Prime: Und plötzlich die Nummer 1

Es ist schon erstaunlich. Als letztes Jahr die Tabletflut begann (von Flut kann wahrlich nicht gesprochen werden, das war eher ein leichter Regenguss, bis im letzten Quartal des Jahres mal so langsam alle in die Pötte kamen), war das Eee Pad Transformer nur ein Tablet unter ferner liefen. In der Presse wurde, wenn es um Vergleiche zum iPad ging, über das Motorola Xoom, das Acer Iconia A500, das Sony Tablet, Archos Modelle, das Toshiba AT100 und auch den Asus Eee Pad Slider berichtet. Der Transformer wurde hier und da mal mit einer Silbe erwähnt.

Warum? Immerhin besaß und besitzt der Transformer neben allen Standardeigenschaften der oben erwähnten Tablets einige, die ihn aus der Menge hervorheben. Da wäre einmal das IPS Display, die schlanke Form, die griffige Rückseite und die Wandelbarkeit in ein vollwertiges Netbook mit dem Tastaturdock, das auch gleichzeitig die Akkulaufzeit auf schmacke 16 Stunden hochzuschrauben vermag. Offensichtlich war die Presse davon nicht überzeugt und konzentrierte sich lieber auf Tablets, die eine Hardwaretaste besitzen, mit der man die Rotation des Bildschirms abstellen kann (überflüssiges Gimmick, für sowas kann man sich ein Widget auf den Schirm legen).

Während 2011 nur zwei Android-Tablets den Startschuss gaben (Zunächst einmal das Motorola Xoom, das bereits im Januar 11 erschien; danach im März das Adam Tablet von NotionInk, das jedoch wegen mangelnder Verfügbarkeit und begrenzter Bestellmöglichkeiten eher unterging), sieht das 2012 noch mauer aus.

Da haben wir das brandneue Asus Eee Pad Transformer Prime und dann kommt lange Zeit nichts, das in Sicht wäre. Zwar ist auch Toshiba ab Februar mit seinem AT-200, das man jetzt liebevoll Excite nennt, aber trotz des zweifelhaften Ruhms, das dünnste Tablet der Welt auf den Markt zu werfen und als Anschlusswunder zu gelten, glänzt das Excite nicht durch Performance. Im Jahr 2012 will man mehr Power sehen, als einen schnöden Dualcore Prozessor. Der Vierfachkern hat Einzug in die Mobile Welt gehalten und da gibt es bisher nur eine Referenz, eben das oben erwähnte Transformer Prime.

Das hat auch die Presse erkannt und holt das nach, was beim ersten Transformer versäumt wurde. Der Prime bekommt Leitartikel und ist auf Titelseiten renommierter Fachmagazine zu sehen. ASUS legt allerdings noch ein paar Kohlen nach und besticht wieder durch seine phänomenale Update Politik. Fixes für ein fehlerhaftes GPS und für die 8MP-Kamera werden rasch nachgereicht, ebenso wie Android 4.x.

Klassenprimus nennt die SFT den Androiden und bringt diesmal in ihrem Bericht alle Eigenschaften des neuen Transformers auf den Punkt.

ASUS Eee Pad Transformer Prime TF-201

2 Kommentare zu „Prime: Und plötzlich die Nummer 1

  1. In der „richtigen“ Fachpresse (Engadget und Co.)wurde eigentlich sehr viel über das Asus-Tablet berichtet. Interessant finde ich es aber, dass Du hier das Samsung Galaxy Tab 10.1 gar nicht erwähnst: immerhin hat das am meisten Vergleiche mit dem iPad abbekommen… (s. auch Stiftung Warentest).

    1. Ich meinte hier die gepresste (Print) Presse hierzulande.

      Das Galaxy Tab 10.1 hab ich mal außen vorgelassen, da es in Deutschland nicht verkauft werden darf. Außerdem hat Samsung mit dem 10.1 mangels Anschlüssen und Speichererweiterungsmöglichkeiten fast einen gleichen Datenkäfig geschaffen wie Apple mit dem iPad. Das Transformer Prime weist übrigens, wie auf dem Foto zu sehen, die gleichen abgerundeten „Geschmacksmüsterchen“ auf, wie das GT 10.1 und das iPad. Warum Apple Asus nicht verklagt hat? Keine Konkurrenz? Abwarten.

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