Warum die Wettenden keine Chance haben – kein iPhone für mich im Modelljahr 2017/18

Noch lachen sie. Die Menschen, die glauben, mich zu kennen. In einem Tweet erwähnte ich bereits, dass Wetten auf mich abgeschlossen wurden, wann ich das iPhone X kaufen werde.

Es wäre keine Frage, ob, sondern nur wann. Weil ich ein iPhone besitze, glauben viele, ich wäre ein Fanboy, aber das ist nur, wie so vieles, eine Wahrnehmungsfrage. Ich besitze und beschäftige mich wesentlich mehr mit Android- als mit iOS-Produkten.

De facto habe ich von Apple einiges im letzten und diesem Jahr abgegeben:

  • ich besitze keine AppleWatch mehr (und besaß auch nur die Series 1)
  • ich besitze keinen iPod Touch mehr
  • ich habe mein MacBook Pro verkauft und gegen ein HP G13 Chromebook getauscht

Es gibt natürlich Apple-Produkte, die ich um nichts in der Welt hergeben würde.

Zum einen ist das das iPad Pro. Mit Tastatur und Stift bietet es ein kompaktes und leistungsstarkes Produktivgerät, mit iOS 11 stärker als je zuvor. Dank der hervorragenden Stifteingabe bin ich dazu übergegangen, all meine geliebten Moleskine-Notizbücher ad acta zu legen und habe mich selbst von den Bamboo Sparks von Wacom abgewandt und schreibe Notizen gleich welcher Art direkt in die App Noteshelf. Das iPad Pro ist das, was ich früher in dem Samsung Galaxy Note Pro 12.2 gesehen habe. Durch den Formfaktor von 10.5″ ist es jedoch nicht so sperrig wie das Samsung-Pendant, das darüber hinaus noch arge Performance-Probleme hatte.

Mein iMac Setup ist auch etwas, das ich keinesfalls gegen ein Windows-System tauschen würde. Wie unstabil Windows hochfährt, sehe ich, wenn ich meinen Gaming PC anwerfe. Systemfehlermeldungen sind an der Tagesordnung und die bequeme Bedienung von mehreren Desktops auf mehreren Bildschirmen ist eine Geschichte, die wohl auf ewig Apple vorbehalten bleibt. Dagegen wirkt die mehrfache Desktop-Steuerung von Windows 10 wie gewollt, aber noch lange nicht gekonnt.

In der Tat hat ein iPhone hat erst sehr spät bei mir Einzug erhalten. Glaubt es, oder glaubt es nicht.

Lange nachdem ich bereits einen iMac (2012), ein MacBook Air (2011), ein MacBook Pro (2013) und ein iPad 2 (2012) und ein iPad Mini (2013) besaß. Während ich 2011 und 2012 in den Apple Kosmos einstieg (ohne mal den iPod Touch zu berücksichtigen, den ich schon 2010 besaß, erhielt mein allererstes iPhone erst Ende 2013 mit dem iPhone 5S Einzug in meinen Gadget-Palast. Ausschlaggebend war damals die Umstellung auf iOS 7, das mir auf den iPads sehr viel Spaß gemacht hat, sowie das größere Display und der Fingerabdrucksensor.

Jedoch verkaufte ich das iPhone 5S wegen Nichtgefallen bereits im Juni 2014, also lange bevor die 6er Modelle vorgestellt wurden. Das Display war mir mit 4″ viel zu klein, ich kam mit der Bedienung nicht zurecht und hatte mit dem HTC One M8 ein tolles Ersatzgerät im Bereich dienstlich genutztem Smartphone. Erst die Plus-Modelle mit 5,5″ boten mir eine entsprechend bedienbare Größe.

Dass ich das 6Plus und das 6SPlus bestellte, lag vornehmlich an Peripherie-Geräten, wie die Apple Watch, einigen Withings-Geräten, die ich zusammen mit Apple Health nutzte. Heute habe ich keine externe Peripherie mehr, die auf Apple zugeschnitten ist. Die einzigen Apple-Dienste, an die ich mich binde sind iTunes für Filme (dafür nutze ich so gut wie ausschließlich AppleTV und zu 1% meinen iMac, falls der Fernseher mal durch meinen Sohn belegt sein sollte) und Apple Music, das aber auch unter Android läuft, sodass ich ohne ein iPhone nicht darauf verzichten muss.

iMessages und Facetime ist bei mir kein Thema und ich benötige es nicht. Alles, was ich auf dem iPhone nutze, habe ich auch auf Android Smartphones.

Und mögen die Skeptiker nun lauthals loslachen, aber für mich ist es beschlossene Sache, dass das Apple-Jahr 2017/2018 für mich ohne iPhone auskommen wird. Ein Upgrade vom iPhone 7 Plus auf das iPhone 8 Plus wäre Quatsch. Der schnellere Prozessor und die bessere Kamera sind geschenkt. Zumal mir noch nie Fotos auf einem iPhone gelungen sind. Das ist wohl eine Krux zwischen mir und Apple.

Das iPhone 7 Plus bis zum Exitus zu behalten wäre eine Option, doch ganz ehrlich gesagt, langweilt mich das Design und vor allen Dingen auch das Betriebssystem. Während die zusätzlichen Features, die iOS 11 auf dem iPad Pro bietet, mich sehr ansprechen, turnen sie mich auf dem iPhone genauso sehr ab. Das fängt an mit einer Reduzierung der Akkulaufzeit, die auch seit dem 11.0.1.-Update nicht wirklich behoben wurde und geht bis zum immer wieder gleichen und langweiligen (ich klatsche App-Icons auf einen Bildschirm)-Aussehen von iOS.

Das iPhone X mag ein interessantes Design mit einer ansprechenden Screen-to-Body-Ratio haben, aber auch das läuft nur mit einem iOS 11, das mir schon beim 7 Plus zuwider ist. Hinzu kommt die fürchterliche Kerbe, die mir einfach Bildschirminhalte klaut. Und ich glaube einfach nicht an Face-ID. Statt vor, geht Apple hier meiner Meinung nach zurück. Die Eingeständnis, dass Touch-ID nur eine Sicherheit von 1:50.000 bietet, ist da wirklich nicht beruhigend, sondern eher beschämend. Hätten sie nicht tun sollen.

Ob ich 2018/2019 zu einem iPhone zurückkehre? Kommt auf das Gerät und das Betriebssystem an. Statt Face-ID eine „biometric awareness“ einzubauen, wäre nicht verkehrt. Auf jeden Fall muss die Kerbe verschwinden. Und Touch ID unterm Display muss kommen. Und tolle Features im OS, die mich in Erstaunen versetzen. Punkt.

Das heißt „So long, iPhone“, war nett, aber auch nicht orgiastisch. Ich warte jetzt noch, bis Google sein Pixel 2 XL vorgestellt hat und treffe dann eine Entscheidung die zwischen diesem oder dem LG V30 liegt. Und dann verbitte ich mir das Wort iPhone Fanboy 😉

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