Auf dem Rücken der Opfer: Festplatten wegen Thailandflut überteuert

Da sah man in letzter Zeit die Gigabytepreise purzeln. Eine 3TB-Platte extern von Western Digital im schmucken Wohnzimmerbuchdesign kam für lockere 140 Euro daher. Externe HDDs mit 2TB Fassungsvermögen lagen schon unter der magischen 100 Euro Grenze.

Als ich vor einer Woche eine 2TB Platte nachkaufen musste, glaubte ich meinen Augen nicht trauen zu können. Meine 98 Euro Platte kostete plötzlich 158 Euro (!), die 3TB Variante war auf 248 Euro geklettert. Ich konnte zwar schließlich noch ein 100-Euro-Modell von Buffalo ergattern, aber auch das war nach meiner Bestellung schnell im 150 Euro Bereich angesiedelt.

Was ist geschehen? Die Flutkatastrophe in Thailand wird als Sündenbock für überteuerte Festplattenpreise herangezogen. Heute geistern Meldungen durchs Netz, dass auch Notebookpreise angehoben werden, da der Bestand an Platten langsam schrumpft und man aus Thailand derzeit keine neuen HDDs beziehen kann.

Fraglich ist allerdings, ob das alles so seine Richtigkeit hat. Als ich Thailand und Flut hörte, hätte ich das Land jetzt nicht als den klassischen Hersteller von konventionellen Festplatten gesehen. Schauen wir uns doch mal die großen Plattenhersteller an. Seagate und Western Digital sind den USA beheimatet. Hitachi, Toshiba und Fujitsu in Japan, Samsung in Südkorea und Excelstor in China.

Jetzt erzählt mir bitte nicht, die lassen ihre Platten alle in Thailand fertigen.

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