Facing Worlds – ein Wunschtraum wird wahr!


Es ist schon ziemlich lange her, dass ich den teambasierten Egoshooter Unreal Tournament gezockt habe. Das muss noch zu Windows 98 Zeiten gewesen sein, denn ich glaub das Spiel läuft nichtmal unter XP.

Interessant war der Spielsinn von Unreal Tournament. Es gab keine aufwändig angelegte Einzelspielerkampagne, sondern alles basierte auf ein Turnier zwischen verschiedenen Fraktionen, die Teams in einige Arenen schickten und dadurch ihre Stärke messen konnten.

Später kam Unreal Tournament 2 heraus, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Ich hatte das Spiel damals für die X-Box. Schmerzlich vermisst habe ich die Spielkarte »Facing Worlds«, die auf einem Asteroiden spielte und auf der sich zwei Türme gegenüber standen. Im Modus Capture the Flag mussten die Teams nun quer über die schmalen Wege des Asteroiden bis zum gegnerischen Turm hetzten, dort die Flagge erbeuten und den Weg wieder zurück zum heimischen Turm nehmen. Ohne von den Verfolgern abgeknallt zu werden. Ohne Opfer eines im Turm lauernden Snipers zu werden. Ohne Opfer der taktischen Nuklearwaffe Redeemer zu werden, die alle 5 Minuten ins Spiel "gespawned" wurde.

Nun ist Facing Worlds zurück. Auf dem PC bereits seit Ende letzten Jahres, jetzt frisch erschienen für die X-Box 360! Ein Augenschmaus! Wenn auch mit Abstrichen. Grafisch hat sich zwar einiges getan, aber die Programmierer legten offenbar keinen Wert darauf, aktuelle fotorealistische Shooter wie Call of Duty 4 oder Battlefield Bad Company zu übertreffen. Vielmehr erscheint die Grafik wie eine Verbesserung des Ur-Tournaments, leicht aufgepeppt, leider aber mit zu viel Farbklecksen versehen und unsaubere Texturen mit einem Weichzeichner verwischt (ähnlich wie bei Burnout Revenge). Allerdings ist das Wasser schön anzusehen 🙂

Hinzugekommen sind neue Funktionen, wie das Steuern von Fahrzeugen und Hoverboards oder stationären Kanonen. Des Weiteren gibt es erweiterte Missionen, bei denen Energieknotenpunkte besetzt oder ausgeschaltet werden müssen, ehe man das Primärziel angreifen kann. Neu ist auch eine Einzelspielerkampagne mit Story.

Das Spielprinzip ist dasselbe geblieben. Das ständige wiederkehren, nachdem man von einem Gegner außer Gefecht gesetzt wurde, wird als "respawnen" in der Arena erklärt. Bei den Waffen gibt es keine Neuzugänge und auch die Möglichkeit knapp 10 Waffen auf einmal zu tragen und beliebig zwischen ihnen zu wechseln, ist geblieben (aktuelle Shooter bieten in der Regel nur die Möglichkeit zwei Waffen gleichzeitig zu tragen).

Im Großen und Ganzen ist Unreal Tournament 3 ein sehr schönes Spiel geworden, das Laune macht. Interessanterweise ab 16 freigegeben (die 2er Version erhielt damals noch ein USK-18 Label).

 

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