Windows 7


Ubuntu musste vor drei Tagen weichen. So schick die Linuxoberfläche auch aussah, sie hatte doch einige Schwächen in der Performance. Des weiteren habe ich auch den KDE-Desktop und Linux komplett wieder runtergeworfen.

Das fehlende Powermanagement war ein Hauptgrund. In weniger als zwei Stunden war der Notebookakku leer, weil das Display nicht abzudunkeln war. Dazu kam, dass es erhebliche Probleme mit dem Tastaturlayout gab, die ich nicht in den Griff bekam. Ständig sprang der Cursor beim schnellen Tippen wie wild durch die Gegend, als wäre ich versehentlich an eine der BILDAUF-Tasten gekommen.
Bin ich aber nie, denn unter Windows Vista funktionierte es mit der Tipperei optimal.

Da Windows 7 in aller Munde ist und Microsoft zwar nicht so freundlich war, eine Live-Version zum Testen herauszubringen, dafür aber einen Release Candidate zum kostenlosen Probieren, installierte ich am Mittwoch Windows 7 und bin schlicht hin und alle.

Zwar werden sich Linux-User vor Lachen den Buch halten, denn die Fähigkeiten der neuen Taskleiste sind dort schon längst verfügbar, aber für Windows-Nutzer ergeben sich hier völlig neue und praktische Möglichkeiten. Darüber hinaus ist auch die Ressourcenfresserei verschwunden. Windows 7 startet gegenüber Vista mit deutlich weniger Speicherverbrauch durch. Von 2 GB RAM bleiben nach dem Systemstart noch deutlich über 1 GB zur Verfügung. Des Weiteren scheint die Speicherverwaltung auch Firefox zugute gekommen zu sein. Während der Browser bei vielen geöffneten TABs rasch die 400 MB Speichermarke erreichte (je nachdem ob Java-Apps und Skripte gefahren werden) und sich irgendwann verabschiedete habe ich ihn trotz 10 geöffneter TABs gerade mal im unteren 100 MB Bereich herumschwirren. Das ist schon mal viel Wert. Firefox ist zwar ein Ressourcenfresser, aber er verhält sich unter Linux wesentlich freundlicher als unter XP oder Vista – endlich scheint es unter Windows auch besser mit der Speicherverwaltung zu klappen.

Da ich ein Fan von Kitsch, Kinkerlitzchen und kleinen Schnitzelchen bin, freut mich insbesondere die neue Wallpaperfunktion. Wo früher noch ein extra Programm wie der Wallpapercycler vonnöten war, um Hintergrundbilder automatisch nach einer gewissen Zeit zu wechseln, macht Windows 7 das jetzt von selbst. Und wenn man vor Ablauf der eingestellten Zeit des Wallpapers überdrüssig ist, darf man auch selbst Hand anlegen und über das Kontextmenü zum nächsten Hintergrundbild schalten.

Während sich die grafischen Schmackerl hauptsächlich auf die neu gestaltete, KDE-nachempfundene Taskleiste beziehen, hat Windows 7 gegenüber Vista deutlich an Performance zugelegt. Es startet schneller. Programme öffnen sich schneller. Nach bisher zweieinhalb Testtagen bin ich bisher sehr zufrieden. Allerdings bezweifel ich, dass ich mein Netbook mit Win 7 aufrüsten werden – es sei denn die NetbookVersion, die mal im Gespräch war, kommt.

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