieb an zur Verfügung stehenden Aktivitäten nicht viel übrig außer Lesen und Filme gucken.

Ich weiß gar nicht mehr, was ich alles gesehen habe 😉

Fangen wir mal im Serienbereich an.

1.

24 – 6. Season. Es geht wieder um arabische Terroristen, die die USA mit sowjetischen Nuklearsprengköpfen bedrohen und es tatsächlich schaffen, einen davon in Los Angeles zu zünden. Jack Bauer ist aus der Gefangenschaft der Chinesen zurückgekehrt. Er wurde vom Präsidenten höchstselbst freigekauft, um an den Terroristen Fayed ausgeliefert zu werden, der im Gegenzug den Aufenthaltsort des Mannes liefert, der hinter den Bombenanschlägen steht. Tatsächlich stellt sich jedoch heraus, dass Fayed nur einen Köder nutzte und  selbst hinter den Terrorakten steht.

Natürlich kann Jack Bauer sich befreien und ist wieder in einer One-Man-Show bereit, die Terroristen zu jagen.

Was ich nach 12 Folgen bereits an anderer Stelle bemängelt habe, setzt sich auch in der zweiten Hälfte der Staffel fort. Die ständigen Nörgeleien und Kompetenzrangeleien innerhalb der CTU sind gähnend langweilig geworden und nerven einfach nur noch. Die CTU, eine Antiterroreinheit des Staates, arbeitet auf der Ebene unprofessionell und entpuppt sich als ein Haufen demotivierter Frustrierter.

Die eigentliche Terrorgeschichte unterscheidet sich nicht in vielem von den Staffeln 2 – 5. Zur Krönung des Ganzen steck Jack Bauers Bruder und auch sein Vater in der Sache mit drin. Ja, ja, sehr weit hergeholt, wenn den Drehbuchschreibern nichts originelles mehr einfällt.

Die 6. Staffel ist mit Folge 17 eigentlich zu Ende. Die Terroristen geschnappt.  Alle Gefahr gebannt. Die Ideen sind den Drehbuchautoren ausgegangen. Doch man hat noch 7 Folgen vor der Brust. Also muss fix ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert werden. Plötzlich erhält Jack einen Anruf von einem chinesischen Agenten, der Audrey Raines in seiner Gewalt hat. Hoppla! Na, wenn das nicht fürchterlich an Audreys langen Haaren herbeigezaubert wurde …

Insgesamt ist die sechste die schwächste aller Staffeln der Serie 24. Nach dieser könnte man tatsächlich sagen, die Luft wäre raus. Die Serie könnte jetzt abgesetzt werden. Doch die Vorschau auf die 7. Staffel lässt wieder hoffen, dass wir eine völlig neue Season zu sehen bekommen. Allein schon der einleitende Satz »CTU is gone« hat was für sich.

Lassen wir uns mal überraschen. Aufgrund des Autorenstreiks in Hollywood konnte die 7. Staffel nicht ganz abgedreht werden und wird erst nächstes Jahr in den USA ausgestrahlt. Als Überbrückung gibt es einen 90-Minuten-Spielfilm, der die Ereignisse zwischen der 6. und 7. Staffel zeigt. Solche Bonusfilme, die Geschehnisse zwischen den Staffeln aufzeigen, waren zuvor als 7 bis 10 Minuten Schnipsel auf den DVDs zu sehen.

2.

LOST – 4. Season

Einfach nur geil. Sorry, für die Wortwahl. Vielleicht liegt es, auch aufgrund des Autorenstreiks, an der Kürze der Staffel. Statt aus 22 oder 23 Folgen besteht die vierte nur aus 14 Episoden – und die haben es wirklich in sich. Alles was der zweiten Staffel fehlte und worauf die 3. nur langsam aufbaute, gibt es in der vierten in geballter Form zu sehen. Nie zuvor werden so  viele Geheminisse enthüllt über die Anderen, die Insel, den wahren Feind und und und …

Interessanterweise verwendet man jetzt keine Rückblenden mehr, sondern eher Vorblenden. Ein Teil der Handlung spielt einige Wochen in der Zukunft. Sechs Leute sind von der Insel entkommen und erzählen eine wirre Geschichte, die sich gar nicht damit deckt, was wir bisher als Handlung kennen. So hätten nur acht Leute den Absturz des Oceanic Flight 815 überlebt. Zwei sind auf der Insel gestorben und sechs konnten mit einem selbstgebauten Floß zu einer bewohnten Insel entkommen.

Warum sie diese Geschichte erzählen, wie sie tatsächlich gerettet werden konnten, was Pennys Vater mit der ganzen Sache zu tun hat, all das erfährt man in der vierten Season von LOST.

3. Battlestar Galactica – Season 3

Puh. Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Am Ende der 2. Staffel sind es die Flüchtlinge müde nach der Erde zu suchen. Sie finden einen Planeten, den sie Neu Caprica taufen und besiedeln. Während ein kleiner Teil der Flotte im All bleibt, um Schutz vor Angriffen der Zylonen zu gewährleisten, haben sich die meisten Menschen auf Ne Caprica niedergelassen. Das was wir von dem Planeten zu sehen bekommen, ist äußerst armselig. Trostlose Ebenen. Eigentlich nichts, worauf man sich niederlassen würde.

Plötzlich erscheinen die Zylonen. Die Galactica und die Pegasus springen mit dem Rest der Flotte in Sicherheit und können angesichts der chronischen Unterbesetzung der Kampfschiffe und der Übermacht der Zylonen die Siedler nur ihrem Schicksal überlassen.

Dieses wird dann in fünf Episoden zu Beginn der 3. Staffel erzählt. Neu Caprica unter der Besatzung der Zylonen. Gaius  Balthar als neuer Präsident, eine Marionette der Maschinen. Es gibt Kollaborateure und Rebellen. Eine Widerstandsbewegung sabotiert  die Zylonen, versucht Balthar zu töten. Dieser wiederum veranlasst mit vorgehaltener Waffe der Zylonen, ein Exempel zu statuieren und einige der Siedler hinzurichten, darunter auch Laura Roslin und Tom Zarek, den früheren Vizepräsidenten.

Nur der Einsatz der zurückgekehrten Galactica-Crew rettet den zum Tode verurteilten das Leben. In einem waghalsigen Angriff, bei dem der Kampfstern Pegasus geopfert wird, befreien die Menschen Neu Caprica.

Die Flotte macht sich nach der Flucht wieder auf die Suche nach der Erde. Gleiches tun die Zylonen, die jetzt Balthar mit an Bord haben.

Der Rest der Staffel ergießt sich in endlosen Diskussionen und pseudoreligiösem Geschwafel, ohne wirklich die Handlung weiterzurbringen. Einzige Highlights sind das Verschwinden von Kara "Starbuck" Thrace und ihre Rückkehr am Ende der Staffel sowie Balthars verhängnisvolle Frage an Six: "Es heißt immer, es gibt 12 Zylonen-Mensch-Modelle. Ich habe bisher aber nur sieben gesehen."

Ah ja, über die Final Five spricht man nicht. Das ist verboten. Warum, was sagt niemand. Der Zuschauer darf raten,  auch wer diese letzten fünf Zylonenmodelle sein könnten. Zum Ende der Staffel kommt es dicke, als eben vier von diesen fünf entlarvt werden. Und das wirft so einige Fragen auf, vor allen Dingen da Colonel Saul Tigh einer dieser Zylonen ist, der aber bereits im ersten Zylonenkrieg gekämpft hat, zu einem Zeitpunkt, als es die Mensch-Maschinen-Modelle noch gar nicht gab.

Mal sehen, ob dieser Punkt noch aufgeklärt wird oder sich hier einfach ein inhaltlicher Fehler eingeschlichen hat, denn es hieß immer: Die 12 Zylonenmodelle existieren bereits seit ihrer "Geburt". Niemand wurde zwischenzeitlich ausgetauscht.

Inzwischen hab ich die erste Hälfte der vierten Staffel gesehen, die insgesamt wieder deutlich anzieht und sehr gute Folgen bringt.

4. Battlestar Galactica – Razor

Ein Spielfilm, der angeblich die 3. Staffel als Grundkenntnis zum Verständnis voraussetzt. Das ist aber Kappes, denn der Film spielt zeitlich zwischen der 2. und  3. Staffel, vor der Besiedlung Neu-Capricas.

Worum geht es? Bevor die Menschen Neu Caprica erreichen, erfahren sie von geheimen Experimenten der Zylonen mit Menschen. Im Zuge ihrer Weiterentwicklung wollen die Maschinenwesen eine Kombination aus Mensch und  Maschine schaffen, was später in den 12 Zylonen-Menschmodellen gipfelt.

Ein verlassener Zylonenposten, der vom Rest des Maschinenreiches abgeschnitten war, wird von der Menschenflotte entdeckt und gemeinsam von Galactica und Pegasus angegriffen. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Zylonenfightern und den alten Zylonencenturios aus der 78er Serie, die hier jedoch cgi-animiert sind.

Razor spielt in drei Zeitebenen.

1. Die Gegenwart zwischen Staffel 2 und 3, in der Lee Adama noch Commander der Pegasus ist.

2. Die Erinnerung der jungen Offizierin Kendra Shaw, die zu Lebzeiten Admiral Helana Cains an Bord der Pegasus kam. Hier wird eindrucksvoll erzählt, wie der Wahnsinn langsam Besitz von Cain ergreift und sie dazu treibt, Zivilisten in den Tod zu treiben, der erste Offizier erschossen wird und nur noch das eigene taktische Überleben zählt.

3. Ein Rückblick auf den ersten Zylonenkrieg, in dem William "Husker" Adama bei einem Angriff auf die Zylonen auf eine verborgene Einrichtung stößt, in der die Maschinen Experimente mit Menschen durchführen.

Razor erzählt eine rasante Geschichte. Trotz der Rückblicke und aller Informationen kommt der Zuschauer auch mit den Informationen, die er zu Ende der 2. Staffel besitzt mit der Story zurecht. SF vom Feinsten. So muss das 🙂

Weg von den Serien hin zu einigen Filmen:

1. National Treasure 2 – Das Vermächtnis des geheimen Buches

Einmal mehr ist Ben Gates auf Schatzsuche in den vereinigten Staaten. Diesmal geht es um eine goldene Inka-Stadt, auf die sich ein Hinweis im geheimen Buch des Präsidenten befinden soll.

Nicht ganz so atemberaubend inszeniert wie der Vorgänger, aber durchaus sehenswert.

2. Ghostrider

Noch ein Nicholas Cage Film nach der Marvel Comic Vorlage. Johnny Blaze, ein Motorradstunman, wird vom Teufel unter Vertrag genommen als Ghostrider die Seelen einzufordern und gegen des Teufels Widersacher zu kämpfen.

Kurzweiliges Effektspektakel. Mit Sam Elliot als alter Ghostrider. Den sehe ich immer wieder gerne.

3. Invasion

Mit Nicole Kidman und Daniel Craig in den Hauptrollen. Ein Remake des Kultfilms "Die Körperfresser kommen".
Kann man sich angucken, ist aber nicht so wirklich der Hit gewesen.

4. Der goldene Kompass

Ebenfalls mit Nicole Kidman und Daniel Craig.
Eine Fantasiegesichte in einer anderen Welt auf Basis der Romanvorlage von Philip Pullman. Auch wenn viele sagen, der Film stolpere nur so von Highlight zu Highlight des Buches, so hat mir der Film, doch sehr gut gefallen. Den Roman dazu habe ich nicht gelesen. Und villeicht ist das in solchen Fällen  auch gut so.

Besonders gefallen hat mir Sam Elliot in seiner Rolle als Cowboy.

5. Deja Vu

Mit Denzel Washington. Ein Zeitreisethriller.
Bei den Feierlichkeiten einer Marineeinheit und deren Angehörigen an Bord eines  Dixiedampfers auf dem Mississippi geht eine Bombe hoch. Über 500 Menschen finden den Tod. ATF-Agent Doug Carlin  (ATF = Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives) untersucht den Fall und findet Hinweise auf einen Sprengsatz. Gemeinsam mit dem FBI geht er der Sache auf den Grund. Das FBI hat eine neue Möglichkeit entwickelt, vier Tage in die Vergangenheit zu sehen. Carlin wittert eine Möglichkeit, den Anschlag ungeschehen zu machen.

6. 28 Weeks later

Tierschützer hatten im ersten Film einige mit dem Wut-Virus infizierte Affen freigelassen, wurden angegriffen, selbst infiziert und lösten eine Epidemie aus, die ganz England erschütterte und kaum einen Lebenden zurückließ.

28 Wochen nach dem Ereignis sind die Infizierten verhungert und gestorben. In London, in einem abgesicherten Bereich, beginnt man unter Aufsicht von US-Streitkräften mit der Resozialisierung. Das WUT-Virus scheint komplett gebannt zu sein. Doch dann finden zwei Kinder ihre Mutter, die sie tot glaubten. Sie hat überlebt, wurde von WUT infziert, scheint jedoch immun dagegen zu sein. Als ihr Mann sie mit einem Kuss um Verzeihung bittet, überträgt sich durch den Speichel das Virus und verwandelt ihn in einen der Zombies. Ab da ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Virus wieder zu einer Epidemie mutiert, die alles und jeden bekommt.

Genau wie der erste Teil schon ein schockierender Zombiefilm mit jeder Menge roter Flüssigkeit, die durch die Gegend platscht. Und wie schon im ersten Teil, ist Widerstand zwecklos. Die Zombies kriegen jeden 🙂

Offenbar wird es noch einen dritten Teil mit dem Titel "28 Months Later" geben, der in Russland seinen Ausgang nimmt.

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