Amazon Prime Instant Video – dem Kunden aufgedrückt!

Vorab einmal fürs Protokoll: Instant Video ist eine Methode, einen noch nicht zu Ende gedrehten Film an jeder beliebigen Stelle abspielen zu können, also auch an der Stelle, die noch gar nicht existiert.

Und generell gilt: Alles was jetzt gerade abläuft, passiert jetzt. Und die Vergangenheit ist vorbei. Seit jetzt. Wir sind jetzt im Jetzt. Und wann wird das Damals eigentlich jetzt?

Schon bald.

So gesehen in SPACEBALLS im Jahre 1998. Fairerweise muss man sagen, dass die Technik „Instant Kassetten“ genannt wurde, nicht Instant Video.

Am 26.02.2014 erweitert Amazon in Deutschland sein PRIME-Angebot. Nicht nur schnellere Lieferung und Einsparen von Versandkosten sowie Leihbücher in der Kindle-Bibliothek ausleihen – nein, ab dann dürfen auch Filme und TV-Serien gestreamt werden.

Der Streaming-Dienst lief bisher über Lovefilm. Und darüber habe ich mich ja schon genug ausgelassen. Das, was ich also eigentlich gar nicht mehr in dieser Form haben wollte, wird mir nun als PRIME-Kunden von Amazon direkt aufgedrückt.

Ungefragt!

Wenn es kostenlos wäre, kein Problem, aber jetzt kommt der Knackpunkt. Amazon erhöht automatisch seinen PRIME-Beitrag um 20 Euro von bisher 29 auf 49 Euro. Wer jetzt noch schnell vor dem 26.02. eine PRIME-Mitgliedschaft abschließt, bekommt sie für 29 Euro. Erst nach einem Jahr werden dann die 49 Euro fällig.

Mein Beitrag wurde letzte Woche von Amazon abgebucht. Ich bin also noch für ein Jahr mit 29 Euro dabei. Aber ob mir der Aufpreis von 20 Euro dann das Streamen eines Filmangebots, auf das ich nicht ständig zugreifen kann, wert ist. Letztendlich muss ich bei Amazon „gucken was da ist“ und kann mich nicht darauf verlassen, dass ein Film oder die Staffel einer TV-Serie auch in zwei Monaten noch in deren Bestand ist. Da greife ich doch lieber auf mein bewährtes Blu-ray-Regal daheim zurück.

Und ganz ehrlich: Seit man bei Amazon Bücher leihen kann, habe ich exakt _eines_ aus der Leihe auf meinen Kindle geladen und bisher nicht gelesen.

Eines muss man Amazon allerdings lassen: Mit 20 Euro Aufpreis pro Jahr bieten sie einen Streaming-Dienst an, der jetzt nur noch 1,67 Euro pro Monat kosten. Zum Vergleich: Das Streamen bei Lovefilm ohne den DVD-Versand kostete 6,99 Euro pro Monat.

Ob ich im Februar 2015 noch PRIME-Kunde bin, vermag ich noch nicht zu sagen. Die goldene Einkaufstasche hat es dafür von Amazon noch nicht gegeben und wenn ich etwas wirklich schnell haben wollte, habe ich ohnehin noch einen Evening Express Aufschlag bezahlt. Dass Amazon es nicht schafft für FSK-18-Titel nur _einmalig_ einen Post-Ident-Nachweis zu verlangen zeugt von Inkompetenz im eigenen Laden, denn bei Lovefilm ist es ebenso möglich, FSK-18-Titel zu ordern. Dafür muss man nicht bei jeder Lieferung erneut seinen Ausweis vorzeigen und 5 Euro Aufpreis zahlen.

Mach was, Amazon, aber dann richtig.

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