Apple Tablet macht das Internet tot


Kaum ist es 19 Uhr in deutschen Landen, schon geht nichts mehr.

Heiß ersehnt, lang erwartet, die Vorstellung von Apples neuer Revolution heute um 19 Uhr MEZ in San Francisco. Viele Technikwebseiten versprechen Live-Ticker zu dem Event. Doch die sind bereits am Anfang so sehr überlastet, dass man nur noch Zeitüberschreitungen erhält und auch die Hinweise darauf, es später nochmal zu versuchen, nur frusten.

Im Prinzip ist klar, was Apple präsentiert, denn wenn Gerüchte sich so sehr verdichten wie im Fall von Apple, dann bewahrheiten sie sich auch: Apple wird ein Internet-Tablet voraussichtlich auf Basis des iPhone Betriebssystems vorstellen.

Die Frage ist nur: Was will man damit?

Tablet PCs sind bisher Nischenprodukte. Jemand, der viel am PC tippen muss, bevorzugt eine echte Tastatur und keine eingeblendete virtuelle. Wer etwas Kleines, Feines zum Mobilsein braucht, ist mit einem Netbook bestens bedient. Es ist klein, leicht, hat eine hohe Akkulaufzeit und im 10" Bereich sind stehen die Tastaturen denen ihrer größeren Brüder in kaum etwas nach. Ich kann auf meinem Netbook so schnell tippen, wie an meinem Notebook oder einem PC. Klar, man muss den Displaydeckel des Netbooks hochklappen, um es nutzen zu können. Aber gerade das vermittelt dem Besitzer auch etwas mehr Schutz als ein offenes 10" Display, wie das eines Tablets.

Aber wofür brauche ich so ein Tablet? Dass ein ständiger Begleiter wie ein Handy seinen Funktionsumfang ständig erweitert, ist fortschrittlich und logisch. Man kann ein Handy immer bei sich tragen, mal ein Foto machen, Musik hören, Notizen aufnehmen, kurz E-Mails checken, vielleicht was im Internet nachschlagen und natürlich telefonieren.

Es gibt Anwender, die behaupten, man könne auch Ebooks auf Handys lesen (wie z.B. auf dem iPhone), aber diese Menschen haben bisher noch kein Ebook auf einem E-Ink-Reader gelesen. Beleuchtetes Display bleibt erstmal beleuchtetes Display, während E-Ink Papier simuliert und gar keine Beleuchtung besitzt. Des Weiteren halte ich ein 5" Display schon für das Minimum, um angenehm und stundenlang einen Roman lesen zu können. Das Display des iPhones (mal abgesehen von der Beleuchtung) ist für so eine Ergonomie wesentlich zu klein. Ferner hält eine Akkuladung bei einem beleuchteten Touchdisplay auch nicht unbedingt lang. Die Ebook-Reader kommen mit bis zu 6.000 Seitenumschlägen locker hin.

Wenn also Apple wirklich etwas Revolutionäres präsentieren will, dann sollte ihr Auftritt wesentlich überzeugender sein, als der von Steve Ballmer während der CES und dem HP Tablet PC.

Die von SFT als Science Fiction und zu viel des Guten der Wünsche vorgeschlagene spürbare virtuelle Tastatur hätte in der Tat was für sich, aber ob die Technik soweit ist? Ich glaube, ich spare mir das ständige Aufrufen von nicht funktionierenden Live Tickern und schalte gleich in den Stream der Tagesschau, wo sicherlich schon etwas von dem neuen Appleprodukt zu sehen sein wird.

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