Kindle Fire: Was Amazon den anderen Herstellern voraus hat

Unter allen Android Tablets ist der Kindle Fire und sein größerer Bruder Kindle Fire HD etwas Besonderes. Die Anpassung des ursprünglichen Betriebssystems (Android 4.0 – Ice Cream Sandwich) ist so gravierend, dass kaum noch etwas an seine Herkunft erinnert. Wer mehr als konsumieren will, für den mag der Fire nicht sonderlich taugen. Allerdings hat der Kindle Fire neben seiner UI-Anpassung noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal.

Die Akkuleistung.

Kein Androide geht so sparsam mit der internen Batterie um, wie der Fire. Im Ruhezustand sind somit sagenhafte Standbyzeiten möglich, wie mein Langzeittest im unten abgebildeten Screenshot zeigt.

Gewöhnlich fällt innerhalb der ersten paar Minuten die Akkustandsleistung eines Androidgerätes bereits von 100% auf 97% ab. 100 % gehalten werden derzeit eigentlich nur von der Konkurrenz unter iOS und hier auch nur beim iPad. Das iPad schafft es auch nach ein paar Tagen noch einen Akkustand von 100 % zu halten, wenn es hochgefahren ist, aber nicht genutzt wird. Der Kindle Fire HD schließt sich dem Konkurrenten aus Cupertino hier an.

633 Stunden ohne externen Saft. Das sind 26 Tage Dauerbetrieb, fast ein Monat. Immerhin hat der Fire HD zu dem Zeitpunkt noch 14% seiner Akkuladung.

Was ist in diesen 26 Tagen genau passiert? An 24 Tagen wurde jeweils abends einmal das Display für ca. 20 Sekunden aktiviert, um die obligatorische Kalendermitteilung zu löschen, den Akkustand zu kontrollieren und das Programm/App WHITE NOISE aufzurufen. White Noise ist ein Geräuschsimulator, den man sowohl als Wecker als auch als Einschlafhilfe nutzen kann. Bei mir dient er in der letztgenannten Funktion. Nach dem Setzen des 1-Stunden-Timers und dem Aufrufen der Sounddatei klappe ich das Display zu. Danach folgt 1 Stunde Wiedergabe bei abgeschalteten Display. Die Netzwerkfunkverbindungen sind dabei deaktiviert.

24 Stunden Soundwiedergabe mit ca. 8 Minuten aktivem Display. An einem Tag habe ich die WLAN Verbindung aktiviert, App-Updates heruntergeladen, in der Amazon Videothek gestöbert. Geschätzte Zeit ca. 30 Minuten.

Auch wenn der aktive Einsatz sich in Grenzen hielt, sind 26 Tage eine mehr als hervorragende Zeit, allein schon für den Standby. Das hochgelobte Nexus 7 hätte hier in einem Drittel der Zeitspanne bereits die Grätsche gemacht und dabei den Akku nahezu tief entladen (sic!). Generell scheint das Nexus 7 hier eine schwach Hemmschwelle zu haben und fährt das Gerät erst bei einem Akkustand von 0% herunter. Hallelujah, das gibt jedes Mal Spaß beim Aufladen, wenn man nicht aufgepasst hat. Ladezeiten von ca. 13 Stunden muss man dann schon hinnehmen, bevor sich das Nexus 7 überhaupt erst wieder einschalten lässt, darf es dann schon einmal gut 3 Stunden an der Strippe hängen, ehe es reagiert und dann immer noch nur knappe 10% Ladung erreicht hat.

In drei Stunden ist der Kindle Fire HD dagegen bereits selbst von 0% Leistung auf 100% aufgeladen und hält im Standby weitere 26 Tage durch. 😉

 

Kindle Fire HD

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