Fußball, Kopfball, Lichtball


Quizfrage:
Was haben ein verlorenes WM-Qualifikationsspiel, eine Erkältung und eine Schreibtischlampe gemeinsam?

Antwort:
Frust

Eine knapp zwei Monate hinausgezögerte Erkältung hat letztendlich doch ihren Willen durchgesetzt und sich bei mir eingenistet. Das Resultat, ein Kopf, der sich anfühlt, als würde ständig Fußball darin gespielt, immer wieder kräftig gegen den Ball getreten.

Kopfzerbrechen bereitet auch die Niederlage der algerischen Nationalmannschaft in Ägypten. Ja, in dem Wort Fan steckt das Wort Fanatismus, aber haben Sie jemals einen Star Wars Fan einen Trekkie aus einer Luftschleuse werfen sehen, nur weil ihm seine Gesicht nicht passte?

Bei Fußball ist alles krasser. Da kommt es schon mal zu Ausschreitungen. Die algerische Mannschaft wurde bereits vor dem Spiel in Ägypten belästigt, beleidigt, mit Steinen und Flaschen beworfen und teilweise Spieler verletzt. Dennoch spielten sie, verloren – und die Algerier daheim wurden wütend und schworen den Ägyptern Rache.

Selbst auf unserer Baustelle blieb das nicht ohne Folgen. Eingeworfene Bürofenster, verwüstete Inneneinrichtungen – da macht das Arbeiten keinen Spaß mehr. Aus Sicherheitsgründen liegt die Arbeit dort erst einmal bis zum Wochenende brach. Na wer weiß, morgen ist das Wiederholungsspiel im Sudan, falls Algerien verlieren sollte, könnte die Lage eskalieren.

Zu guter Letzt musste ich mich noch mit meiner Schreibtischlampe herumschlagen. Das gute Tchibo-Produkt hat mir bisher seit vier Jahren treue Dienste und Licht gespendet, auch wenn ich durch meine indirekte Beleuchtungswahl von dem angepriesenen "Tageslichtersatz" keinen Gebrauch mache. Besagte Lampe besitzt eine energiesparende Leuchtstoffröhre und, damit der Sockel wie bei früheren Halogenlampen nicht zu heiß wird, einen externen Transformator zum Umwandeln des Stroms. Sie hängt an derselben Steckdose wie PC, Bildschirm, Drucker. Normalerweise schalte ich alle Geräte gleichzeitig ein oder aus, doch es kommt schon mal vor, dass ich den Rechner vor sich hin arbeiten lasse, während ich mich derweil mit anderen Dingen beschäftige und nicht am Arbeitsplatz sitze. Wozu also die Schreibtischlampe brennen lassen?

Knips.

Ein fataler Fehler, wie sich herausstellte. Das typische Bimmeln von Windows zum Entfernen angeschlossener USB-Geräte ertönte. Zwei Festplatten und der USB-W-LAN-Stick waren plötzlich abgemeldet. Das passierte mehrmals. An die Lampe dachte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal, bis sich das Phänomen heute Morgen wieder einstellte. Da blieb nur noch eins übrig: Die Lampe an eine andere Steckdose hängen.

Es scheint jetzt problemlos zu klappen.

Aber es gibt nicht nur Frustiges, sondern auch Gutes zu berichten.
Oder, wie Herr Storm es heute Morgen formulierte: Herr Kay, ich habe gute Nachrichten.
Oh, schön. Was denn?
Guten Morgen erstmal.
Oh ja, das ist wirklich eine gute Nachricht Smiley

Derweil befindet sich Alena auf dem Weg nach New York, Elmar Fuchs weilt in England und Robert Langdon hat sich in der Washington Cathedral verkrochen.
Am Ende gewinnt das Gute. Auch in diesem Jahrtausend!

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