Die Kindle App: Stärker als man denkt!

Normalerweise lese ich Ebooks ausschließlich am Kindle E-Reader. Dennoch habe ich am PC und auf meinen mobilen Geräten die Kindle App für alle Fälle installiert. Kann ja mal sein, dass mein seinen Kindle zu Hause liegen lässt und dann doch mal unterwegs in einem Schmöker weiterlesen will.

Als ich neulich die App von Google Books testete und sah, dass sie ebenso wie die iBooks App von Apple mit einer hübschen Seitenblätteranimation glänzt, fragte ich mich, warum Amazon noch längst nicht auf den Trichter gekommen ist, zumindest in der mobilen Variante eine solche Animation einzubauen. Funktionell hat sie natürlich keinen Mehrwert, sieht aber ansprechend aus und vermittelt einem zumindest den Bruchteil eines Papierblättergefühls (ein Papierraschelsound wäre jetzt nicht schlecht). Als ich gerade die Kindle App für iOS bemühte und in den Einstellungen stöberte, da fand ich die Funktion doch tatsächlich.

Blätteranimation aktivieren.

Standardmäßig ist sie ausgestellt, man kann sie allerdings mittlerweile hinzuschalten. Zusätzlich zum Sepiapapierkontrast erhält man ein interessantes Lesegefühl, das zwar nicht mit dem Lesen auf dem Kindle selbst vergleichbar ist, aber doch angenehmer, als auf einen weißen, hintergrundbeleuchteten Schirm zu schauen.

Kommen wir aber zu den Stärken, der App.

Als Freund digitaler Literatur wartete ich mit dem Kauf der neuen Ausgabe des Szene-Magazins phantastisch! (seit der neusten Ausgabe erscheint es im Atlantis Verlag) auf die digitale Edition, die zurzeit als PDF angeboten wird. Das Magazin ist durchgängig farbig, enthält viele Fotos und Zeichnungen, also eher etwas für einen Farbschirm, als für ein e-Ink-Lesegerät. Nach dem Portieren des PDFs auf das iPad (via Dropbox, nicht via iTunes!) öffnete ich es gewohnheitsmäßig im Acrobat Reader. Der jedoch hat nur die langweilige Scroll-Down-Funktion, die man von PDFs am Bildschirm kennt. Beim Scrollen bzw. Wischen wird auch nicht immer exakt seitenweise geblättert, sondern so weit, wie man das Dokument eben anschubst.

Als Öffnungsalternative bietet iOS auch iBooks oder Kindle App an. Also versuchte ich es mit Letzterer und siehe da, Farbmagazine auf einem Tablet ergeben Sinn!

Die Kindle App stellt die PDF im Portraitmodus seitenweise dar. Durch eine Wischbewegung nach links (!), wie bei einem Printmagazin also, kommt man zur nächsten Seite. Die Darstellung der Schrift ist natürlich recht klein, doch da hilft ein Doppelklick auf die entsprechende Textpassage um sie ausreichend heranzuzoomen. Im Zweifelsfall kann man auch Pinch-to-zoom verwenden, um den Text auf Lesegröße heranzuholen. Der Doppeltip reicht jedoch aus, um eine Spalte der angezeigten Seite komplett zum Lesen heranzuzoomen.

Das Öffnen in der Kindle App bewirkt, dass das PDF auch automatisch importiert wurde und so in der Bibliothek „auf dem Gerät“ sichtbar bleibt.

Die Blätteranimation funktioniert allerdings beim PDF nicht. Also nicht wundern.

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