Hewlett, Apple & Co.

Passend zum Einstampfen von WebOS und des HP Touchpads hat Hewlett-Packard zumindest ein Nachsehen mit den Käufern seines Produkts bewiesen. Wer bereits ein Touchpad für teure Dollars in den USA gekauft hatte, kann es zurück geben und bekommt sein Geld erstattet.

Gleichzeitig hat Hewlett-Packard eine Preisoffensive veranstaltet, um die Restposten des Touchpads zu verramschen. War gestern nur in den Vereinigten Staaten etwas davon zu sehen, ist der Ramschpreis auch in Deutschland angekommen. Für sage und schreibe 99 Euro bekommt man derzeit im HP Online Store die 16 GB WiFi Variante des Touchpads. Die 32 GB Edition kostet 129 Euro.

Wer ein Tablet fürs Sofa sucht und wirklich nur Mail und Surfen nutzen will, kann hier getrost zugreifen. Wer tiefer in die Tabletmaterie eintauchen will ist hier sicherlich Fehl am Platze, es sei denn ihm macht ein wenig Bastelei nichts aus. WebOS wird nicht weiterentwickelt, so wird es auch in Zukunft keine Apps für das Betriebssystem geben. Allerdings haben sich bereits freudige Programmierer gemeldet, die versuchen wollen Android auf das TouchPad zu portieren. Mit einer Honeycomb Plattform wäre das HP Touchpad gängigen Tablets wie dem Transformer und dem Iconia schon ebenbürtig.

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Auch die Freinde aus Cupertino machen wieder von sich reden. In einer neuen Klageschrift vor einem Gericht in Den Haag versuchen sie sämtliche Produkte Samsungs, die den Namen Galaxy tragen, vom Markt zu tilgen. Als Designbeweis legen die Anwälte Apples dem Gericht Fotos vor, das auf der einen Seite das iPhone und auf der anderen Seite das Samsung Galaxy S zeigt. Auf diesen Fotos zeigen beide Geräte eine gewisse Ähnlichkeit, denn a) werden sie gleich groß dargestellt und b) zeigt der Schirm des Galaxys die AppDrawer Ansicht in der alphabetisch „alle meine Apps“ aufgelistet werden.

a) ist Quatsch, da das iPhone nur einen 3,5″ Bildschirm hat, während des Galaxy in der Diagonale 4″ misst und damit einen Tacken größer als der angenagte Apfel ist.

b) ist noch größerer Unfug, denn der „ich klatsche alle Apps auf einen Bildschirm“ des iOS hat nichts mit dem AppDrawer von Android zu tun, der lediglich eine „alle Programme Ansicht“ öffnet. Der Standarddesktop von Android ist eine grafische Oberfläche, die mindestens fünf Homescreens aufweist, mit Widgets und Programmicons in beliebigem Arrangement zugekleistert werden kann und darüber hinaus sogar noch lebendige, sich bewegende Hintergrundbilder bietet.

Wenn Samsung pfiffig ist, reicht man Gegenklage ein, denn der AppDrawer von Android wurde beim Apple MacOS Lion schamlos kopiert. Selbst das Icon- und Tastatursymbol ist identisch mit der Android Variante. Ja, hallo? Geht’s noch, Apple?

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Das Arbeiten auf Multitouchtrackpads hat auch seine Nachteile: Kommt man an ein gewöhnliches Net- oder Notbooktrackpad, gerät man sofort in Versuchung, Multifunktionsgesten auszuführen. Wahrscheinlich fragt sich mein Samsung Netbook die ganze Zeit, was ich mit den meinen ganzen Fingern auf dem schmalen Padbereich erreichen will. Ich frage mich das allerdings auch und werde zumindest bei diesem Gerät wieder dankbar zur Maus greifen. Inzwischen ist ja auch das Trackpad des Transformer Tastaturdocks multitouchfähig. Möglicherweise gehört eine Maus schon bald der Vergangenheit an.

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