Microsoft goes Apple: Surface Laptop haut mächtig in die Brieftasche

Heute Morgen ein Leak. Auf der heutigen Bildungskonferenz von Microsoft sollte auch ein Stück Hardware für das Bildungswesen präsentiert werden. Der Surface Laptop, der, so die Vermutung einschlägiger Tech-Blogs, das Preissegment der Google Chromebooks anvisieren sollte.

Nachtigall … Surface und günstig passen nicht zusammen. Ich hab einige Surface-Produkte gehabt und gesehen. Edle Verarbeitung und vor allen Dingen eines: Teuer!

Ganz gleich ob die unseligen Surface Tablets oder die Pro-Reihe ab 3 aufwärts. Egal ob Surface Book oder Surface Keyboard und Maus. Wo Surface drauf steht ist, ist dickes Portemonnaie angesagt.

Aber erstmal abwarten, vielleicht überrascht Micros… eher nicht.

Denn die Preise sind draußen. In der günstigsten Konfiguration muss der geneigte Nutzer 1.149 Euro auf den Tisch legen und erreicht damit Kategorien wie Apples Macbook Air.

Aber es kommt noch dicker. Als ob Microsoft aus den Fehlern der Vergangenheit nicht gelernt hätte. Es gab mal ein Windows RT, man erinnert sich voller schmach. Ein Touch-basiertes Windows in reiner Kacheloptik, ohne Desktop, ohne die Möglichkeit wie gewohnt Programme zu installieren. Quasi ein iOS-Windows 😉

Als dann Windows RT nicht mehr unterstützt und weiter entwickelt wurde, gabs ein Aufatmen in der IT-Szene – doch was passiert jetzt?

Microsoft bringt ein Windows S heraus – S wie Small. S wie skandalös. S wie sauber.

Sauber von Viren und Sicherheitsrisiken, so der Plan. Denn eine Installation über .exe-Dateien von außerhalb des Windows Stores ist nicht möglich. Ja richtig, RT für Arme ist angesagt.

Und diese Surface Laptops für ab 1.149 Euro unterstützen nur Windows S. S wie Scheiße. Sorry, aber das musste jetzt raus und die Steilvorlage haben die Redmonder gegeben.

Also rekapitulieren wir: Außer ein paar Liebhabern, die das Design und die Alcantara-Oberfläche zwischen den Tasten und der Handballenauflage toll finden, kauft niemand ein Notebook für … nein ab 1.149 Euro aufwärts, nur um damit mit einem S-Windows herumzuhantieren. Wozu auch?

Und das Zielmarktsegment, der Bildungsbereich? Hallo? Sollen all die amerikanischen Schulen und Universitäten, die mit Chromebooks für zwischen 200 und 400 Dollar sehr, sehr glücklich sind jetzt zugunsten eines arg eingeschränkten Windows10S das Dreifache für Alcantara-Laptops zahlen?

Oh, bitte. Neuroplastizität scheint in Redmond jedenfalls nicht beheimatet zu sein.

Schade, Microsoft. Schade.

 

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