The resistance is all that stands between us … and the Visitors!


Damals kamen sie in 50 Mutterschiffen und gaben vor in Frieden die Erde zu bereisen, um die Menschheit um Hilfe auf der Suche nach Wasser zu bitten und ihr im Austausch dafür ihre fortgeschrittene Technologie zu schenken. Die Besucher aus dem Sonnensystem des Sirius, die uns zwar menschlich aussahen, hinter deren Fassade aber eine reptilische Rasse mit perfekter Tarnung steckte.

Kenneth Johnsons "V" schwärmte 1984 über die amerikanischen Bildschirme und schlug wie eine Bombe ein.
Hierzulande bekam man davon nichts mit, ebenso wenig wie der 1985 eingeschoebene Nachfolger "V – The final battle".

Wäre ich in den 80ern nicht in der Lage gewesen BFBS Television zu sehen, hätte ich von "V" vermutlich später nicht unbedingt so begeistert gewesen.

Der Sprecher aus dem Off kündigte eine neue SciFir Drama Serie namens "V" an. Damals hatten wir nicht einmal einen Farbfernseher, sodass ich die komplette Serie in schwarzweiß sah und am nächsten Tag meine Schulkameraden mit Farb-TV fragen musste, welche Farbe denn die Uniformen der Besucher haben.

"Ich glaube Tarnfarben", sagte mir jemand, was natürlich quatsch war, wie ich hinterher erfuhr.

Als ich "V" sah, wusste ich noch gar nicht, dass dies "V – The Series" war, eine wöchentliche Show, der zwei Miniserien vorangegangen waren.

Erst als dann die erste Miniserie als Videopremiere nach Deutschland kam, kam ich selbst in den Genuss der eigentlichen Serie, die eben wie eine Bombe eingeschlagen war. Und auch Deutschland wusste das Event gebührend zu feiern. Fernsehreportagen, die Titelmelodie wurde auf allen Radiosendern gespielt, Zeitschriftenartikel mit jeder Menge Bilder. Riesige UFOs über den Städten und Besucher von fremden Sternen, die in Nazi-Uniformen herumliefen und deren Erkennungssymbol, das auf allen Flaggen und Raumfähren prangte, an das Hakenkreuz erinnerte.

Der Vergleich zum NS-Regime wurde auch gleich in der Serie gezogen, als Menschen von Besuchern aus den Häusern getrieben, gefangen genommen und in Konzentrationslager gesperrt wurden – nicht aber, um dort lediglich massenhaft abgeschlachtet zu werden, sondern um als Nahrung für die Reptilienbesucher aus dem All zu fungieren.

V war für mich stets SF at its best. Ich bin ein regelrechter Fan der Serie geworden, habe damals auf dem C64 in BASIC ein Textadventure zu der Serie programmiert und auf meiner Festplatte befinden sich heute noch die Skizzen und Kurzexposés für drei komplette Staffeln der Serie. Leider erreichte "V – The Series" dann nicht das Format der beiden Miniserien. Zu viele Wiederholungen bei den Special FX und später sogar bei ganzen Szenen und eine verquere Handlung, die immer wieder auf "wir räuchern das Besuchernest der Woche aus" hinauslief. Mal abgesehen von einem immer noch größeren Besucher, der plötzlich vom Führer (im amerikanischen Original hieß der Anführer der Sirianer "The Leader", was man im Deutschen dann jedoch zu "Der große Denker" missübersetzte) zur Erde gesandt wurde, um dem Alienbiest Diana auf die Finger zu klopfen. Mehr gab die Serie schließlich nicht her und endete in ihrer letzten Folge mit einem unverzeihlichen Cliffhanger, der auch in den Romanen zur Serie leider nie aufgeklärt oder fortgesetzt wurde.

Trotz Kenneth Johnsons Bemühungen, V wieder auf die Bildschirme oder gar auf die große Leinwand zu bekommen, war dem Mann kein Erfolg beschieden. Vielmehr musste er sich damit begnügen, einen Roman mit dem Titel "V – The Second Generation" zu schreiben, der die Ereignisse vom Ende der ersten Miniserie aufgereift, denn Johnson war weder an "V – The final battle" noch an "V – The Series" beteiligt.

Jetzt, 25 später, erleben wir V neu. Der amerikanische Sender ABC hatte zunächst einen Pilotfilm bestellt, der die Verantwortlichen aber dermaßen überzeugt haben muss, dass gleich 13 Serienepisoden nachbestellt wurden. Derzeit wird die neue Serie V mit Elizabeth Mitchell (LOST) und Joel Graetsch (The 4400, Taken) und Morena Baccarin (Firefly, Stargate Atlantis) gedreht, und nach den ersten Promofotos und dem Teasertrailer sind auch die Gerüchte, in welcher Form V auf die Mattscheibe zurückkehrt, wohl aus der Welt.

ABC bedient sich eines Reboots und lässt die Serie einfach nochmal völlig neu auferstehen. Die Kulissen sind der heutigen Zeit angepasst, ebenso die Besucher. Statt zackige rote Uniformen der Wehrmacht tragen die Besucher Designerkleidung in Einheitsgrau. Die großen Untertassenmutterschiffe (diesmal sind es 29) sehen wie modernere Versionen der 80er Jahre Verschnitte aus, ebenso die Raumfähren und Skyfighter.

Wer einen kurzen Blick riskieren will, kann sich bei YouTube den Trailer bereits ansehen. Ich für meinen Teil freue mich jetzt schon riesig auf das V-Revival.

 

 

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