Vampire sind hip


Als ich Anfang 2004 das Konzept zu VAMPIR GOTHIC der Romantruhe vorlegte, hatte ich noch drei Wochen davor in einem E-Mail-Verteiler behauptet, Vampire wären tot. Es lohne sich nicht mehr, über sie zu schreiben, denn es wäre alles gesagt und geschrieben und gezeigt worden, was es zu Vampiren … nun eben zu sagen, zu sehen und zu lesen gäbe.

Beim Entwickeln der Hintergrundgeschichte zu VAMPIR GOTHIC fiel mir jedoch auf, welchen Spaß es mir bereitete, etwas vollkommen Neues zu kreieren, das in der Form noch nicht zu lesen war.

Ähnlich muss es all den anderen gegangen sein, die danach neue Vampirgeschichten auf den Markt warfen, ja ihn förmlich heute sogar zukleistern.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es fing nicht mit Vampir Gothic an. Es war nur Zufall, dass Vampir Gothic genau zu jenem Zeitpunkt entstand.

Im Herbst 2004 erschien der erste Roman "Kreatur der Dunkelheit".

2005 sah sich der Leser bereits mit den Anfängen der neuen "Dark Romance"-Welle, die aus den Vereinigten Staaten zu uns herüberschwappt, konfrontiert.

Den Anfang machte J.R. Ward mit ihrer Black Dagger Reihe. Ihr folgten diverse Damen der romantischen dunklen Fantasy (wie beispielsweise Alexis Morgan oder Anne Bishop), die jedoch nicht immer auf Vampire setzten. Doch damit war es nicht weit her.

Heute wird der Markt nicht nur von Frau Ward dominiert. Laurell K. Hamilton brachte die "Buffy für Erwachsene" (=Anita Blake) heraus. Kim Harrison schloss sich mit ähnlichen Romanen an. Die Highlander-Autorin Karen Moning zog nach und schreibt plötzlich auch vampireske Geschichten. Lara Adrian schloss sich mit ihrer Vampirsaga ebenso an, wie Stephenie Meyer. Und das Ganze kommt so gut an, dass sogar Tanya Huffs Vampirromane aus den frühen 90ern bei Egmont Lyx ab Herbst wieder aufgelegt werden. Hintergrund hierzu ist allerdings sicherlich die ab Herbst bei RTL2 startende Serie Blood Ties auf Basis eben dieser Romane.

Ja, die Vampire schlagen auch im Fernsehen und auf der Leinwand wieder zu. Dr. Uwe Boll brachte zwei von drei Bloodrayne Filmen heraus, Stephenie Meyers erster Roman "Biss zum Morgengrauen" wird verfilmt und auf der kleinen Mattscheibe geht es nach dem Ableben der Vampirjägerin Buffy und des Vampirs mit Dackelblick Angel auch munter weiter.

Den Anfang machte vor zwei Jahren die Serie Moonlight, die allerdings nach 16 Folgen wieder eingestellt wurde. Inzwischen ist sie im deutschen Fernsehen zu bewundern. Doch das schnelle Ende von Moonlight lässt die Produzenten anderer Fernsehserien kalt. Und so versucht man es weiter und bringt ständig neue Vampirgeschichten heraus.

Oben erwähnte Serie Blood Ties starb nach 22 Folgen den Serientod, läuft derzeit auf dem österreichischen Sender ATV und wird voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres bei RTL2 zu sehen sein. Vorher schon startet der Sender HBO in USA und Kanada mit einer neuen Serie, die auf den Romanen der Autorin Charlaine Harris basiert. Das Ganze nennt sich True Blood und bringt Anna Paquin (Rogue aus X-Men) auf den kleinen Schirm als Kellnerin Sookie Stackhouse (klingt auch nicht viel besser als Buffy Summers, oder?), die sich in einen Vampir verliebt (Angel lässt grüßen).

Sie sehen, über Vampire ist eben doch noch nicht alles erzählt, gesagt oder geschrieben worden. Jede der oben erwähnten Romanserien enthält völlig andere Aspekte und Grundzüge, die sie weit von Dracula & Co. entfernen.

Und inzwischen ist sogar Wolfgang Hohlbeins neunter Roman der Reihe Chronik der Unsterblichen erschienen – ebenfalls eine Vampirserie.

Und im Herbst dürfen Sie sich nicht nur auf Blood Ties freuen, sondern auch den neunten Roman der Vampir Gothic Reihe 🙂

In diesem Sinne … BISS dann 😉

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